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Heute mal eine Aufgabe für angehende Schreiberlinge:
Recherchieren sie alle oppositionellen Agrarverbände. Greifen sie einen beliebigen Protagonisten heraus und stellen diesen in den Kontext von Nazis, Illuminaten und Freimaurern. Um ihre intellektuelle Überlegenheit zu demonstrieren, erklären sie eine weitere, weitläufig unbekannte Geheimorganisation. Nutzen sie dabei bewusst das Stilmittel der steilen These und diffamieren sie Protest als Zeichen altmodischer und unwissenschaftlicher Denkweise.
Musterlösung: Die bizarren Verschwörungstheorien eines Bauern
http://www.farmblogger.de/archives/1718-Journalistische-UEbungsaufgabe.html
angrymermaid.org hat den "Angry Mermaid Award" an den Agrarkonzern Monsanto verliehen. Der Wütende-Meerjungfrauen-Preis wurde ins Leben gerufen, um die perverse Rolle der Unternehmens-Lobbyisten aufzudecken und die Unternehmensgruppen und Gesellschaften herauszustellen, die die größte Leistung erbracht haben, um die Klimagespräche und andere Klimamaßnahmen zu sabotieren, während sie häufig profitable, falsche Lösungen propagieren.
Monsanto hat den Preis für seine Strategie erhalten, RondUpReady-Soja als "klimafreundliche" Kultur zu propagieren, der CO2-Zertifikate und Subventionen für Clean Development Mechanism (Mechanismen für umweltverträgliche Entwicklung) zustehen. Ein Hohn wenn man bedenkt, dass gerade die industrialisierte Landwirtschaft, für die das gentechnisch veränderte Saatgut hergestellt wird, wesentlich zu den klimagefährdenden Emissionen beiträgt.
Link zum Video
Nachtrag: Monsanto versteht den Hintergrund des Preises zwar nicht, berichtet im Firmenblog aber immerhin, dass man ihn erhalten habe.
http://www.farmblogger.de/archives/1710-Monsanto-gewinnt-den-Preis-der-wuetenden-Meerjungfrau.html
Seit im September 2004, die E.ON Hanse die Gaspreise erhöht hat, weigern sich ca. 30000 Kunden des Energieversorgers diese zu akzeptieren. Einige leisten seitdem die Zahlungen unter Vorbehalt, andere verweigerten bis heute die Mehrkosten zu begleichen. Für 52 von ihnen gab es heute vor dem Hamburger Landgericht eine gute Nachricht. Nach vier Jahren Verhandlungsdauer erklärten die Richter, dass die Preiserhöhung nicht wirksam ist, da die Klauseln im Liefervertrag zu ungenau sind. E.ON Hanse hat angekündigt gegen das Urteil in Berufung zu gehen.
Im Versorgerungsbereich der Erdgas Schwaben GmbH laufen ähnliche Prozesse. Dazu hat sich eine Interessengemeinschaft gegründet, die sich regelmässig trifft um Erfahrungen und Tipps für die Gerichtsverfahren auszutauschen. Es wäre für die Beteiligten sicher wünschenswert, wenn sich die Verbraucherzentralen dort ebenso engagieren würden, wie in Hamburg.
http://www.farmblogger.de/archives/1692-Gasrebellen-erringen-Erfolg-gegen-E.ON-Hanse.html
Gestern sendete das ZDF den Beitrag "Global kriselt´s, regional blüht´s auf", in dem es um regionale Wirtschaftskreisläufe ging. Aufhänger war die Parkbankkrise in Nürnberg. Zu Wort kam auch Möbelmacher herwig Danzer, der am konkreten Beispiel - Eiche statt Tropenholz - die Vorteile nachhaltiger und regionaler Wirtschaftkreisläufe darstellte:
Link zum Video
Mit der These Kosten vs. regionale Holzwirtschaft hat sich der zweite Bürgermeister Horst Förther natürlich selbst ein Bein gestellt, dazu hat der Initiativkreis Holz aus der Frankenalb bereits die Gegenrechnung aufgestellt. Der Versuch es als Entwicklungspolkitik zu Gunsten kleiner Waldbauern erscheinen zu lassen, hat mit der Realität nur wenig gemein. Für kommenden Mittwoch ist eine Podiumsdiskussion angesetzt, bei der die Argumente öffentlich diskutiert werden sollen.
http://www.farmblogger.de/archives/1690-Aus-dem-Land-der-kurzen-Wege.html
Das Lastenrad Yuba Mundo habe ich hier schon einmal erwähnt. prisac besitzt jetzt eines und hat den Aufbau vertrickfilmt.
Link zum Video
[via]
http://www.farmblogger.de/archives/1661-Yuba-Mundo-Video.html
Die IG-Milch in Östereich, gehört wie der BDM zum European Milk Board (EMB), hat heute einen Milchlieferboykott beschlossen.
Glaubt man den Meldungen des EMB, sind in Frankreich 35.000 Milchbauern am Lieferboykott beteiligt. Auch in Deutschland, Belgien und Luxemburg sollen bereits einzelne Bauern streiken.
In Belgien wurde die Milch von 50 Höfen, rund 200.000 Liter, auf einem Feld entsorgt und in Deutschland landeten 7.000 Liter in einem Becken vor dem Bundeslandwirtschaftsministerium.
http://www.farmblogger.de/archives/1652-Milchstreik-schwappt-ueber.html
Constanze Kurz über Datenschutz, Privatsphäre und welche Konsequenzen zu ziehen sind.
Link zum Video
http://www.farmblogger.de/archives/1647-Wir-muessen-das-aendern.-Wir-koennen-sie-abwaehlen..html
Da kann man mal sehen wie nachhaltig meine Imageberatung ist - gegen Null gehend! Mit natürlicher Haarfarbe, lädt herwig Danzer von den Möbelmachern zum BIOerleben in Nürnberg ein. (Im Video wird auch erwähnt warum es nicht mehr Bio-Erlebnistage heisst.) Auf dem Hauptmarkt ist zwei Tage lang volles Programm.
Link zum Video
Weitere Informationen auf der Webseite von BIOerleben Nürnberg und bei herwig im Blog. Man hat mir gezwitschert, dass auch getwittert wird: bioerleben auf twitter. Noch ist das Vögelchen ruhig, vielleicht wird es durch mehr follower ja motviert.
http://www.farmblogger.de/archives/1634-BIOerleben-Nuernberg-am-24.-+-25.-Juli.html
Über sechs Monate sind jetzt vergangen, aber vielleicht schon bald darf Burkhard Schröder wieder den Rechner sein eigen nennen, der bei einer Hausdurchsuchung beschlagnahmt wurde. Vom Amtsgericht wurde er jetzt vom Vorwurf gegen das Waffengesetz verstossen zu haben freigesprochen. Hintergrund war der Beitrag "Rezepturen diverser Explosivstoffe" in einem Forum, den er dort 2005 eingestellt hat und im Original auf ein Usenet Posting von 1995 zurückgeht.
Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig, die Staatsanwaltschaft hat noch die Möglichkeit der Revision. Wenn die Karte wirklich gezogen werden sollte, würde das Verfahren dann entgültig zur Farce werden.
http://www.farmblogger.de/archives/1629-Nun-also-doch-ein-Freispruch.html
Anwälte haben im Auftrag von Campina, den Autor der Umgebungsgedanken, Stephan Janosch mit einer Unterlssungserklärung bedacht. Wie gerne in solchen Fällen, am Freitag Abend und mit Fristsetzung zum darauf folgenden Montag. Fast könnte man dahinter Kalkül vermuten.
Auslöser für das unerfreuliche Treiben ist ein Artikel von Stephan über ein "Fleischersatzprodukt" names valess, in dem er das Rezept zu einem "Soylent Green Burger" präsentiert, das just in dem Gewand der valess-Webseite daherkommt. Die technischen Hintergründe, wie das möglich ist, würden hier zu weit führen. Nur so viel: Es ist geradezu trivial und die Tatsache, dass es seit vergangen Dienstag bekannt ist und der Fehler auf valess.de immer noch nicht behoben ist, zeugt nicht unbedingt von adäquatem Problembewusstsein bei Campina. Es wäre sicher sinnvoller gewesen erstmal ein paar erfahrene Admins zu fragen, als gleich die Juristen loszujagen. Ich will hoffen, wenn es um die Produktion von Nahrungsmitteln geht, lassen sich die Rezepte nicht so leicht manipulieren.
http://www.farmblogger.de/archives/1627-Eine-unerfreuliche-Mail-von-Campina.html
Wenn im Getreidelager mal ein paar Kilo irgendwo aus der Förderanlage verschwinden, dann lässt sich das leicht verschmerzen und wenigstens freuen sich die Vögel über das Geschenk. Wenn ich aber wieder einmal lese, dass Millionenbeträge an Agrarsubventionen ausgerechnet in Betrieben landen, die hochgradig industrialisiert sind, geht mir das Messer in der Tasche auf. Keine Frage, das ist vollständig regelkonform, der Sinn erschliesst sich mir trotzdem nicht.
Noch mehr wundert es mich, dass man ausgerechnet in Bayern so einen Popanz um die Veröffentlichung der Subventionszahlungen macht. Strukturell gibt es hier überwiegend Kleinbetriebe, die im Jahr vielleicht ein paar tausend Euro Agrarsubventionen erhalten. Die grossen Summen landen, wie im übrigen Bundesgebiet auch, bei einigen wenigen industriell geprägten Grossbetrieben und der Nahrungsmittelindustrie. Nur wahrgenommen wird es anders. Mit der Heimlichtuerei bekommt die übrige Bevölkerung den Eindruck, dass beim Bauern nebenan Riesensummen versickern. Das ist nicht gerade das Vertrauen, das zwischen Erzeugern und Verbrauchern bestehen sollte.
Und so viel sollte auch klar sein, die Strafgelder, die wegen der bay. Weigerung wahrscheinlich zu zahlen sind, müssen von den Steuerzahlern getragen werden. Die sind dann zum zweiten Mal die Dummen. Erst dürfen sie nicht wissen was mir ihrem Geld passiert und dann sollen sie für die Profilierungssucht der bayerischen Regierung auch noch geradestehen.
http://www.farmblogger.de/archives/1626-Ein-bisschen-Schwund-ist-immer.html
Nach der Premiere vor zwei Monaten, wird jetzt zum zweiten Augsburger Web Montag geladen:
Los geht es am 30. März 2009 um 19:00 Uhr im Capitol, am Moritzplatz. Anmeldung wie gehabt im Web Montag Wiki.
http://www.farmblogger.de/archives/1617-2.-Web-Montag-in-Augsburg.html
http://www.farmblogger.de/archives/1601-Google-meint-es-mit-der-Bevormundung-nur-gut.-Ehrlich!.html
Ob das nun Online Aktivismus oder doch eher eine Marketingaktion ist, lasse ich mal dahingestellt. Die Fakten: Wer verspricht sich zukünftig umweltfreundlicher zu verhalten, bekommt im Gegenzug von file dropper kostenlos 250 GB Speicherplatz. Den Speicherplatz kann man z.B. nutzen um dort Dateien abzulegen, auf die man von mehreren Rechner aus zugreifen muss oder um grosse Dateien an mehrere Personen zu verteilen. Mein Rat an der Stelle: Den Dienst nur für Dateien verwenden, die grundsätzlich jedem verfügbar gemacht werden dürfen. Die Aktion läuft nur noch heute (30.01.2009), wer es unbedingt haben will, sollte sich mit der Anmeldung beeilen.
[via]
http://www.farmblogger.de/archives/1600-250-GB-Onlinespeicher-im-Tausch-gegen-gruenes-Versprechen.html
Als George Orwell für den Roman 1984 'Neusprech' erfand, war die politisch motivierte Umdeutung der Sprache ein Phänomen totalitärer Regime. Zwischenzeitlich begegnen uns ähnliche Manipulationen auch in der Alltagssprache demokratischer Staaten. Werbetreibende verbiegen die Sprache nach Belieben, um ihren Auftraggebern zu höheren Umsätzen zu verhelfen. Politiker setzen vor allem auf Euphemismen um ihre Taten zu verschleiern. Zum Sprachgebrauch in der Politik hielt Martin Haase auf dem 25. Chaos Communication Congress den Vortrag "Neusprech im Überwachungsstaat".
zum Video
Wer lieber liest, kann zum gleichen Thema ein Essay von Martin Haase herunterladen, das auch Thema einer Sendung des Zündfunks war.
http://www.farmblogger.de/archives/1595-Wenn-Science-Fiction-zur-Realitaet-wird.html
Weil es bestimmt noch nicht alle wissen: Auf rivva.de gibt es jetzt einen eigenen memetracker der nachhaltigen Blogs und Journale. Kurz vorgestellt ist er schon, darum an dieser Stelle nur der erneute Hinweis darauf: rivva.de/nachhaltig
http://www.farmblogger.de/archives/1594-Nachhaltig-Rivva.html
Eine sehenswerte Videoreihe über Ökodörfer und Landkommunen, die sich dem einfachen Leben verschrieben haben. Schwerpunkt ist das Projekt Lammas, das von Paul Wimbush (Interview auf treehugger) ins Leben gerufen wurde. In weiteren Episoden geht es u.a. um Tinker's Bubble, Findhorn und den Centre for Alternative Technology.
Zu sehen gibt es die Videos auf livinginthefuture.org.
http://www.farmblogger.de/archives/1593-OEkosiedlungen-und-das-einfachere-Leben.html
Zwischen den Jahren ist einiges an Links liegengeblieben:
ProPublica, mit Stifungsgeld finanzierter unabhängiger Journalismus.
Drohnen zur Kontrolle der Felder.
Pluglose Anbau kann mehr Ertrag zur Folge haben, nur für einen Naturland Berater macht das keinen Sinn.
Wer erhielt 2007 wieviel Agrarsubventionen von der EU: www.agrar-fischerei-zahlungen.de/afig/Suche
Ohne den Hintergrund von EGFL und ELER zu kennen, sind die reinen Zahlen realtiv uninteressant. Auffällig ist aber, dass richtig grosse ELER Zahlungen häufig an Unternehmen gehen, bei denen nicht so recht klar ist, was die mit der "Entwicklung des ländlichen Raums" zu tun haben.
Gegenlichtblenden selber machen: lenshoods.net + lenshoods.co.uk
Pedelec-Forum mit Wiki.
Div. Onlinerechner für Fahrradbastler auf kreuzotter.de.
Verschollene Handbücher und Bedienungsanleitungen finden sich evtl. auf diplodocs wieder.
Regionales Wirtschaften: "Möglichkeiten und Chancen einer regional orientierten Wirtschaftsweise", mit Wiki.
Kempodium e.V. Allgäuer Zentrum für Eigenversorgung in Kempten
Die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis hat u.a. den Kempodium e.V. gefördert, aus der Eigenbeschreibung: Die Stiftungsarbeit bezieht sich dabei auf vielfältige und innovative zivilgesellschaftliche Aktivitäten in Stadt und Region. Dazu gehören Freiräume und Infrastrukturen für handwerkliche und kulturelle Aktivitäten ebenso wie Initiativen zur sozialen Belebung von Nachbarschaften und Quartieren oder künstlerische Interventionen im öffentlichen Raum. Etwas Eigenes zu machen – ob im handwerklichen, im sozialen oder künstlerischen Bereich – ist genuiner Teil eines „In-der-Welt-Seins“ und der Selbstwahrnehmung von Menschen als schöpferisch.
http://www.farmblogger.de/archives/1592-Links-Liegengebliebenes.html
Zwischen den Jahren ist einiges an Links liegengeblieben:
ProPublica, mit Stifungsgeld finanzierter unabhängiger Journalismus.
Drohnen zur Kontrolle der Felder.
Pflugloser Anbau kann mehr Ertrag zur Folge haben, nur für einen Naturland Berater macht das keinen Sinn.
Wer erhielt 2007 wieviel Agrarsubventionen von der EU: www.agrar-fischerei-zahlungen.de/afig/Suche
Ohne den Hintergrund von EGFL und ELER zu kennen, sind die reinen Zahlen realtiv uninteressant. Auffällig ist aber, dass richtig grosse ELER Zahlungen häufig an Unternehmen gehen, bei denen nicht so recht klar ist, was die mit der "Entwicklung des ländlichen Raums" zu tun haben.
Gegenlichtblenden selber machen: lenshoods.net + lenshoods.co.uk
Pedelec-Forum mit Wiki.
Div. Onlinerechner für Fahrradbastler auf kreuzotter.de.
Verschollene Handbücher und Bedienungsanleitungen finden sich evtl. auf diplodocs wieder.
Regionales Wirtschaften: "Möglichkeiten und Chancen einer regional orientierten Wirtschaftsweise", mit Wiki.
Kempodium e.V. Allgäuer Zentrum für Eigenversorgung in Kempten
Haus der Eigenarbeit München
Die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis hat u.a. den Kempodium e.V. gefördert, aus der Eigenbeschreibung: Die Stiftungsarbeit bezieht sich dabei auf vielfältige und innovative zivilgesellschaftliche Aktivitäten in Stadt und Region. Dazu gehören Freiräume und Infrastrukturen für handwerkliche und kulturelle Aktivitäten ebenso wie Initiativen zur sozialen Belebung von Nachbarschaften und Quartieren oder künstlerische Interventionen im öffentlichen Raum. Etwas Eigenes zu machen – ob im handwerklichen, im sozialen oder künstlerischen Bereich – ist genuiner Teil eines „In-der-Welt-Seins“ und der Selbstwahrnehmung von Menschen als schöpferisch.
http://www.farmblogger.de/archives/1592-Links-Liegengebliebenes-1.html
Warme Winter machen es möglich: In Nordhessen hat ein Landwirt dieses Jahr zweimal Sommergerste geerntet. Da bereits Anfang Juli die Sommergerste eingefahren werden konnte, beschloss er in diesem Jahr ein zweites Mal auszusäen. Anfang Dezember war dann der zweite Drusch fällig. Der Ertrag lag nicht einmal bei der Hälfte von dem, was im Sommer eingefahren werden konnte. Zudem war das Getreide extrem feucht und muss mit hohem Energieaufwand getrocknet werden. Abgesehen von der Energie, was hält wohl der Boden davon, wenn man ihm keine Zeit für die Regeneration gibt?
[via]
http://www.farmblogger.de/archives/1588-Im-Winter-die-Sommergerste-ernten.html
Kommando zurück! Zu schnell geschrieben und zu wenig kommuniziert. Es ist ein peinlicher Fehler unterlaufen. Die Regeln, wer an der Verlosung teilnehmen darf waren zu lax. Klaus und ich hatten uns darüber zwar ausgetauscht, waren aber zu einer unterschiedlichen Interpretation gelangt. So etwas ist unerfreulich, passiert aber leider. Die beiden Kommentarautoren, die sich bereits um ein Exemplar beworben haben, sind informiert. Zur Verlosung mit den jetzt richtigen Bedingungen, geht es hier lang. Die Möglichkeit "nur" per Kommentar in die Lostrommel zu gelangen musste leider wegfallen.
http://www.farmblogger.de/archives/1585-Euch-gehoert-das-Buch-Programmaenderung.html
Warum betreiben Konzerne Raubbau an Menschen und der Natur? Die Antwort hängt wie so oft vom Betrachtungswinkel ab. Geht es nach den Konzernen, ist der Grund bei den Konsumenten zu suchen. Man liefert schliesslich nur die Produkte, die von den Kunden verlangt werden und das zu einem möglichst niedrigen Preis. Nun ist die Frage ob wir uns am Preis eines hippen T-Shirts oder dem neuesten Handy noch erfreuen würden, wenn wir wüssten welcher Preis an anderer Stelle dafür gezahlt wird. Freilich, das Zusammenspiel unseres schlechten Gewissens mit der Werbung der Firmen klappt wunderbar. Man sieht nur das was man sehen will und man bekommt auch nur das zu sehen, was man sehen soll. Mit dem "Schwarzbuch Markenfirmen" haben Klaus Werner-Lobo und Hans Weiss bereits den Schleier, der über den Machenschaften der Konzerne liegt, gelüftet.
"Uns gehört die Welt! Macht und Machenschaften der Multis" ist das neueste Werk von Klaus Werner-Lobo. Darin beschreibt er die Zusammenhänge zwischen unserem Konsum, den Zielvorstellungen der Konzerne und den Folgen sich daraus für die Welt ergeben. Dabei werden nicht nur die negativen Auswirkungen aufgezählt, sondern deren eigentliche Ursachen aufgezeigt und konkrete Lösungsvorschläge unterbreitet, wie wir die Situtation verändern können. Der Schlüssel dazu ist Information, die liefert das Buch an sich und darüberhinaus gibt es zu jedem behandelten Themenbereich Verweise zu Webseiten mit weitergehenden Informationen.
Man merkt bei der Lektüre, dass Klaus Werner-Lobo eine bessere Welt am Herzen liegt und er möchte jedem die Möglichkeit geben dazu beizutragen. Das Augenmerk liegt dabei sicher bei den jugendlichen Lesern und deren Gewohnheiten, es ist deswegen aber kein reines Jugendbuch. Lesern jeden Alters werden die Mechanismen, die hinter der Weltwirtschaft und dem Profit der Konzerne stecken, so erklärt, dass die Ausrede, davon nichts gewusst zu haben, nicht mehr gilt.
Wer sich bereits mit Themen wie Globalisierung und Konsumkritik auseinandergesetzt hat, wird in "Uns gehört die Welt!" keine neue Fakten finden. Was es für jeden zu entdecken gibt, ist ein Weg wie man die Hintergründe und negativen Folgen der Globalisierung anderen so näher bringt, dass daraus nicht Resignation, sondern der Mut zum Handeln folgt.
Mehr zum Thema gibt es im Blog zum Buch, z.B. Termine an denen man den Autor persönlich kennen lernen kann und jede Menge Links zum Weiterlesen.
"Uns gehört die Welt! Macht und Machenschaften der Multis" von Klaus Werner-Lobo, Hanser Verlag 2008, Euro 16,90
http://www.farmblogger.de/archives/1583-Uns-gehoert-die-Welt!.html
Letzte Woche kam er an, der Karton mit den Datteln aus Tunesien. Biologisch angebaut, fair gehandelt und lecker. Experte für Datteln bin ich zwar auch nicht, da halte ich es einfach wie mit der Kunst: "ich weiss was mir schmeckt".
Vertrieben werden die Datteln von gebana und kommen quasi frisch gepflückt von der Palme zu uns. Die diesjährige Kampagne ist schon fast vorüber, mit ein wenig Glück kann man aber noch einen Karton ergattern. Falls das nicht klappt, im nächsten Jahr gibt es wieder eine Dattelkampagne.
http://www.farmblogger.de/archives/1582-Dattelbox.html
Wenn es unter Woche vor lauter Stress schon nicht mit dem Retten der Welt klappt, dann geschieht das eben am Wochenende.
Vom 20. - 22. März 2009 finden in Würzburg das WirkCamp statt. In Arbeitsgruppen Lösungen für die Dinge entwickelt werden, die zur Zeit schief gehen. Schwerpunkt des WirkCamps 2009 sind bisher ökologische Themen. Wem die nicht reichen, der kann selbst eine Arbeitsgruppen gründen, dafür gilt es nur ein paar Kriterien im Auge zu behalten. Ganz wichtig: "Spass am Weltretten".
In diesem Sinne, auf zum Synagieren, was auch immer das heissen mag.
http://www.farmblogger.de/archives/1581-Synagieren-Initiative-fuer-Gemeinsames-Handeln.html
Irgendwie will es mir nicht einleuchten warum die katholische Kirche über leere Gottesdienste klagt und gleichzeitig willige Gottesdienstbesucher quasi vor die Türe setzt. So passiert es wohl demnächst in meiner ehemaligen Heimatgemeinde in Hochzoll, einem Stadtteil von Augsburg.
Wie jedes Jahr an Heilig Abend, gehen auch dort die Katholiken in die sog. Christmette. Das ist eine nächtliche Messe, mit der das Christfest eingeläutet wird. Da Weihnachten traditionell auch ein Fest der Kinder ist und damit die Kleinen nicht so lange wach bleiben müssen, gibt es bereits am Nachmittag einen Kindergottesdienst, die sog. Kindermette. Als ich noch in diese Altergruppe gefallen bin, war das ein epochales Ereignis - höchstens übertroffen vom Osterfeuer - das mit einiger Vorfeunde erwartet wurde und fest in den Tagesablauf eingeplant war. Auch jeder Nichtkirchgänger kann sich wahrscheinlich vorstellen, dass ein Kindergottesdienst, erst Recht zu Weihnachten, sich in seinem Ablauf an den Jüngsten orientiert. Meist eher kurz gehalten, mit kindgerechter Musik, Lesung und Evangelium werden i.d.R. kindgerecht erklärt.
Trotzdem handelt es sich im liturgischen Sinne um eine Messe, also mit Eucharistie. Das wird auch Abendmahl genannt und die Auffassung darüber entzweit nicht nur christliche Religionen, sondern unterteilt scheinbar auch Kinder in zwei Gruppen. Die eine ist ruhig und bringt die nötige Andacht mit, die andere weint hin und wieder und stört (sic!) damit andere Gottesdienstbesucher in deren Andacht. Zumindest ist man im Pfarrgemeinderat von Zwölf Apostel der Meinung diese Unterscheidung treffen zu müssen. Im Pfarrbrief liest sich das dann so: ... einzelne Fälle, in denen Kinder über längere Zeit weinen/stören ... im 10.30 Uhr Gottesdienst kommt es deshalb teilweise zu Spannungen ... Natürlich sind Eltern mit Kindern trotzdem willkommen, so steht es zumindest zu Lesen. Um die Andacht aber wenigstens während der Weihnachtstage zu schützen, gibt es dann diese Lösung: Zur Gottesdienstordnung am 24.12. wurde vorgeschlagen, für Kleinkinder in der Unterkirche um 15 Uhr eine Kleinkindfeier anzubieten. Die Kindermette um 16 Uhr soll wie bisher stattfinden. Darin kann man nicht nur die mehr oder weniger freundliche Aufforderung lesen, dass Eltern mit Kinder die Sonn- bzw. Feiertagsmessen meiden sollen. Man könnte sogar so weit gehen, dass Kleinkinder nicht einmal mehr im Kindergottesdienst willkommen sind. Stattdessen werden sie zusammen mit ihren Eltern zeitlich und räumlich verbannt.
Was kommt als nächstes? In letzter Konsequenz dürften dann irgendwann auch an ADHS leidende Kinder nicht mehr in die Kirche. Das soll nicht heissen, dass ich Gottesdienste für den Ort der freien Willensentfaltung halte, wo jeder seinen Spass haben soll. Worum es hier geht, sind aber nicht Störungen, die zum reinen Selbstvergnügen gemacht werden. Babys schreien nun mal und die persönliche Andacht sollte ja eigentlich nicht davon abhängig sein ob ein Kind gerade schreit oder nicht.
Das ist schon eine eigenartige Zeit in der wir leben. Allerorts beklagt man den Geburtenrückgang, wenn dann aber doch jemand Kinder kriegt und es auch noch wagt mit ihnen in die Öffentlichkeit zu gehen, dann werden sie zu Störern erklärt und freundlich hinfortkomplimentiert. Das passiert auf Spielplätzen von Wohnanlagen, in Restaurant und jetzt auch in der Kirche. Besonders dreist dabei ist, dass in der katholische Kirche die Säuglingstaufe die Regel ist. Man schlägt Kinder also ohne sie zu fragen einer Glaubensgemeinschaft zu. Nur wehe wenn sie im Gottesdienst zu weinen anfangen, da ist dann Schluss mit Matthäus 19,14 Aber Jesus sprach: Lasset die Kinder und wehret ihnen nicht, zu mir zu kommen; denn solchen gehört das Himmelreich.
Aus der katholischen Kirche bin ich schon lange ausgetreten, darum darf ich, ausser einem Appell ans grundsätzliche logische und mitfühlende Denken, auch keine Ansprüche stellen. Aufgeschrieben habe ich das, um es eines Tages meinem Sohn zu zeigen, wenn er sich selbständig für eine Glauben entscheiden will.
http://www.farmblogger.de/archives/1580-Dann-sperrt-die-Kirchen-doch-einfach-zu.html
Bei der Durchsuchung von Burkhard Schröders Wohnung wurde sein PC beschlagnahmt. Für einen Journalisten ist das heutzutage ein elementares Arbeitsmittel. Um nicht zu lange auf den Rechner verzichten zu müssen, ist er einen Deal mit den Ermittlungsbehörden eingegangen: Die Festplatte sollte beim LKA kopiert und der Rechner dann seinem Eigentümer zurückgegeben werden. Im Gegenzug wurde der Einspruch gegen die Druchsuchung zurückgezogen und das fragliche Posting vor weiterem Zugriff aus dem Internet geschützt.
Aber das LKA meldet sich nicht. Jetzt will es Burkhard Schröder genau wissen und kündigt an, die Sache bis zum Schluss auszufechten. Ein mutiger Schritt. So etwas kann sich hinziehen und extremst an den Nerven zehren, auch wenn sich hinterher herausstellt, dass man im Recht ist. Aber einen anderen Weg den Irrsinn zu beenden gibt es wohl nicht.
http://www.farmblogger.de/archives/1578-Jetzt-will-er-es-wissen.html
Ein Vögelchen hat mit gezwitschert, dass heute vor einem Jahr der offizielle Start des "Netzwerks für eine bessere Welt" war. Meine besten Wünsche gehen daher heute nach Berlin. Vielen Dank an Sophie und Daniel für die Idee zu fairdo und den Mut sie umzusetzen. Der Dank gilt natürlich auch dem Team, das ihnen dabei hilft das Projekt zu stemmen. Feiert schön!
http://www.farmblogger.de/archives/1576-Happy-Birthday-fairdo.html
Bitte mal schnell die Hand heben wer vor 10 Jahren ernsthaft in Erwägung gezogen hätte, dass in einem Solarunternehmen das Potential stecken könnte, ein großes Automobilhersteller zu übernehmen. Ganz ehrlich: ich bin platt. Egal ob da nun ein ernsthafter Hintergrund besteht oder sich die Aktion als geschickt platzierter Werbegag herausstellt. Die Reaktionen in Politik und Presse zeigen, dass es Ernst genommen wird und nicht als Spinnerei eines Ökos abgetan wird. Wobei Frank H. Asbeck, der Vorstandsvorsitzende der SolarWorld AG, wahrscheinlich noch nie in eine Schublade gepasst hat, egal ob da nun Öko daraufstand oder nicht.
http://www.farmblogger.de/archives/1574-Opelaner-zur-Sonne,-zur-Freiheit.html
Schau an, da vernachlässigt man die lokalen Blogs für ein paar Tage und schon geht einem fast durch die Lappen, dass es in Augsburg demnächst auch einen Webmontag geben wird. Los geht es am 26. Januar 2009 um 19:00 im Capitol (am Mortizplatz). Weitere Informationen und Anmeldung im Webmontag Wiki.
[via]
http://farmblogger.de/archives/1572-Webmontag-in-Augsburg.html
zum Video
http://www.farmblogger.de/archives/1571-Auf-Radfahrer-achten.html
Fahrspass und Bequemlichkeit sind nicht ursächlich für Mobilität und es gibt kein Grundrecht auf ein Auto: "Der falsch verstandene Begriff der Mobilität"
http://www.farmblogger.de/archives/1570-Mobilitaet-ist-mehr-als-billiger-Sprit.html
Die Wahl der Reitweise ist für gutes Reiten weniger wichtig als manche glauben.
zum Video
http://www.farmblogger.de/archives/1569-Western-meets-Classic.html
Martinsumzug durch den Luitpoldpark in Schwabmünchen.
http://farmblogger.de/archives/1568-Laterne,-Laterne-....html
Martinsumzug durch den Luitpoldpark in Schwabmünchen.
http://www.farmblogger.de/archives/1568-Laterne,-Laterne-....html
Dies soll nicht der Versuch sein mich als "grüner" Netbookproduzent zu etablieren. Es soll mir helfen ein wenig ruhiger arbeiten zu können. Wie wahrscheinlich jeder heimarbeitende PC Nutzer mit kleinen Kindern, habe auch ich damit zu kämpfen, dass der Filius immer ausgerechnet dann auf den Schoss will, wenn man gerade am Notebook arbeitet. Meine Mail- und Chatpartner können ein Lied von abgebrochenen Korrespondenzen und kryptischen Zeichenfolgen singen, die mein Junior beim "Spielen" mit der Tastatur erzeugt.
Was soll er auch sonst machen, Kinder lernen durch Nachahmung und wenn die Eltern den halben Tag nichts anderes machen als in die Tastatur zu klopfen, dann wird das eben imitiert. Was also her muss ist ein eigenes Notebook für den Nachwuchs-Webworker. Inspiriert hat mich das "grüne Notebook" von Horst. Lediglich den dynamischen Bildschirminhalt per ausgedruckter Screenshots habe ich mir gespart. Ich denke, da wird über kurz oder lang eh der kreative Umgang mit Buntstiften seine eigene Dynamik entwickeln.
Die Wortschöpfung "ix PC" hat übrigens nichts mit meiner Vorliebe für Unix zu tun, sondern hat ihren Ursprung in Felix.
http://www.farmblogger.de/archives/1567-ix-PC.html
Dies soll nicht der Versuch sein mich als "grüner" Netbookproduzent zu etablieren. Es soll mir helfen ein wenig ruhiger arbeiten zu können. Wie wahrscheinlich jeder heimarbeitende PC Nutzer mit kleinen Kindern, habe auch ich damit zu kämpfen, dass der Filius immer ausgerechnet dann auf den Schoss will, wenn man gerade am Notebook arbeitet. Meine Mail- und Chatpartner können ein Lied von abgebrochenen Korrespondenzen und kryptischen Zeichenfolgen singen, die mein Junior beim "Spielen" mit der Tastatur erzeugt.
Was soll er auch sonst machen, Kinder lernen durch Nachahmung und wenn die Eltern den halben Tag nichts anderes machen als in die Tastatur zu klopfen, dann wird das eben imitiert. Was also her muss ist ein eigenes Notebook für den Nachwuchs-Webworker. Inspiriert hat mich das "grüne Notebook" von Horst. Lediglich den dynamischen Bildschirminhalt per ausgedruckter Screenshots habe ich mir gespart. Ich denke, da wird über kurz oder lang eh der kreative Umgang mit Buntstiften seine eigene Dynamik entwickeln.
Die Wortschöpfung "ix PC" hat übrigens nichts mit meiner Vorliebe für Unix zu tun, sondern hat ihren Ursprung in Felix.
http://farmblogger.de/archives/1567-ix-PC.html
Ausgerechnet der Journalist und Mitautor von "Die Online-Durchsuchung", Burkhard Schröder, bekam heute morgen Besuch von der Polizei. Wegen eines angeblichen Verstosses gegen das Waffengesetz durchsuchten die Beamten seine Wohnung und nahmen den PC mit. Hintergrund war der Beitrag "Rezepturen diverser Explosivstoffe" in einem Forum, den er dort 2005 eingestellt hat und im Original auf ein Usenet Posting von 1995 zurückgeht.
Wie oft in solchen Fällen will mir das nicht einleuchten. Selbst wenn Polizei und Staatsanwaltschaft nichts von dem Usenet Posting wissen und im Foreneintrag die Quelle sehen, sind 3 Jahre Existenz in einem öffentlich zugänglichen Forum, doch Hinweis genug, dass keine Verschleierung vorgenommen werden soll. Zudem ist die Autorenschaft klar erkennbar. Was also sollte auf dem beschlagnahmten PC noch zusätzlich an Hinweisen zu finden sein?
Logisch erklären kann man das wahrscheinlich nicht und so rückt die Aktion für mich in eine gefährliche Nähe zum reinen Exempel. Die Frage ob der Inhalt des Postings als Anleitung zur Herstellung von Explosivstoffen durchgeht ist dabei noch gar nicht tangiert. Ich lese darin jedenfalls nichts, was mir nicht bereits in Schule oder Studium schon einmal untergekommen wäre. Ein paar chemische Formeln sind noch lange keine Anleitung.
Nachtrag: Der Server von burks ist z.Z. (13:15) nicht/schlecht erreichbar.
http://www.farmblogger.de/archives/1566-Durchsuchung-bei-Burks.html
Ein Pferd ohne Reiter ist immer noch ein Pferd. Ein Reiter ohne Pferd im glücklichsten Fall lustig. Besonders elegant sind übrigens die Zweierwechsel kurz vor dem Ende.
zum Video
http://www.farmblogger.de/archives/1565-Dressur.html
Meinen naiv aufgestellten Zeitplan muss ich wohl revidieren. Die Dämme werden bereits jetzt aufgehäufelt und mit Folie abgedeckt. Damit dürfte der Weg frei sein, dass dort bereits nächstes Jahr der Spargel gestochen wird. Scheinbar hat man in diesem Frühjahr vorgezogenen Pflanzen eingesetzt, um möglichst schnell zur Ernte zu kommen. Bestätigen konnte oder wollte mir das leider niemand. Derjenige, der am ehesten nach "Chef" aussah, war mit seinem Geländewagen schon immer wieder von dannen, wenn ich in seine Nähe kam.
Auf den Spargelfeldern zwischen Schwabmünchen und Graben herrschte überhaupt hektische Betriebsamkeit und das schon seit dem Wochenende. Nachdem die überirdischen, rund 2m hohen Triebe schon vor einiger Zeit gemäht, genauer gesagt gemulcht wurden, muss jetzt zunächst der Boden gelockert werden. Im einem nächsten Schritt wird der lockere Boden zu Erdämmen über den Pflanzreihen aufgeworfen, die danach in der charakteristischen Trapezform zusammengeschoben werden. Zum Abschluss kommt dann Folie über die Erddämme, damit sich im Frühjahr die Erde schneller erwärmt und die Spargelernte möglichst früh starten kann. Zudem verhindert die schwarze Folie, dass Sonne an die Spargelsprosse kommt, die sich durch Lichteinfluss violett verfärben würden.
Nicht nur die Ernte des Spargels ist aufwändig, auch der Anbau ist personalintensiv und erfordert einiges an Maschineneinsatz.
http://farmblogger.de/archives/1564-Spargel-vom-Lechfeld.html
Meinen naiv aufgestellten Zeitplan muss ich wohl revidieren. Die Dämme werden bereits jetzt aufgehäufelt und mit Folie abgedeckt. Damit dürfte der Weg frei sein, dass dort bereits nächstes Jahr der Spargel gestochen wird. Scheinbar hat man in diesem Frühjahr vorgezogenen Pflanzen eingesetzt, um möglichst schnell zur Ernte zu kommen. Bestätigen konnte oder wollte mir das leider niemand, derjenige, des am ehesten nach "Chef" aussah war mit seinem Geländewagen schon immer wieder von dannen, wenn ich in seine Nähe kam.
Auf den Spargelfeldern zwischen Schwabmünchen und Graben herrschte überhaupt hektische Betriebsamkeit und das schon seit dem Wochenende. Nachdem die überirdischen, rund 2m hohen Triebe schon vor einiger Zeit gemäht, genauer gesagt gemulcht wurden, muss jetzt zunächst der Boden gelockert werden. Im einem nächsten Schritt wird der lockere Boden zu Erdämmen über den Pflanzreihen aufgeworfen, die danach in der charakteristischen Trapezform zusammengeschoben werden. Zum Abschluss kommt dann Folie über die Erddämme, damit sich im Frühjahr die Erde schneller erwärmt und die Spargelernte möglichst früh starten kann. Zudem verhindert die schwarze Folie, dass Sonne an die Spargelsprosse kommt, die sich durch Lichteinfluss violett verfärben würden.
Nicht nur die Ernte des Spargels ist aufwändig, auch der Anbau ist personalintensiv und erfordert einiges an Maschineneinsatz.
http://www.farmblogger.de/archives/1564-Spargel-vom-Lechfeld.html
Erst fiel mir der Name nicht ein und dann war das Bild plötzlich verschollen, darum gibt es jetzt noch klammheimlich ein Sommerbild.
Was da auf dem Lechfeld vor sich hin rostet nennt sich Häufelpflug. Damit wurden z.B. die Erddämme für den Kartoffelanbau aufgeworfen. Auf der Parzelle sind zwar noch verdorrte Kartoffelpflanzen zu erkennen, die sind aber schon einige Zeit sich selbst überlassen. Ich frage mich worüber ich mich mehr wundern soll, dass so ein Gerät noch irgendwo auf dem Feld liegt und nicht schon beim Schrotthändler ist oder weil ein Tagwerk Ackerland ohne erkennbaren Grund aus der Produktion genommen wurde.
http://www.farmblogger.de/archives/1563-Haeufelpflug.html
Auch wenn ich es eigentlich nebenan schon angekündigt habe, hier mein Beitrag zur Blogparade von Stefan Brandt und der Frage wie sich mit alltäglichen Mitteln Energie sparen lässt.
1. Mein Lieblingsratschlag: "Einfach mal das Auto stehen lassen" ist immer noch das wirksamste Mittel gegen Benzinverbrauch. Ist nicht immer ganz einfach, vor allem wenn man Lasten zu transportieren hat. Dafür gibt es aber auch Helferlein, wie z.B. Bollerwagen, Lastenfahrräder, Pedelec (mit Anhänger).
2. Die Spül- und Waschmaschine mit Warmwasser betreiben. Bei der Spülmaschine kann man das meiner Erfahrung nach problemlos machen, bei der Waschmaschine ist u.U. eine vorgeschaltete Mischeinheit notwendig, die verhindert, dass zu heisses Wasser in die Trommel läuft und die Textilien zerstört. Das wäre vielleicht schon ein zusätzlicher Ratschlag, einfach die Warmwassertemperatur niedrig zu halten. Wo das nicht geht kann man sich auch mit einer Thermo-Duscharmatur behelfen, die manuell auf die richtige Waschtemperatur eingestellt wird und dann warmes und kaltes Wassser passend mischt.
3. Bei mir mittlerweile hinfällig, weil ich nur noch mit dem Notebook arbeite: Die Abwärme aus dem Netzteil des PC mit Kunststoffrohren so umleiten, dass die Füße unter dem Schreibtisch gewärmt werden.
4. Wieviel Strom Elektrowerkzeuge verbrauchen ist mir erst aufgefallen, als ich mein Arsenal fast vollständig verliehen hatte. Mit positiven Folgen, die Stromrechnung fiel so niedrig aus wie noch nie und wenn es doch was zu werkeln gab, griff man eben auf die "human-powered-tools" zurück, z.B. Fuchsschwang, Stechbeitel, Schraubendreher etc. Das hat auch einen Lerneffekt, mit der Folge, dass es händisch gar nicht mal mehr so viel länger dauert wie mit einer Maschine.
5. Wer hat und kann, darf zum Kochen den Holzherd verwenden. Für uns moderne Erdbewohner gehört ein wenig Experimentierfreude dazu, denn ganz so einfach wie mit dem Gas- oder Elektroherd funktioniert es nicht. Aber es nicht unmöglich und die Mühen werden schnell belohnt. Selbst wenn man nicht mit dem Holzherd kochen will, als Heizung ist er unschlagbar. Dagegen kommt kein Holzöfelchen aus dem Baumarkt an.
http://www.farmblogger.de/archives/1562-5-Top-Tipps-zum-Energiesparen.html
Manuel fordert "mehr MACHEN" und hat auch einen wärmenden Tipp für mehr alltägliche Nachhaltigkeit parat. Wenn ich darauf angesprochen werde, fällt es mir immer schwer, zu beschreiben, wo sich denn in meinem Leben Nachhaltigkeit manifestiert. Klar, da gibt es die üblichen grünen Reflexe: Fahrrad fahren, Bio Lebensmittel einkaufen, Bäume pflanzen, lokale Strukturen fördern - ach, wer weiss was noch alles. Tatsächlich ist man vielleicht irgendwann an einem Punkt angekommen, wo man alles was man tut so automatisch hinterfragt und in seinem Handeln negative ökologische und soziale Auswirkung zu minimieren versucht, dass es schwer wird das konkret darzustellen.
Unser Bollerwagen ist so ein Beispiel. Ein hervorragendes Transportmittel, selbst für den Wochenendeinkauf und vier Träger Bier sind damit auch kein Problem. Klar, das setzt natürlich voraus, dass die Geschäfte im erlaufbaren Umfeld liegen. Nur sehen wir uns doch mal die Realität an. Viele Menschen leben im urbanen Bereich und haben alles in Reichweite, trotzdem steigt man für jeden Weg zum Bäcker ins Auto.
So ein Bollerwagen erfüllt aber noch einen anderen Zweck. Damit sind auch mal längere Spaziergänge mit unserem Sohn möglich. Man kann jede Menge Spielzeug mitnehmen, das bei einer Rast Kurzweil verspricht, zusätzlich bekommt Papa auch seine Fotoausrüstung unter. Nicht zu vergessen, dass der Junior unterwegs natürlich unbedingt ziehen oder wahlweise schieben muss und so auch während des Weges seinen Spass hat. Wenn es dann doch mal etwas zu anstrengend für den Filius war, kann er sich im Wagen (noch) bequem hinlegen und schlafen, während die Reise weitergeht.
Wie ich ausgerechnet darauf komme? Weil es eben einer dieser kleinen Schritte ist, der einem erst auffällt wenn man den Nachbar im Supermarkt trifft und dieser begeistert "das ist aber ein toller Bollerwagen" ausruft, um dann in sein Auto zu steigen, das die schwere Last von zwei Packerln Milch nach Hause bringen darf.
http://www.farmblogger.de/archives/1560-Einfach-machen-Mit-dem-Bollerwagen.html
In einer einstweiligen Anordnung haben die Richter in Karlsruhe entschieden, dass Verbindungsdaten nur dann an die Polizei weitergegeben werden dürfen, wenn Gefahr für Leib und Leben oder die Freiheit einer Person besteht oder es die Sicherheit des Bundes zu schützen gilt. Diese Anordnung gilt bis das BVerfG entgültig über die Vorratsdatenspeicherung entschieden hat. (Quelle: SZ + BR)
Das bestätigt die Aussage von Prof. Dr. Ulrich M. Gassner während der Datenschutzführung, dass das Verfassungsgericht, regelmässig den Freiheitsgedanken über die Sammelwut öffentlicher und privater Institutionen stellt. Bleibt zu hoffen, dass die freiheitliche Philosophie auch der heimlichen Online-Durchsuchung, der sog. Novelle des BKA Gesetzes, die Schranken aufzeigt.
http://www.farmblogger.de/archives/1559-Verfassungsgericht-schraenkt-Vorratsdatenspeicherung-ein.html
Auf dem Weg zur Datenschutzführung bin ich in Eile und Gedanken, fast an Aktivisten von attac Augsburg vorbei, ohne diese zu bemerken. Vor einer Niederlassung der Deutschen Bank baten sie als Strassenmusiker um Almosen für die Armen (Banken). Ob da viel Geld zusammengekomen ist? Leider blieb mir keine Zeit, mich mit den attac Leuten näher zu unterhalten, daher zitiere ich an der Stelle aus dem verteilten Flugblatt: Die aktuelle Krise ist keine Naturkatastrophe. Sie ist die direkte Folge der Gier und Skrupellosigkeit der Banker und Fondsmanager und vor allem der Tatenlosigkeit der Politik. ... Es ist Zeit, das Casino zu schließen! Mehr dazu auf der Aktionsseite von attac.
Wie wenig Sand im Getriebe manchmal notwendig ist, zeigt die kurzzeitige "Übernahme" der Deutschen Börse durch attac. Das Entrollen eines Banners bringt Corinna Wohlfeil von n-tv, vor laufender Kamera aus der Fassung.
http://www.farmblogger.de/archives/1558-attac-sammelt-fuer-die-armen-Banken.html
Die Idee des SPIN Farming trägt blüten. Trevor Paque verfolgt in San Francisco mit MyFarm ein sehr ähnliches Konzept. Brachliegende Hinterhöfe werde mit Mutterboden versorgt, um dann Beete anzulegen. Im Gegensatz zum SPIN Farming wird die Ernte aber nicht vermarktet, sondern wird den Hausbesitzern überlassen. Quasi eine Art gärtnerische Dienstleistung, für die sie pro Woche zwischen 25 und 35 Dollar zahlen und dadurch den Gang zum Wochenmarkt sparen. Es scheint sogar profitabel zu sein, in den letzten fünf Monaten hat Trevor Paque 90.000 Dollar eingenommen und hat sein Wirkungsfeld schon auf Oakfield und Berkeley ausgedehnt. Wer in San Francisco des Weges kommt und einen Job braucht sollte kann ja bei MyFarm anfangen, gesucht werden Super Urban Green Thumbs.
[via]
http://www.farmblogger.de/archives/1557-Kleinstgartenbau-2.html
Geoffrey Lean vom Independent schreibt, dass europäische Politiker, u.a. Angela Merkel und Nicolas Sarkozy, angeblich an einer geheimen Kampagne beteiligt sind, die den Anbau von gentechnische verändertem Saatgut fördern soll. Laut dem Autor geht es dabei im Kern darum:
Die Regierungschefs sollen die möglicherweise kritische Meinung ihrer Landwirtschaftsminister in die passende Richtung lenken. Die Bevölkerung die GVO ablehnt, wird als schlecht informiert angesehen. Die Debatte um das Für und Wieder der Gentechnik auf dem Acker, sollte nicht denen überlassen werden, die sich selbst dafür zuständig erklären, gemeint sind die Umweltverbände, sondern die Agrarlobbyisten sollten sich hörbarer Geltung verschaffen.
Ich hoffe das halbwegs richtig zusammengefasst und übersetzt zu haben. Klingt alles ein wenig so, als wenn das "Problem Gentechnik" auf ein "Problem PR" reduziert werden soll. Das käme den Konzernen mit ihren Marketingabteilungen natürlich gelegen. Mit Politik für das Volk hat das aber reichlich wenig zu tun.
[via]
http://www.farmblogger.de/archives/1556-Europas-geheimer-Plan-zur-Foerderung-der-gruenen-Gentechnik.html
Die Ankündigung, dass künftig Utopia mit MySpace zusammenarbeitet und dort die Gruppe "Meine Welt" gründet hat, führte wieder einmal zu einer Diskussion um Ausrichtung und Erfolgschancen von Utopia.
Um seine These zu untermauern, dass es zielführender wäre, solche Netzwerke und Gruppen dort aufzubauen wo bereits viele Menschen sind, hat Hannes Offenbacher ein Experiment gestartet und auf Facebook die Gruppe "100.000 Gesichter für die CHANCE NACHHALTIGKEIT!" ins Leben gerufen. 80 Mitglieder hat die Gruppe bereits und wie Hannes in seinem Blog schreibt, stehen noch über 450 Einladungen aus.
Mal sehen wie es weitergeht. Um das Bewusstsein um Nachhaltigkeit in die Welt zu tragen ist es auf alle Fälle der richtige Ansatz. Bei Xing gibt es ebenfalls seit wenigen Tagen eine Gruppe, die Roland Dunzendorfer von landscaping.at ins Leben gerufen hat, die sich mit Nachhaltiger Entwicklung beschäftigt.
An Orten Ideen für mehr Nachhaltigkeit zu entwicklen mangelt es also nicht.
http://www.farmblogger.de/archives/1554-Netzwerke-fuer-die-Chance-Nachhaltigkeit.html
Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Um den Benzinverbrauch und den damit verbundenen CO2-Ausstuss kleiner zu bekommen, wird Holden die Leistung des kommenden Commodore Modells verringern. Mit 10,6l liegt man da zwar immer noch auf hohem Niveau, aber es zeigt auch, dass so etwas möglich ist. Man muss sich nicht jedes Jahr mit "noch grösser - schneller - Spritschlucker" brüsten um am Markt zu bestehen. Der Holden Commodore hat mit dem seeligen Opel Commodore übrigens nur noch den Namen gemein, auch wenn beide Hersteller nach wie vor zum GM Konzern gehören.
[via]
http://www.farmblogger.de/archives/1553-Meiner-ist-kleiner.html
Etwa 60 Teilnehmer machten sich gestern zusammen mit Prof. Dr. Ulrich M. Gassner, in Augsburg auf den Weg zu den Brennpunkten des Datenschutzes. Los ging es nach einer kurzen Vorstellung und der Ankündigung, dass die ursprüngliche geplante halbe Stunde der Führung, sich auf über eine Stunde ausdehnen wird. Am Ende waren es dann anderthalb, Datenschutz ist eben ein umfangreiches Themenfeld.
Erste Station war dann eine Kreuzung, an der am Beispiel von 3 Kameras der Verkehrsbetrieben, die Überwachung im öffentlichen Raum gezeigt wurde. 80 dieser Kameras zur Verkehrüberwachung gibt es im Stadtgebiet Augsburg, die dazugehörigen Monitore stehen im Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Augsburg. Von dort aus gibt es auche eine Verbindung über die die Bilddaten übertragen werden können zur Polizei. Davon abgesehen führt die Polizei keine eigene Videoüberwachung durch. Der Effekt solcher Aktionen wird dort kritisch gesehen.
Weiter ging es vor ein Kaufhaus, wo Prof. Gassner aufzeigte welchen Zweck Kundenkarten eigentlich erfüllen. Nicht der Rabatt (0,25%) für den Kunden ist wichtig, sondern das Profil über das Kaufverhalten, das damit erstellt werden kann. Sichtlich erschrocken waren die Zuhörer, dass 90% der Verbraucher solche Kundenkarten nutzen. Die Empfehlung an dieser Stelle war, einfach mal die Karte stecken zu lassen. Auf die Frage, ob diese Profile nicht auch durch die Nutzung von EC Karten erstellt werden könnten, kam die Empfehlung, einfach mit Bargeld zu bezahlen.
Als Beispiel dafür wo solche Profile schon seit langer Zeit vollkommen erstellt werden, wurde die von der Schufa angesprochen. Sie führt im Auftrag der Banken eine Risikobewertung druch, bei der auch die Wohngegend eine Rolle spielt, was sich negativ auf Kreditkonditionen auswirken kann. Eine Teilnehmerin merkte noch an, dass ähnliche Profile wohl auch in Zukunft zu erwarten seien, wenn die elektronische Gesundheitskarte eingeführt wird.
Quer durch das Kaufhaus gelangten wir dann zum Moritzplatz, wo die Sprache auf Datensammlungen im Internet kam. Als hervorragendes schlechtes Beispiel wurde Google genannt. An dem aber auch gezeigt werden kann, dass sich Widerstand lohnt. Durch die Einsprüche der Benutzer hat Google in den letzten Monaten die Zeitdauer, in der die Daten aus den Suchanfragen gespeichert werden immer weiter verkürzt. Als problematischte Datensammlung wurde google-analytics Einer für Webmaster einfachen Art an Zugriffsstatistiken für seine Webseiten zu kommen, allerdings um den Preis, dass die Daten (IP Adressen, Uhrzeit etc.) auf Servern gespeichert werden, die damit eigentlich nichts zu tun haben. Viel schlimmer noch, den meisten Besuchern der Webseite ist gar nicht klar, dass Daten die mit ihnen in Bezug stehen an dritter Stelle gespeichert werden.
Bevor es dann zum Abschluss in den orangen Raum ging, wurde noch kurz vor einem Internetcafe halt gemacht. Hier ging es nocheinmal kurz um Google, genauer gesagt Streetview. Prof. Gassner malte das nicht unwahrscheinlich Bild aus, dass die Aufnahmen, die z.Z. erstellt und verarbeitet werden auch von Scoring-Agenturen herangezogen werden könnten um von den Wohnverhältnissen auf die finanzielle Situation einer Person zu schliessen. Zum Finale dann noch ein kurzer Schwenk über die Vorratsdatenspeicherung und den Bundestrojaner. Sich davor zu schützen ist in beiden Fällen schwierig. Es besteht aber die Hoffnung, dass das Bundesverfassungsgericht Grenzen setzt, die der Freiheit einen höheren Stellenwert als der Überwachung einräumt.
Quintessenz der Führung: Die Erhebung von Daten, gleich welcher Art, muss immer mit der Freiheit des Einzelnen abgewogen werden, bei der nicht die Sicherheitsillusion Ratgeber sein sollte. Das Bundesverfassungsgericht stellt dabei regelmässig den Freiheitsgedanken über die Sammelwut öffentlicher und privater Institutionen. Doch auch der Bürger ist gefragt und gefordert im Umgang mit seinen Daten verantwortungsvoll umzugehen. Einfach mal die AGB und Datenschutzbestimmungen von Kundenkartenanbietern oder Versandhändlern durchlesen und dann entscheiden ob ein minimaler Bonus oder kleiner Preisvorteil es wert sind, seine Daten anderen zu überlassen.
Besondere Vorsicht ist im Internet angesagt, da liegen Speicherung und Auswertung nahe beieinander. Man muss nicht immer den Marktführer Google verwenden und wer ganz vorsichtig sein will, sollte auch Anonymisierer wird tor oder JAP zurückgreifen. Das ist zwar immer noch kein vollständiger Schutz, aber ein Anfang.
http://www.farmblogger.de/archives/1552-Lass-Dich-UEberwachen-die-Fuehrung.html

