Bedeutende christliche Kirchenbauten
Created by eckardt on 13/04/2011
Last updated: 30/07/11 at 09:38
Tags: Kirchenarchitektur
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Informationen über den salomonischen Tempel liefert die Bibel. Davon unabhängige historische Zeugnisse sind nicht bekannt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Jerusalemer_Tempel#Der_salomonische_Tempel
Die Kirche Dio Padre Misericordioso (ital. für: Gott, der barmherzige Vater, lat.: Dei Patris misericordis, auch Chiesa del Giubileo genannt) ist ein moderner Kirchenbau im römischen Stadtviertel Tor Tre Teste (zwischen der Via Casilina und der Via Prenestina) und wurde nach den Plänen des US-amerikanischen Architekten Richard Meier erbaut und im Jahr 2003 eingeweiht. Dio Padre Misericordioso entstand als Teil eines Bau-Programms der Diözese Rom, die zum Jubiläumsjahr 2000 in den Außenbezirken der Stadt Kirchen von hoher architektonischer Qualität schaffen wollte. Nachdem die Diözese mit den Ergebnissen eines ersten offenen Wettbewerbes unzufrieden war, wurden für den zweiten Wettbewerb gezielt sechs Star-Architekten eingeladen: Tadao Ando, Günter Behnisch, Santiago Calatrava, Peter Eisenman, Frank O. Gehry und Richard Meier. Im Mai 1996 entschied sich die Jury für Meiers Entwurf.
Der Kirchenbau (mit 40 m Länge und 31 m Breite eher klein gehalten) repräsentiert ein stark stilisiertes Schiff mit drei Segeln. Die Segel haben eine Höhe von 17, 22 und 27 m. Der Kirchturm ist 20 m hoch. Das Schiff steht, im Rückgriff auf die christliche Symbolsprache, für die Universalkirche als Volk Gottes, welches durch die „See“ des dritten Jahrtausends segelt. Die drei leicht konkaven Schalen („Segel“) stehen auch für die Dreifaltigkeit, wobei die innerste und größte, welche den Gottesdienstraum überwölbt, auch als Symbol des Schutzes Gottes für die christliche Gemeinschaft gesehen werden kann. Die äußerste Schale wölbt sich über der Tauf-, die mittlere über der Sakramentskapelle.
http://de.wikipedia.org/wiki/Dio_Padre_Misericordioso
Bei der Bunkerkirche St. Sakrament im Düsseldorfer Stadtteil Heerdt handelt es sich um einen ehemaligen Hochbunker aus dem Zweiten Weltkrieg. Das unter Denkmalschutz gestellte Gebäude ist damit ein weltweit einzigartiges Gotteshaus und wurde treffenderweise auch als die „stabilste Kirche der Welt“ gehandelt. Heute ist sie Kirche, Mahnmal und Kunstort in einem.
Als im Jahre 1928 das Kirchengrundstück von der Gemeinde St. Sakrament erworben wurde, konnte zunächst aus Geldmangel keine Kirche gebaut werden. Zwischen 1940 und 1942 wurde das Grundstück dann allerdings von den Nationalsozialisten enteignet, um einen Luftschutzhochbunker zu bauen. Aus „Gründen der Tarnung“ gab man ihm die Form einer Kirche. Die Gemeinde musste solange mit einer angrenzenden Notbaracke als Gotteshaus vorlieb nehmen. Diese fiel allerdings einem Bombenangriff zum Opfer. Der Bunker dagegen hat die mehreren Treffer völlig unbeschadet überstanden.
Nach dem Krieg wurde der Bunker von 1947 bis 1949 dann tatsächlich in eine Kirche umgewandelt. Der bereits als „Ruhrkaplan“ bekannt gewordene Pfarrer Carl Klinkhammer hatte dieses Projekt eingeleitet, nachdem er am 17. Juni 1947 nach St. Sakrament berufen wurde. Dank seines Rufes gelang es ihm durch Vorträge und Predigten eine beträchtliche Summe für sein Vorhaben zu sammeln. So konnte schließlich am 30. Oktober 1949 die Einweihung der Kirche gefeiert werden.
http://de.wikipedia.org/wiki/Bunkerkirche_Sankt_Sakrament
Das ambitionierteste Bauwerk der Gegenwart, das sich an der Hagia Sophia orientiert, ist die Kathedrale des Heiligen Sawa in Belgrad, mit deren Bau 1935 begonnen wurde. Sie wurde 2004 geweiht; die Arbeiten sind noch nicht abgeschlossen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kathedrale_Hl._Sava
Die Grundtvigskirche im Kopenhagener Stadtteil Bispebjerg zählt aufgrund ihrer außergewöhnlichen Bauform zu den bekanntesten Kirchen der Stadt und ist ein seltenes Beispiel eines expressionistischen Gotteshauses mit vornehmlich neugotischen Stilelementen.
Für den Bau der nach dem dänischen Philosophen und Pastor Nikolai Frederik Severin Grundtvig benannten Kirche wurde ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben, der 1913 von Peder Jensen-Klint gewonnen wurde. Die Grundsteinlegung des neuen Gotteshauses erfolgte nach dem Ersten Weltkrieg am 8. September 1921, dem 138. Geburtstag Grundtvigs. Der Kirchturm war bis zum Jahr 1927 fertiggestellt. Im Erdgeschoss des Turmes befand sich eine große Halle, in der bis zur Fertigstellung der Kirche Gottesdienste gefeiert wurden. Die Fertigstellung der Kirche erlebte Peder Klint nicht mehr, nach seinem Tod 1930 übernahm sein Sohn Kaare Klint die Leitung der Baumaßnahmen. Im Jahr 1940 wurde die Grundtvigskirke fertiggestellt und an Grundtvigs 157. Jahrestag geweiht.
Peder Klint schuf mit der Grundtvigskirche eine Synthese der Baukunst. Der Architekt studierte für sein Projekt eine Vielzahl an typischen dänischen Dorfkirchen, von deren traditioneller Bauweise, ihrem Baumaterial und ihrem Schmuck er sich inspirieren ließ. Klint verband die modernen, geometrischen Formen des Backsteinexpressionismus mit den klassischen, aufwärtsstrebenden Linien der Gotik. Durch den Friedhof des Stadtteils Bispebjerg führt eine lange Allee geradewegs zur Kirche und bildet samt der Zufahrt zum Hauptportal mit den symmetrischen Nebengebäuden eine nahezu barocke Sichtachse.
http://de.wikipedia.org/wiki/Grundtvigskirche
Der heutige Bau ist der dritte Kirchenbau an dieser Stelle.
Erster Bau (1647–1750)
Der erste Bau wurde von 1647 bis 1669 von Peter Marquardt und Christoph Corbinus in der Neustadt errichtet, die seit 1625 innerhalb der neuen Wallanlagen entstanden war. 1687 wurde der Michel Hamburgs fünfte Hauptkirche und die Neustadt ein eigenes Kirchspiel.
Am 10. März 1750 gegen 11:00 Uhr wurde die Kirche mit ungewöhnlich lautem Donner vom Blitz getroffen. Rauch und Flammen wurden ab 12:45 Uhr bemerkt. Der Brand konnte nicht mehr gelöscht werden, der Kirchturm brach im Zickzack zusammen. „Der Hauptteil des Turmes fiel auf das Kirchendach und setzte das Gotteshaus in Brand, das dadurch völlig vernichtet wurde.“
Zweiter Bau (1762–1906)
1786 wurde der Neubau nach einem Entwurf von Johann Leonhard Prey und Ernst Georg Sonnin in der heutigen Form abgeschlossen. 1802 nutzte Johann Friedrich Benzenberg den Turm mit Erfolg für Fallexperimente zum Nachweis der Erdrotation und kam damit Léon Foucault mit seinem berühmten Pendelversuch um fast 50 Jahre zuvor. Am 3. Juli 1906 fing der Turm bei Bauarbeiten am Dachstuhl Feuer und brannte vollständig nieder. Auch das Kirchenschiff brannte bis auf die Grundmauern ab.
Dritter Bau (1906–1945)
Über die Art des Wiederaufbaus gab es heftige Diskussionen. In einer Enquete von 1906/07 sprachen sich Cornelius Gurlitt, Fritz Schumacher und Peter Behrens gegen eine Rekonstruktion aus. Trotzdem erfolgte mit Rücksicht auf den Wahrzeichencharakter des „Michel“ und den Wunsch der Bevölkerung eine Wiederherstellung in der alten äußeren Form, allerdings mit Stahl und Beton anstelle der früheren Holzkonstruktion. Die Bauarbeiten dauerten sechs Jahre. Am 19. Oktober 1912 wurde der Michel wiedereröffnet.
Im Zweiten Weltkrieg wurde die gesamte Umgebung durch alliierte Bombenangriffe (Operation Gomorrha) stark zerstört, während die Kirche selbst zunächst fast unbeschädigt blieb. Erst 1944 und 1945 wurde schließlich auch das Hauptschiff getroffen. Die Schäden wurden bis etwa 1952 beseitigt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Hauptkirche_Sankt_Michaelis_(Hamburg)
Die Nationalbasilika des Heiligen Herzens (auch: Nationalbasilika Herz-Jesu, französisch Basilique Nationale du Sacré-Cœur, niederländisch Nationale Basiliek van het Heilig Hart) ist eine Basilika im Art-Deco-Stil, die zwischen den Jahren 1905 und 1970 erbaut wurde. Sie befindet sich auf dem Gebiet der Brüsseler Gemeinde Koekelberg und wird deshalb auch Basilika zu Kuckelberg (französisch Basilique de Koekelberg oder niederländisch Basiliek van Koekelberg) genannt.
Die Basilika wurde unter König Leopold II. zum 75. Jahrestag der Unabhängigkeit Belgiens in Auftrag gegeben und in der ersten Version von dem Architekten Pierre Langerock als neugotische Kathedrale entworfen. Nachdem die Bauarbeiten in der Zeit des Ersten Weltkrieges stillgelegen hatten, wurde 1920 der flämische Architekt Albert Van Huffel mit neuen Entwürfen beauftragt, die unter anderem die Kosten verringern sollten. Die Kirche wurde am 28. Januar 1952 durch Papst Pius XII. zur Basilica minor erhoben.
Die Basilika hat in ihrer heutigen Form eine Länge von 141 m (Hauptschiff) und eine Breite von 107 m (Querschiff). Die Kuppel misst einen Durchmesser von 33 m und gibt der Basilika eine Höhe von 93 m. Somit ist sie die fünftgrößte Kirche der Welt, das weltweit größte Gebäude im Art-Deco-Stil und bietet Platz für rund 2.000 Menschen. Auf 53 m Höhe gibt es eine Aussichtsplattform, die einen Ausblick auf das Brüsseler Zentrum eröffnet.
Am Morgen des 21. Juli, dem Nationalfeiertag Belgiens, wird in der Basilika unter Anwesenheit der königlichen Familie ein Dankgottesdienst mit Te Deum gefeiert, der als Staatsakt alljährlich die Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag einleitet.
http://de.wikipedia.org/wiki/Nationalbasilika_des_Heiligen_Herzens
Der 1894 bis 1905 nach Plänen von Julius Raschdorff in Anlehnung an die italienische Hochrenaissance und den Barock errichtete Dom gehört zu den bedeutendsten protestantischen Kirchenbauten in Deutschland. Das denkmalgeschützte Gebäude besteht aus der zentralen Predigtkirche unter der Kuppel sowie der Tauf- und Traukirche. Das Hauptportal liegt am Lustgarten. In der Gruft des Doms ruhen zahlreiche Mitglieder des Hauses Hohenzollern. Die Kuppelkonstruktion wurde 2007 für die Auszeichnung als Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland nominiert.
http://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Dom
Der ursprüngliche Kirchenbau der Gemeinde geht zurück auf das Programm des Evangelischen Kirchenbauvereins. Auf Anregung Kaiser Wilhelms II. wurde die Bedeutung des Gebäudes um die Facette der Gedenkstätte zu Ehren Wilhelms I. erweitert. Im hierfür ausgeschriebenen Architekturwettbewerb setzte sich Franz Schwechten, der spätere königliche Baurat und Mitglied der Bauakademie durch. Bereits zuvor war Schwechten in Berlin an der Planung des Anhalter Bahnhofs tätig gewesen und hatte sich auch dadurch einen Namen gemacht.
Obwohl offiziell der Kirchenbauverein die Bauträgerschaft innehatte, nahm das amtierende Kaiserpaar des Öfteren Einfluss auf die Ausführung und besuchte die Baustelle auch mehrfach. An der Finanzierung beteiligte sich die kaiserliche Familie jedoch kaum. Die Baukosten von 6,8 Mio. Goldmark wurden hauptsächlich von Einzelpersonen und den deutschen Provinzen aufgebracht. Der Grundstein wurde am 22. März 1891 gelegt, um an den Geburtstag des Namensgebers zu erinnern. Bereits am 1. September 1895, dem damaligen Sedantag, konnte die Einweihung gefeiert werden.
Schwechten, ein gebürtiger Kölner, hatte einen Entwurf im Stil der Neuromanik geliefert, orientiert an den romanischen Kirchen des Rheinlands. Die asymmetrische Ausrichtung im Straßennetz erinnerte an das Bonner Münster, der Chor an die evangelische Marienkirche in Gelnhausen. Viele Details wurden sehr genau übernommen. Die Nachahmung ging so weit, dass für die Fassade Kalksandstein benutzt wurde, der in der Eifel vorkommt und für rheinische Kirchen Verwendung fand, in Brandenburg aber völlig fremd ist.
Das Gebäude mit seinen fünf Türmen wirkte beeindruckend monumental. Der zu Teilen heute noch existierende Hauptturm war mit 71 Metern der höchste der Stadt Charlottenburg. Nach dem Beispiel dieser Kirche wurde die Neuromanik zeitweilig in ganz Deutschland zum beliebten Baustil. Mehrere Gebäude in der direkten Umgebung waren in bewusstem Bezug zur Kirche ebenfalls im neuromanischen Stil erbaut und bildeten das sogenannte „Romanische Forum“. Ein Beispiel davon war das ebenfalls von Schwechten erbaute Romanische Café auf dem Gelände des heutigen Europa-Centers.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kaiser-Wilhelm-Ged%C3%A4chtnis-Kirche
Die Sint Nicolaaskerk (Nikolaikirche) ist eine Römisch-Katholische Kirche im Zentrum von Amsterdam.
Der Architekt Adrianus Bleijs (1842–1912) entwarf die Kirche basierend auf einer Kombination von mehreren historistischen Stilen, insbesondere des Neo-Barock und der Neo-Renaissance.
Sie wurde zwischen 1884 und 1887 erbaut und schließlich am 7. Februar 1887 feierlich eingeweiht. 1999 wurde der Sakralbau im Inneren aufwändig restauriert.
http://de.wikipedia.org/wiki/Sint_Nicolaaskerk
Das heutige Erscheinungsbild der Schlosskirche verdankt sie einer Erneuerung im neogotischen Stil in den Jahren 1883 bis 1892 durch Friedrich Adler. Dabei wurde ihr innerer Kern vollkommen neu nach historischen Aufzeichnungen gestaltet und der Schlosskirchturm errichtet. Am 31. Oktober 1892 wurde die umgestaltete Kirche wieder neu geweiht.
http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Wittenberg
Die Sagrada Família (vollständige Bezeichnung: Temple Expiatori de la Sagrada Família; dt. Sühnekirche der Heiligen Familie) ist eine römisch-katholische Basilika in Barcelona. Der Bau der von Antoni Gaudí im neukatalanischen Stil entworfenen Kirche ist bis heute unvollendet. Er wurde 1882 begonnen und soll nach jüngsten Prognosen 2026 abgeschlossen sein.
Im Jahr 2005 nahm die UNESCO die Geburtsfassade, die Apsisfassade und die Krypta der Sagrada Família als Erweiterung des Weltkulturerbedenkmals Arbeiten von Antoni Gaudí in ihre Liste des Weltkulturerbes auf. Am 7. November 2010 weihte Papst Benedikt XVI. die Kirche und erhob sie zugleich zur päpstlichen Basilica minor.
Die Sagrada Família hat einen kreuzförmigen Grundriss. Das fünfschiffige Langhaus zeigt gegen Süden und misst bis zur Apsis am nördlichen Ende etwa 90 Meter. Es ist 45 Meter breit (Hauptschiff 15 Meter, 4 Seitenschiffe je 7,5 Meter). Das kürzere dreischiffige Querhaus erreicht eine Länge von 60 Metern und eine Breite von 30 Metern (Hauptquerhaus 15 Meter, 2 Seitenschiffe je 7,5 Meter). Um fast die gesamte Kirche herum verläuft ein Kreuzgang. Er beherbergt eine Kapelle, die Mariä Aufnahme in den Himmel gewidmet ist.
Überall an der Kirche finden sich komplexe Verzierungen und dekorative Elemente, wie etwa spindelartige Türme, die einer Sandburg gleichen und deren Dächer von geometrischen Formen gekrönt sind, die vom Kubismus beeinflusst scheinen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Sagrada_Fam%C3%ADlia
Die Kirche wurde von dem russischen Architekten Alexander Pomeranzew errichtet, der auch das Warenhaus GUM in Moskau erbaute. Der Grundstein wurde 1882 gelegt; der eigentliche Bau wurde jedoch primär zwischen 1904 und 1912 vollzogen.[1] Die bulgarisch-orthodoxe Kathedrale im neobyzantinischen Stil befindet sich auf dem Alexander-Newski-Platz im Zentrum der Stadt und ist dem russischen Nationalheiligen Alexander Newski geweiht. Sie wurde zur Erinnerung an Zar Alexander II. und die rund 200.000 russischen Soldaten[2], die bei der Befreiung Bulgariens von der osmanischen Herrschaft im Russisch-Osmanischen Krieg von 1877-78 starben, errichtet.
Die Kathedrale hat fünf Kirchenschiffe und ist im Inneren mit Gold, Mosaiken, Marmor und Holzschnitzereien geschmückt. Die Fenster sind mit Glasmalereien, Wände und Kuppeln mit Fresken versehen. Des Weiteren sind auch Alabaster-Kunstwerke zu sehen. Unter der Kathedrale befindet sich eine Krypta, in der sich ein Ikonen-Museum mit bulgarischen Heiligenbildern aus der Zeit zwischen dem 9. und dem 18. Jahrhundert. Hier befindet sich auch die Poganowo-Ikone.
http://de.wikipedia.org/wiki/Alexander-Newski-Kathedrale_%28Sofia%29
Die Basilika Sacré-Cœur (Herz-Jesu-Basilika) ist eine römisch-katholische Wallfahrtskirche auf dem Hügel von Montmartre in Paris.
Die Kirche im „Zuckerbäckerstil“ wurde im 19. Jahrhundert vom Architekten Paul Abadie begonnen, der sich in einem Wettbewerb gegen 78 Mitbewerber durchgesetzt hatte und dessen Entwurf deutlich durch die Architektur römisch-byzantinischer Kirchen wie der Hagia Sophia und des Markusdoms in Venedig inspiriert wurde. Sacré-Cœur sollte später selbst Vorbild für andere Sakralbauten des 20. Jahrhunderts werden, zum Beispiel für die Theresenbasilika in Lisieux. Abadie verstarb bereits 1884, als der Bau erst begonnen war. Ihm folgten bis zur Fertigstellung sechs Architekten in der Bauleitung nach.
Den Ort hatte zuvor der Erzbischof von Paris und spätere Kardinal Joseph Hippolyte Guibert ausgewählt. Der Grundstein wurde 1875 gelegt, also im selben Jahr, in dem die Verfassung der Dritten Republik in Kraft trat. Dieser symbolische Gehalt war durchaus beabsichtigt. Der Staat unterstützte das Projekt finanziell, nachdem die Nationalversammlung den Neubau zu einem nationalen Projekt erklärt hatte. Die Kirche sollte aber auch dem Gedenken an die französischen Opfer des französisch-preußischen Krieges und der „Abbüßung der Verbrechen der Kommunarden“ dienen. Sie ist auch eine Reaktion auf die Eroberung Roms, der heiligen Stadt, durch die Truppen Viktor Emanuels II. und der „Gefangenschaft“ des Papstes Pius IX. - hierbei spielt das Motiv der Buße für eine angebliche spirituelle Verkommenheit eine Rolle, in der die Honoratioren, die den Bau initiierten, die Ursache für diese beiden Ereignisse sahen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Sacr%C3%A9-C%C5%93ur_de_Montmartre
Mit 20.000 Besucherplätzen (17.000 im oberen Teil und 3.000 in der Krypta) gilt der Mariä-Empfängnis-Dom als die größte, nicht aber höchste, Kirche Österreichs. Die ursprünglich geplante Höhe wurde laut einer verbreiteten, aber unbelegten Legende deshalb nicht bewilligt, da in Österreich-Ungarn kein Gebäude höher sein durfte als der Südturm des Stephansdomes in Wien. Mit 134,8 m ist der Turm des Mariä-Empfängnis-Domes in Linz um rund zwei Meter niedriger als der des Stephansdomes.
Für die Pläne zeichnete der Kölner Diözesanbaumeister Vincenz Statz verantwortlich, der den Neuen Dom als neugotisches Bauwerk ganz im Stil der französischen Hochgotik plante und errichtete.
http://de.wikipedia.org/wiki/Maria-Empf%C3%A4ngnis-Dom
Noch vor den Wiederaufbau 1834 entschieden sich die Mönche die Kapelle zu zerstören und sie durch eine größere zu ersetzten. Unter der Leitung von Igumen (Abt) Jossif wurde der Klosterkomplex schließlich in seiner heutigen Form wiederaufgebaut. Die neue Klosterkirche Sweta Bogorodiza besteht aus zwei Teilen, dem dreischiffigen Naos und dem Narthex, deren Errichtung zeitlich übereinstimmt. Zeitlich lässt sich der Neubau zwei Perioden zusammenfassen: Die erste von 1834 bis 1837, als der Kirchenbau geschaffen wurde; und die zweite, von 1838 bis 1860, als das Interieur fertiggestellt wurde.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Rila
Die von Carl Ludwig Engel entworfene Kirche liegt am Senatsplatz im unmittelbaren Zentrum Helsinkis und ist das bekannteste Wahrzeichen der Stadt. Jährlich wird es von 350.000 Menschen besucht.
Der Dom gehört zum zwischen 1820 und 1850 erbauten klassizistischen Zentrum Helsinkis. Carl Ludwig Engel lieferte bereits 1819 die ersten Pläne für den Dom. Der Bau wurde 1830 begonnen und 1852 fertig gestellt. Zunächst war sie zu Ehren des russischen Zaren Nikolaus I. nach dessen Namenspatron, dem hl. Nikolaus, benannt.
Nachdem Finnland 1917 unabhängig geworden war, wurde der Name in Suurkirkko („Großkirche“) geändert. Nach der Gründung des Bistums Helsinki 1959 wurde die Kirche zum Dom von Helsinki.
Der klassizistische Dom ist eine Kreuzkuppelkirche mit einem Grundriss in Form eines griechischen Kreuzes. Engel wählte diese Form, da der Dom von allen Seiten zu sehen sein würde. Daran wird deutlich, dass Engel sich von der orthodoxen Architektur in Russland inspirieren ließ, da in Sankt Petersburg gerade die Isaakskathedrale von Auguste de Montferrand errichtet wurde, orientierte Engel sich an ihr. Die zentrale Kuppel und die korinthischen Säulen mit den Giebeldreiecken an den Enden des Kreuzes dominieren den äußeren Eindruck. Der Dom steht auf einem steinernen Fundament, auf dessen zum Senatsplatz zugewandten Seite sich ursprünglich ein Wachthaus befand. Dieses wurde 1839 gegen den Willen Engels durch eine monumentale Treppe ersetzt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Dom_Helsinki
Die Ludwigskirche im Saarbrücker Stadtteil Alt-Saarbrücken ist eine evangelische Kirche im Barockstil. Sie ist das Wahrzeichen der Stadt und gilt neben der Dresdner Frauenkirche und dem Hamburger „Michel“ als einer der bedeutendsten evangelischen barocken Kirchenbauten Deutschlands.
Die Ludwigskirche sowie der sie umgebende Ludwigsplatz wurden von Friedrich Joachim Stengel im Auftrag von Fürst Wilhelm Heinrich von Nassau-Saarbrücken als „Gesamtkunstwerk“ im Sinne einer barocken place royale entworfen. Der Bau begann im Jahr 1762. Nach dem Tod Wilhelm Heinrichs im Jahr 1768 wurden die Arbeiten wegen Geldmangels eingestellt. Erst 1775 wurde die Kirche durch seinen Sohn Ludwig fertiggestellt, nach dem sie auch benannt wurde (und nicht nach Ludwig dem Heiligen, worauf fehlerhafte, jedoch gebräuchliche Übersetzungen wie église St. Louis oder St. Louis church hindeuten). Die Einweihung fand am 25. August 1775 mit einem feierlichen Gottesdienst und einer eigens zu diesem Anlass komponierten Kantate statt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ludwigskirche_%28Saarbr%C3%BCcken%29
Die Stiftskirche St. Gallen (eigentlich Stiftskirche St. Gallus und Otmar) ist ein römisch-katholischer Kirchenbau in der Stadt St. Gallen in der Schweiz. Sie dient dem Bistum St. Gallen als Kathedrale und war seit ihrer Erbauung zwischen 1755 und 1766 bis 1805 die Kirche des Klosters St. Gallen. Die Stiftskirche wurde zusammen mit dem Stiftsbezirk 1983 als UNESCO-Welterbe in die Liste der schützenswerten Weltkulturgüter aufgenommen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Stiftskirche_St._Gallen
Erbaut wurde die Wieskirche von 1745 bis 1754 von den Brüdern Johann Baptist und Dominikus Zimmermann. Die Wallfahrtskirche ist dem Gegeißelten Heiland geweiht, einer Statue, die 1730 von Pater Magnus Straub und Bruder Lukas Schweiger im oberbayrischen Kloster Steingaden gefertigt wurde. Ihren Ursprung nahm die Wallfahrt in die Wies am 14. Juni 1738, als die Bäuerin Maria Lory in den Augen einer ihr übergebenen Figur des „Gegeißelten Heilands“ einige Tropfen sah, die sie für Tränen hielt. Schnell führten Gebetserhörungen und kleinere Wallfahrten zum Bildnis des Heilands zum Bau einer kleinen Feldkapelle.
http://de.wikipedia.org/wiki/Wieskirche
Die Karlskirche ist eine römisch-katholische Pfarrkirche im 4. Wiener Gemeindebezirk Wieden. Sie liegt an der Südseite des zentrumsnahen Karlsplatzes und ist einer der bedeutendsten barocken Kirchenbauten nördlich der Alpen und eines der Wahrzeichen Wiens.
1713, im Jahr nach der letzten großen Pestepidemie, gelobte Kaiser Karl VI., eine Kirche für seinen Namenspatron Karl Borromäus zu bauen, der auch als Pestheiliger gilt. Es wurde ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben, bei dem sich Johann Bernhard Fischer von Erlach unter anderem gegen Ferdinando Galli-Bibiena und Johann Lukas von Hildebrandt durchsetzen konnte.
1715 ergingen erste Steinmetzaufträge an die Meister Hans Georg Haresleben und Elias Hügel in Kaisersteinbruch und Andreas Steinböck in Eggenburg. 1716 erfolgte die Grundsteinlegung. Aufgrund des Todes von Haresleben im selben Jahr leitete Hügel alleine die Steinmetzarbeiten und wurde Mitarbeiter von Fischer von Erlach. Mit Hügel arbeiteten in Kameradschaft die Mitmeister Johann Baptist Kral, Simon Sasslaber und Johann Sebastian Hillebrand.
http://de.wikipedia.org/wiki/Karlskirche_Wien
Die Basilika St. Martin und Oswald ist die 1724 geweihte frühere Stiftskirche der Reichsabtei Weingarten in Weingarten im Landkreis Ravensburg in Oberschwaben.
Der Grundstein der Barockkirche wurde am 22. August 1715 gelegt. Sie ersetzte die romanische Kirche des Benediktinerklosters. Der Neubau wurde während der Amtszeit von Reichsabt Sebastian Hyller am 10. September 1724 durch den Fürstbischof von Konstanz Johann Franz Schenk von Stauffenberg den Kirchenpatronen St. Martin und St. Oswald geweiht.
Die Kirche ist mit einer Kuppelhöhe von 67 Metern und einer Länge von 102 Metern das größte barocke Kirchenbauwerk in Deutschland und nördlich der Alpen. Abt Hyller wählte bewusst für den Neubau der Kirche nahezu die hälftigen Ausmaße des Petersdoms in Rom.
Seit der Auflösung der Benediktinerreichsabtei 1803 dient die Kirche als Pfarrkirche der katholischen Pfarrei St. Martin.
Ab 1922 war sie zugleich Klosterkirche des neu besiedelten Benediktinerklosters Weingarten (bis zur Auflösung dieser Abtei 2010).
http://de.wikipedia.org/wiki/St._Martin_%28Weingarten%29
Die Holzkirchen von Kischi Pogost befinden sich auf der Insel Kischi im westlichen Teil des Onegasees in Russland. Die im Jahre 1714 erbaute, 35 m hohe Verklärungskirche, die von 22 Zwiebeltürmen bekrönt und von 30.000 Schindeln aus Espenholz gedeckt wird, gilt als der kühnste erhaltene Holzbau Russlands, bei dem kein Nagel verwandt wurde. Sie ist Nachfolger einer abgebrannten Kirche und heute die einzige erhaltene Mehrkuppelkirche der Welt in Holzbauweise. Nach lokaler Legende soll die Kirche das Werk des legendären Baumeisters Nestor sein, der nach Vollendung seine Axt in den Onegasee geschleudert haben soll, damit nie mehr so ein prächtiger Bau entsteht. Die Verklärungskirche wird derzeit rekonstruiert und soll erst zum 300. Jubiläum im Jahre 2014 wieder eröffnet werden.
http://de.wikipedia.org/wiki/Holzkirchen_von_Kischi_Pogost
Der Dom St. Salvator zu Fulda (im Volksmund: Hoher Dom zu Fulda) ist die ehemalige Abteikirche des Klosters Fulda und Grabeskirche des heiligen Bonifatius. Seit 1752 ist der Dom Kathedralkirche des Bistums Fulda. Er stellt den Mittelpunkt des Fuldaer Barockviertels dar und ist zugleich das Wahrzeichen der Stadt Fulda.
Die Pläne des Doms wurden im Jahr 1700 von einem der bedeutendsten deutschen Barockbaumeister Johann Dientzenhofer (1663–1726), der nach einer Studienreise nach Rom 1699 vom Papst als Baumeister empfohlen wurde, im Auftrag von Fürstabt Adalbert von Schleifras angefertigt. Der Dom zu Fulda mit der bewussten Anlehnung seines inneren Systems an den Petersdom ist ein künstlerischer Beweis für Dientzenhofers Studienreise. Der Vorgängerbau, die Ratgarbasilika, einst größte Basilika nördlich der Alpen, wurde zugunsten des neuen Doms niedergelegt, ehe am 23. April 1704 der Bau im aktuellen barocken Stil begann. Dabei wurden zum Teil die Fundamente der Ratgarbasilika genutzt. 1707 wurde der Rohbau fertiggestellt, 1708 eingedeckt und bis 1712 im Inneren ausgestaltet. Am 15. August 1712 wurde der Dom geweiht. Auf der von Fürstabt Adalbert von Schleifras gesetzten Weihegedenktafel an der Fassade ist nur Christus Salvator als Titel der Kirche angegeben. Der barocke Neubau diente als Abteikirche der Benediktiner und Grabeskirche des heiligen Bonifatius und wurde erst 1752 in den Rang einer Kathedrale erhoben.
http://de.wikipedia.org/wiki/Fuldaer_Dom
Die Planung der heutigen Kirche begann 1647, der Baubeginn aus Geldmangel allerdings erst 1694. 1755 wurde die Kirche eingeweiht, die Fassade und die beiden Türme waren noch nicht fertig.
Obwohl die Kathedrale während des Barock gebaut wurde, errichtete man sie im Stil der Renaissance. Demzufolge sind die Bögen in Maueröffnungen und Arkaden halbkreisförmig. Die Kapitelle von Pfeilern und Säulen sind den altgriechischen nachempfunden (dorisch, ionisch und korinthisch). Weitere Merkmale dieses Baustils sind die unbunten hohen Fenster, damit mehr Licht ins Kircheninnere dringen konnte. Farbige Fenster kamen Mitte des 19. Jahrhunderts in die Kathedrale. Auch die unverkleideten, von unten sichtbaren Kuppeln sind typisch für die Renaissance.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kathedrale_Notre-Dame_von_Dax_%28Landes%29
Der Invalidendom (frz. Dôme des Invalides oder Église du Dôme) ist ein in den Jahren von 1679 bis 1708 unter der Bezeichnung Chapelle royale des Invalides nach Plänen von Jules Hardouin-Mansart im klassizistischen Barockstil errichteter und dem Heiligen Ludwig geweihter Kuppelbau im 7. Arrondissement in Paris. Er ist Teil des von König Ludwig XIV. zur Aufnahme und Versorgung von Kriegsversehrten in Auftrag gegebenen Hôtel des Invalides. Per Gesetz vom 10. Juni 1840 wurde der Umbau des Gebäudes zum Grabmal Napoleons angeordnet.
Der von dem „falschen Freund“ dôme (frz. Kuppel) hergeleitete deutsche Name Invalidendom suggeriert irreführenderweise, dass es sich um eine Kathedrale handelt und führt zu häufigen Verwechselungen mit der ebenfalls dem Heiligen Ludwig geweihten und zum Invalidenheim gehörenden Cathédrale Saint-Louis-des-Invalides.
Seit dem frühen 19. Jahrhundert ist der an den Zentralbau nördlich anschließende Longitudinalbau eine eigenständige, durch eine große Glaswand abgegrenzte Kirche mit dem Namen Eglise des soldats. Ursprünglich war dieser Raum als choeur des pensionnaires der Bereich der Invaliden, eine Bauidee, die auf die Mönchschöre frühneuzeitlicher Klosterkirchen zurückgeht. Von hier aus verfolgten die Heiminsassen den Gottesdienst, das Betreten des Kuppelraumes war ihnen untersagt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Invalidendom
Der Dom St. Stephan in Passau ist eine von 1668 an wiedererbaute barocke Bischofskirche. Sie ist Bischofssitz und Hauptkirche des Bistums Passau. Der Dom ist auf der höchsten Erhebung der Altstadt zwischen den Flüssen Inn und Donau, 13 m über der Donau und 303 m über dem Meer, erbaut worden. Der Passauer Dom ist einer der größten Dome mit dem größten barocken Kircheninnenraum nördlich der Alpen.
Der heutige etwa 100 m lange barocke Bau entstand von 1668 bis 1693 nach einem Brand im Jahr 1662. Der im Frühjahr 1664 gewählte neue Fürstbischof Wenzeslaus Graf Thun (1664-1673) stand vor der Aufgabe, den Wiederaufbau einzuleiten. Von den früheren Bauten ist nur der spätgotische Ostteil erhalten.
http://de.wikipedia.org/wiki/Stephansdom_%28Passau%29
Die St Paul’s Cathedral ist eine Kathedrale in London, der Hauptstadt Großbritanniens. Sie liegt im Stadtbezirk City of London etwa 300 m nördlich der Themse und ist Sitz der Diözese London der Anglikanischen Kirche. Die St.-Pauls-Kathedrale gehört zu den größten Kathedralen der Welt, neben der Westminster Abbey gilt sie außerdem als die bekannteste Kirche der britischen Hauptstadt. Bei dem heutigen Gebäude handelt es sich um einen Neubau, der nach 1666 anstelle der im Großen Brand von London zerstörten alten St.-Pauls-Kathedrale errichtet wurde.
http://de.wikipedia.org/wiki/St_Paul%E2%80%99s_Cathedral
Die evangelische Friedenskirche „Zum Heiligen Geist“ (polnisch Kościół Pokoju p.w. Świętego Ducha) in Jawor (deutsch Jauer) gehört zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten in Schlesien. Sie befindet sich seit dem Jahre 2001 auf der Welterbe-Liste der UNESCO.
Zu den Beschlüssen des Westfälischen Friedens im Jahr 1648 gehörte die Erlaubnis für die schlesischen Protestanten, drei Kirchen zu bauen: in Glogau, Jauer und Schweidnitz. Allerdings musste eine ganze Reihe von Bedingungen erfüllt werden: Steine und Ziegel waren als Baumaterial verboten, es durften nur Holz, Lehm und Stroh verwendet werden. Die Kirchen mit Türmen oder Glocken zu versehen war ebenfalls nicht gestattet. Als Standorte kamen nur unattraktive Plätze außerhalb der Stadtmauern in Frage. Die Gebäude mussten innerhalb eines Jahres fertiggestellt werden. Die Baukosten hatten die Gemeinden zu tragen.
Die Kirche in Jawor wurde in den Jahren 1654 bis 1655 nach einem Entwurf des Breslauer Architekten Albrecht von Saebisch (1610–1688) gebaut. Die Länge beträgt 43,5 m, die Breite 14 m, die Höhe 15,7 m, die Fläche ca. 1180 m². Die Kirche fasst ca. 5.500 Personen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Friedenskirche_%28Jawor%29
Sant’Ivo alla Sapienza ist eine barocke Kirche in Rom, erbaut 1642–1664 von Francesco Borromini. Sie ist dem Heiligen Ivo geweiht, dem Schutzpatron der Juristen, und liegt am Corso del Rinascimento östlich der Piazza Navona. Die einzigartige architektonische Gestaltung dieses Zentralbaus sowie seine komplexe concettistische Symbolik machen ihn zu einer der originellsten und schönsten Kirchen in Rom.
http://de.wikipedia.org/wiki/Sant%E2%80%99Ivo_alla_Sapienza
Am 4. September 1576 gelobte der Senat von Venedig den Bau einer Kirche zu Ehren des Erlösers (it. Il Redentore), wenn die Stadt von der Pest erlöst würde, an der etwa ein Viertel der damaligen Bevölkerung Venedigs, fast 50 000 Menschen, starben. Im selben Jahr entwarf Andrea Palladio, der zu dieser Zeit mit der Errichtung von San Giorgio Maggiore befasst war, die Baupläne. Am 3. Mai 1577 wurde der Grundstein gelegt und am 21. Mai desselben Jahres fand die erste feierliche Prozession über eine Schiffsbrücke, die von der Piazzetta aus über den Canal della Giudecca geschlagen wurde, zu dem provisorisch eingerichteten Altar auf der Baustelle statt. Im Sommer desselben Jahres war die Pest aus der Stadt verschwunden. Ab 1580, dem Todesjahr Palladios, wurde der Bau unter Antonio da Ponte weitergeführt und 1592 eingeweiht.
http://de.wikipedia.org/wiki/Il_Redentore
Die Basilika Santa Maria degli Angeli (dt.: Unsere Liebe Frau von den Engeln) liegt unterhalb von Assisi in Mittelitalien.
Sie gilt als eine der größten Kirchen der Christenheit. In dieser Kirche fand zweimal, 1986 und 2002, das Weltgebetstreffen vieler Führer der großer Religionen statt.
Erbaut wurde die Kirche auf Geheiß des Papstes Pius V. zwischen 1569 und 1679 nach einem Entwurf von 1568 des Architekten Galeazzo Alessi aus Perugia um die kleine Kapelle Portiunkula herum, in der der heilige Franziskus im Jahre 1208 die franziskanische Bewegung gegründet hatte und in der er gestorben war. Die Kapelle war für den Besuch der Tausende von Ordensmitgliedern (5000 trafen sich dort allein im Jahre 1221 beim Jahreskapitel des Ordens) und für die unzähligen Pilger viel zu klein. Von Papst Pius X. wurde die Kirche 1909 zur Patriarchalbasilika mit Papstkapelle (Capella Papalis) erhoben und ihr Titel bestätigt: Haupt und Mutter aller Kirchen des ganzen Ordens der Minderbrüder.
http://de.wikipedia.org/wiki/Santa_Maria_degli_Angeli_(Assisi)
Die Basilius-Kathedrale, eigentlich: Kathedrale Basilius des Seligen (russ. Храм Василия Блаженного), ist der inoffizielle Name der Mariä-Schutz-und-Fürbitte-Kathedrale am Graben (Собор покрова Богородицы на рву) in der russischen Hauptstadt Moskau. Die am südlichen Ende des Roten Platzes stehende Kathedrale gilt als eines der Wahrzeichen Moskaus.
Die Geschichte der Kathedrale beginnt im Jahre 1552 mit dem Errichten der Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit zu Ehren des Sieges des russischen Heeres über die Tataren (genauer: das Khanat Kasan). Schon drei Jahre später, 1555, wurde die aus Holz gebaute Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit abgetragen. An ihrer Stelle wurde anschließend im Auftrag des Zaren Iwan IV. (Beinamen: „Der Schreckliche“) die Basilius-Kathedrale errichtet.
Nach einigen Quellen hieß der alleinige Architekt des Bauwerks Postnik Jakowlew (russisch Постник Яковлев); nach anderen stand ihm der Architekt Barma (russisch Барма) zur Seite.
Der Legende nach stellte Iwan der Schreckliche nach Vollendung des Baus (1561) dem Architekten die Frage, ob er in der Lage wäre, nochmals eine so schöne Kathedrale zu bauen. Dieser antwortete, er könne eine noch viel schönere Kathedrale errichten. Daraufhin soll der Zar ihm die Augen haben ausstechen lassen, auf dass dieser nicht anderswo etwas von vergleichbarer Schönheit errichten könnte. Die Legende ist allerdings frei erfunden, da Postnik Jakowlew später nachweislich viele Bauten in mehreren Städten errichtete, und auch die Kapelle zu Ehren des Basilius des Seligen wurde vier Jahre nach Iwans Tod von Postnik Jakowlew selbst dazugebaut.
http://de.wikipedia.org/wiki/Basilius-Kathedrale
Die Erzengel-Michael-Kathedrale (russ. Архангельский собор, Transliteration Archangel'skij sobor) ist eine der Kathedralen im Kreml in Moskau. Sie wurde in den Jahren 1505–08 erbaut und prägt neben den beiden benachbarten Kathedralen – der Mariä-Entschlafens- und der Mariä-Verkündigungs-Kathedrale – das architektonische Bild des Mittelpunkts der Festung, des Kathedralenplatzes. Bekannt ist die Erzengel-Michael-Kathedrale unter anderem dadurch, dass in ihr fast alle russischen Zaren vor Peter dem Großen begraben liegen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Erzengel-Michael-Kathedrale_%28Moskau%29
Das Mosteiro dos Jerónimos ("Hieronymus-Kloster") ist ein Bauwerk in Lissabon (Portugal), genauer im Stadtteil Belém. Er gilt als bedeutendster Bau der Manuelinik (Manuel I., 1495–1521), einer portugiesischen Variante der Spätgotik, die auch einige Elemente der Renaissance enthält.
Das Kloster wurde von Manuel I. in Auftrag gegeben, kurz nachdem Vasco da Gama von seiner ersten Indienreise zurückgekehrt war. Der Bau wurde zu großen Teilen durch die nun sprudelnden Einnahmen des Überseehandels finanziert. Im Jahre 1502 wurden die Arbeiten aufgenommen, die von zahlreichen Architekten und Baumeistern begleitet wurden, unter ihnen Diogo Boitaca (Planung und Ausführung) und João de Castilho (Logistik). Der Bau wurde im Jahre 1544 fertiggestellt. Während der Herrschaft König Johanns III. wurde das Kloster um den Chor erweitert.
Das Kloster beherbergte bis 1834 den Orden des Heiligen Hieronimus, die dem Kloster auch den Namen gaben. Das Gebäude überstand das Erdbeben von 1755 ohne größere Schäden, wurde aber durch die Truppen Napoleon Bonapartes Anfang des 19. Jahrhunderts verwüstet.
Im Jahre 1983 wurde das Mosteiro dos Jerónimos von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Mosteiro_dos_Jer%C3%B3nimos
Die St.-Annen-Kirche in Annaberg-Buchholz ist eine Hallenkirche an der Schwelle zwischen Spätgotik und Renaissance und mit 65 Metern Länge und 40 Metern Breite die größte reine Hallenkirche der Spätgotik in Sachsen. Der Turm ist 78 Meter, der Innenraum der Kirche 28 Meter hoch. Sie ist das Wahrzeichen der Stadt und weithin sichtbar. Die Sankt-Annen-Kirche wurde ursprünglich ab 1499 als katholisches Gotteshaus errichtet, wurde aber 1539 evangelisch-lutherisch.
http://de.wikipedia.org/wiki/St._Annenkirche_(Annaberg-Buchholz)
Der dreischiffige spätgotische Backsteinbau mit umlaufendem Kapellenkranz ist 109 m lang, 40 m breit und 37 m hoch. Entgegen einer weit verbreiteten Legende, die besagt, dass die beiden Türme mit ihren charakteristischen Hauben sich um genau einen Meter in der Höhe unterscheiden, sind diese fast gleich hoch: der Nordturm misst 98,57 Meter, der Südturm dagegen nur 98,45 Meter. Da die Stadtverwaltung im Stadtzentrum innerhalb des Mittleren Rings keine Gebäude mit einer Höhe von über 100 Metern erlaubt, und auch außerhalb dieses Rings seit November 2004 vorläufig keine höheren Gebäude im Stadtgebiet mehr gebaut werden dürfen, sind die Türme weithin sichtbar. Der Südturm kann bestiegen werden und bietet einen einmaligen Blick auf München und die nahen Alpen.
Die Kirche bietet etwa 20.000 stehenden Menschen Platz, was erstaunlich ist, wenn man bedenkt, dass die Stadt zur Bauzeit im ausgehenden 15. Jahrhundert nur etwa 13.000 Einwohner hatte. Dennoch wirkt der Innenraum für seine Größe keineswegs erdrückend, weil er durch 22 zweireihig angeordnete hohe Achteckpfeiler geschickt gegliedert ist. Vom Hauptportal aus gesehen scheinen die Säulenreihen durchlichtete „Wände“ zwischen den mit Sterngewölben versehenen Schiffen aufzurichten. Zur Raumwirkung der Kirche gibt es eine Sage, die verbunden ist mit einem Fußabdruck in einer quadratischen Bodenplatte im Eingangsbereich des Kirchenschiffs, dem sogenannten Teufelstritt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Frauenkirche_%28M%C3%BCnchen%29
Um 1180 entstand in dem noch jungen, durch Silberfunde sich schnell entwickelnden Ort Freiberg die romanische Basilika Unserer Lieben Frauen. Die Pfarrkirche erhielt mit der spätromanischen Triumphkreuzgruppe, auch Kreuzigungsgruppe genannt (um 1225), und der Goldenen Pforte (um 1230) schon frühzeitig zwei sehr bedeutende, noch heute erhaltene Kunstwerke. Im Jahre 1480 erhob Papst Sixtus IV. die Pfarrkirche zum Kollegiatstift. Jedoch schon nach nur 57 Jahren wurde das Kollegiatstift im Zuge der Reformation in Sachsen aufgelöst.
Die Kirche wurde während eines großen Stadtbrandes 1484 fast völlig zerstört. Triumphkreuzgruppe, Goldene Pforte und Teile des Chores blieben erhalten. An gleicher Stelle erfolgte der Neuaufbau des Domes St. Marien als dreischiffige spätgotische Hallenkirche.
http://de.wikipedia.org/wiki/Freiberger_Dom
Die Kathedrale von Nantes gehört nicht zu den bekanntesten ihrer Bauart in Frankreich. Dies hängt zum einen damit zusammen, dass sie deutlich außerhalb des klassischen Kathedralen-Gebietes liegt (Île de France, Picardie, Champagne), und zum zweiten daran, dass sie in einer Zeit entstanden ist, welche auch innerhalb der Kunstgeschichte wenig beachtet wird, der französischen Spätgotik, dem Flamboyant-Stil. Dennoch ist das Bauwerk in mehrerer Hinsicht beachtenswert und zählt zu den besten Werken dieser Zeit. Die Kathedrale von Nantes besitzt das nach den Kathedralen von Amiens und der Kathedrale von Beauvais höchste Gewölbe in Frankreich. Es ist über 38 m hoch.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kathedrale_von_Nantes
Effeltrich ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Forchheim. Der Ort besitzt eine Wehrkirche aus dem Mittelalter, die als 'Kirchenburg' bekannt ist und dem heiligen Georg geweiht ist.
http://de.wikipedia.org/wiki/Effeltrich
Die Kathedrale des Heiligen Jakob (kroat. Katedrala svetog Jakova) ist das bedeutendste Bauwerk von Šibenik in der kroatischen Gespanschaft Šibenik-Knin und das bedeutendste Renaissancebauwerk Dalmatiens.
Die Bauarbeiten begannen im Jahr 1431. Der dalmatinische Baumeister Juraj Dalmatinac legte einen italienischen Grundplan der dreischiffigen Basilika mit Apsiden und Vierungskuppel zugrunde. Unter seiner Bauhoheit wurden die Seitenschiffe bis zur Scheitelhöhe errichtet, danach auch das Baptisterium mit den Apsiden. Diese enthalten außen am Ringgesims die sog. „Bürgerköpfe“. Ab 1477 war es Niccolo Fiorentino, der den Bau weiterführte. Er ließ die Seitenschiffe fertig stellen und baute den Deckenabschluss, ein Tonnengewölbe aus freitragenden Steinplatten. Er ließ über dem Querschiff zudem die Kuppel und den Abschluss der Kirche nach Westen hin errichten. Ab 1505 waren Bartolomeo del Mestre und Giacomo del Mestre die Baumeister an der Kathedrale, die sie vollendeten. Unterstützt wurden sie vom Dalmatiner Ivan Mastičević, der die Fassadenrosette fertigte.
Vollendet wurde die Kathedrale im Jahr 1535. Die Einweihung fand 1555 statt. 1895 wurde die Kirche durch Papst Leo XIII. zur Basilica minor ernannt.
Die Kirchenfassade verweist mit der dreiblättriger Kleeblattform des Giebels auf die Dreifaltigkeit. Eine ähnliche Gestaltung findet sich an der Kathedrale Sv. Stjepan in Hvar, die aus der gleichen Zeit stammt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kathedrale_des_Heiligen_Jakob_%28%C5%A0ibenik%29
Auf der Stelle, an dem das Münster entstehen sollte, befand sich vorher bereits eine hölzerne Kirche. Im Jahr 1407 wurde die Stadt Ingolstadt in zwei Pfarreien geteilt, daraus resultierte auch der Namen der später erbauten Oberen Pfarr.
Im Jahre 1425 schließlich begann der Bau der Kirche, finanziert von einer Stiftung des Wittelsbacher Herzogs Ludwig VII., geplant als seine Grabkirche. Diesen Zweck erfüllte sie allerdings nie, da Herzog Ludwig in Gefangenschaft starb und im Kloster Raitenhaslach begraben wurde. Im Jahre 1438 stiftete er der Kirche noch ein wertvolles Marienbildnis, das 1801 zerstört wurde. Dieses Marienbildnis war Namensgeber für die Kirche, die danach den Namen Zur Schönen Unserer Lieben Frau trug. Im Jahre 1441 stiftete Ludwig noch einen Armenkonvent von 1000 Armen, die im Gegenzug für Geld und Essen für seine Seele beten sollten. Zu der Aufstellung des Armenkonvents kam es allerdings nie. Im Jahre 1525, 100 Jahre nach dem Baubeginn, wurde das Münster fertiggestellt.
http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCnster_Zur_Sch%C3%B6nen_Unserer_Lieben_Frau_%28Ingolstadt%29
Das Berner Münster war im Spätmittelalter dem Hl. Vinzenz von Saragossa geweiht und ist die größte und wichtigste spätmittelalterliche Kirche der Schweiz. Es wurde im Stil der Gotik erbaut und gehört zu jenen gotischen Kirchen, die erst im 19. Jahrhundert nach Aufkommen des Historismus vollendet werden konnten.
Der Grundstein zu dem unter dem Patrozinium des Vinzenz von Saragossa stehenden Münster wurde 1421 gelegt. Zuvor hatte dort schon die Leutkirche gestanden, eine bei der zähringischen Stadtgründung um 1190 errichtete und 1276 neu erbaute romanische Kapelle. Das Münster wurde im Uhrzeigersinn um die alte Leutkirche herumgebaut. Das Münster wurde bis auf den oberen Teil der Turms aus Berner Sandstein erbaut.
Bauherren des Münsters waren die Stadt Bern und der Deutsche Orden. Die Kapellen und die Chorfenster wurden durch wohlhabende Berner Familien, Gesellschaften und Bruderschaften finanziert.
http://de.wikipedia.org/wiki/Berner_M%C3%BCnster
Die Landshuter Stadtpfarr- und Kollegiatstiftskirche St. Martin und Kastulus (Basilica minor) wurde von Baumeister Hans Krumenauer um 1385 als Hallenkirche begonnen und unter maßgeblicher Beteiligung des Hans von Burghausen bis um das Jahr 1500 fertiggestellt. Mit ihrer außergewöhnlichen, über die Maße vertikalisierten Architektur, in der sich Elemente von Hoch- und Spätgotik verbinden, gehört die Kirche zu den bedeutendsten Monumentalbauten der Gotik in Süddeutschland. Der Turm ist mit 130,6 Metern der höchste Backsteinturm der Welt sowie der höchste Kirchturm Bayerns.
http://de.wikipedia.org/wiki/Martinskirche_(Landshut)
Die St.-Marien-Kirche in Stralsund ist eine dreischiffige Kirche mit Querhaus, westlichem Pseudoquerhaus, Chorumgang und Kapellenkranz. Die Basilika am Neuen Markt wurde im Jahr 1298 erstmals erwähnt. Sie ist die größte Pfarrkirche der Hansestadt Stralsund. Das Gotteshaus gilt als ein Meisterwerk der Spätgotik im mitteleuropäischen Raum. Es war von 1625 bis 1647 das weltweit höchste Gebäude.
St. Marien von Stralsund ist nach der Lüneburger Nikolaikirche die jüngste gotische Basilika in Backsteinbauweise im nordischen Raum.
Sie wurde nach dem Vorbild der Lübecker Marienkirche erbaut. Allerdings wurden viele und wichtige Elemente dem architektonischen Zeitgeist der Spätgotik angepasst. So sind die Strebebögen unter den Dächern der Seitenschiffe verborgen. Auch die für den gotischen Baustil typischen Strebepfeiler sind bis auf wenige Ausnahmen nicht vorhanden. Dadurch präsentiert sich der Bau in einer ungewohnten Klarheit. Auch die schlichte, aber originelle Ausführung des Chors, mit seinen zum Teil halben Fenstern im Chorumgang, das monumentale Querhaus und nicht zuletzt der außergewöhnliche Westbau schaffen etwas mehr Distanz zum Vorbild in Lübeck, als es bei konservativeren Nachfolgebauten jener Kirche der Fall ist.
http://de.wikipedia.org/wiki/Marienkirche_%28Stralsund%29
Die Kirche St. Nikolai von Wismar wurde von 1381 bis 1487 als Kirche der Seefahrer und Fischer erbaut. Sie gilt als Meisterwerk der Spätgotik im nordeuropäischen Raum. Die Nikolaikirche ist als Teil der Wismarer Altstadt seit 2002 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes verzeichnet.
Das Bauwerk ist eine dreischiffige Basilika mit Einsatzkapellen, Chorumgang und Kapellenkranz und wurde im Stil der norddeutschen Backsteingotik errichtet. Sowohl dem nördlichen als auch dem südlichen Seitenschiff gliedern sich querhausartige Vorhallen an, die jedoch nicht direkt mit dem Hauptschiff verbunden sind und auch nicht dessen Höhe erreichen. Der Bau orientiert sich im Wesentlichen an der Ratskirche St. Marien von Wismar, die ebenso wie St. Nikolai die Urform der Lübecker Marienkirche aufgreift.
Der ursprüngliche Turm hatte eine Höhe von 120 m. Am 8. Dezember 1703 zerstörte ein Sturm den Spitzhelm des Turms. Teile des Spitzhelmes durchschlugen das Dach des Hauptschiffes und richteten große Zerstörungen an der Inneneinrichtung an. Erst 1867 war die Kirche wieder hergestellt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaikirche_%28Wismar%29
Die Große oder St.-Bavo-Kirche (niederländisch Grote of Sint-Bavokerk) ist eine dreischiffige Kreuzkirche, erbaut zwischen 1370 und 1520. Sie ist die größte Kirche der niederländischen Stadt Haarlem. Sie wurde ursprünglich im 15. Jahrhundert als katholische Kathedrale im Stil der Gotik erbaut. Namenspatron der Kirche ist der Heilige Bavo. 1578 wurde an der Kirche die Reformation eingeführt, sie ist heute evangelisch-unierte Pfarrkirche. Das Gebäude wurde zum Rijksmonument erklärt.
Der Mittelturm ist aus statischen Gründen ein mit Bleischindeln gedeckter Holzturm. Der wegen Überlastung der Säulen zwischen 1514 und 1517 abgetragene Steinturm ziert heute die Bakenesserkirche.
Bis zum Jahr 1831 wurden Beerdigungen im Kirchenraum abgehalten. Unter anderem liegt der bedeutende niederländische Maler Frans Hals hier begraben.
http://de.wikipedia.org/wiki/St.-Bavo-Kirche_%28Haarlem%29
Die Kirche des Propheten Elias (griechisch Ναός Προφήτη Ηλία) ist eine byzantinische Kirche aus der Zeit der Paläologen in Thessaloniki.
Einige Forscher nehmen an, dass es sich bei der Eliaskirche um die Klosterkirche des Klosters Néa Moní handelt, andere identifizieren sie als Kirche des Akapníou-Klosters. Nach der Umwandlung in eine Moschee wurde sie als Saraylı Camii bezeichnet. Die Bezeichnung als Eliaskirche ist neueren Datums. In den Jahren 1956 bis 1961 erfolgten Rekonstruktionen, bei denen die "gewaltigen äußeren Stützpfeiler" entfernt wurden.
Die überkuppelte Dreikonchenanlage vom Athostyp und vier kleinen Kuppeln über den Eckräumen in den Zwickeln der Konchen ist in Thessaloniki einmalig. Die große Kuppel hat einen Durchmesser von 5,5 Meter. Die drei Arme des Naos sind durch polygonale Apsiden geschlossen, die an der Außenseite durch Fenster und Blendarkaden in zwei Geschosse gegliedert sind. Im Westen schließt sich ein fast quadratischer Narthex an, dessen Kreuzgewölbe von vier Säulen gestützt werdenm und dem eine offene Halle vorgelegt ist. Das Mauerwerk aus Quadern und Ziegellagen entspricht nicht dem in Thessaloniki üblichen, sondern weist auf den Kirchenbau in Konstantinopel.
Im Narthex und fragmentarisch im Hauptraum und in den Kapellen sind Wandmalereien erhalten, die auf die Zeit um 1360 datiert werden und Wunder Christi, Szenen aus dem Leben Jesu und Heilige zeigen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kirche_des_Propheten_Elias_(Thessaloniki)
Die Frauenkirche, heute katholische Stadtpfarrkirche Unserer Lieben Frau, steht als eine der bedeutenden Kirchen Nürnbergs an der Ostseite des Hauptmarkts. Sie wurde auf Veranlassung von Kaiser Karl in der Parlerzeit von 1352 bis 1362 als Hallenkirche mit drei mal drei Jochen errichtet; an der Westseite, zum Markt hin, ist eine Vorhalle vorgelagert, im Osten schließt sich in der Breite des Mittelschiffs ein zweijochiger Chor mit 5/8-Schluss an. Von Adam Kraft stammt der westliche Giebel mit einem Maßwerktabernakel für das sogenannte Männleinlaufen von 1509, das noch in Betrieb ist. Aus der Erbauungszeit um 1360 sind viele Skulpturen von hoher Qualität erhalten (teils stark restauriert).
http://de.wikipedia.org/wiki/Frauenkirche_(N%C3%BCrnberg)
Das Heilig-Kreuz-Münster (offiziell: Münster zum Heiligen Kreuz, von 1761 bis 1803 Stifts- und Kollegiatkirche zu Unserer Lieben Frau; umgangssprachlich Gmünder Münster genannt) in Schwäbisch Gmünd ist ein ab 1330 als Gemeindekirche errichteter gotischer Kirchenbau anstelle eines etwa 200 Jahre älteren Vorgängerbaus. Das Münster ist kunsthistorisch bedeutend als Ausgangswerk der Baumeisterfamilie Parler und als erste große Hallenkirche Süddeutschlands. Es ist einer der ersten Vertreter der Deutschen Sondergotik.
http://de.wikipedia.org/wiki/Heilig-Kreuz-M%C3%BCnster_%28Schw%C3%A4bisch_Gm%C3%BCnd%29

