Recent Event Highlights: UN-Klimaverhandlungen Bonn, UN-Klimaverhandlungen Bonn, 10. UN-Klimakonferenz Buenos Aires, 6. UN-Klimakonferenz (Fortsetzung) Bonn , Der UN-Klimarat IPCC schlägt Alarm , 5. UN-Klimakonferenz Bonn, and 15 more...
Created by greenpeace on 08/09/2009
Last updated: 18/10/12 at 14:10
Vom 28. November bis 9. Dezember 2011 findet im südafrikanischen Durban die 17. Internationale Klimakonferenz (COP17) statt. Länger als geplant verhandeln die Staaten in Durban um einen neuen Klimavertrag. Die Erwartungen an den Gipfel waren sehr niedrig. Erstmals bildete sich eine Allianz bestehen aus der EU, einer Gruppe afrikanischer Länder, kleinen Inselstaaten (Aosis), lateinamerikanischen Staaten (Alba) sowie einer Gruppe der am wenigsten entwickelten Länder (LDC). Sie fordert im Abschlussplenum, ein rechtlich verbindliches Weltklimaabkommen bis 2015 zu beschließen und zügig umzusetzen.
http://blog.greenpeace.de/blog/2011/12/12/die-konferenz-ist-vorbei-perspektiven-fur-den-klimaschutz/
Vom 6. bis 17. Juni fanden Klimaverhandlungen in Bonn statt. Dort haben sich mehrere tausend Delegierte getroffen, um die nächste Weltklimakonferenz in Durban vorzubereiten.
http://blog.greenpeace.de/blog/2011/06/17/kyoto-ist-nicht-tot-noch-nicht/
Rund 190 Teilnehmerstaaten haben in einer letzten Nachtsitzung zwei Kompromisspapiere verabschiedet. Mit dem Abschluss der Klimakonferenz in Cancún ist die Staatengemeinschaft dem 2011 geplanten Klimaschutzvertrag ein Stück näher gekommen. Um den Klimawandel einzudämmen, muss aber noch viel getan werden.
http://blog.greenpeace.de/?s=cancun
Auf der Arbeitskonferenz sollten grundsätzliche Fragen für die nächste UN-Klimakonferenz im Dezember in Mexiko geklärt werden. Doch weder woher in der Wirstschaftskrise Geld für Klimaschutz kommt, noch wann ein globaler Klimaschutzvertrag unterzeichnet wird, wurde beschlossen.
http://blog.greenpeace.de/author/mkaiser/
Vom 7. bis 19. Dezember 2009 hat in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen der Klimagipfel stattgefunden. Es war die 15. UN-Klimakonferenz (COP15). Delegierte aus 190 Ländern der ganzen Welt reisten an und diskutierten im Bella Center die wichtigen Fragen zum Schutz des Weltklimas. Ein rechtlich verbindliches Abkommen für mehr weltweiten Klimaschutz ist nicht herausgekommen.
http://gpurl.de/9JQHQ
Die 14. UN-Klimakonferenz fand vom 1. bis 12. Dezember 2008 in der polnischen Stadt Posen statt. Sie war ein Vortreffen zur UN-Klimakonferenz in Kopenhagen 2009. Im Vordergrund standen die Aushandlung eines Zeit- und Arbeitsplanes für einen Nachfolger des Kyoto-Protokolls, eine Verbesserung des Umsetzungsprozesses sowie der Ausbau gemeinsamer Positionen der einzelnen Länder. Aus Angst vor weiteren Einschnitten in Zeiten der Finanzkrise plädierten vor allem Polen und die deutsche Autolobby für eine zurückhaltende Klimapolitik. Aus den USA, dem weltgrößten Produzent von Treibhausgasen, nahmen Vertreter von Bush und Obama teil. Der neue Präsident Barack Obama war zu diesem Zeitpunkt noch nicht im Amt. Entgegen seinem Vorgänger George W. Bush setzt sich Obama für die Bekämpfung des Klimawandels ein. Obama versprach vor seiner Wahl im November 2008, dass er bis 2020 die Emissionen der USA auf das Niveau von 1990 reduzieren wolle.
Die Klimakonferenz auf Bali war die 13. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention und die 3. Vertragsstaatenkonferenz des Kyoto-Protokolls. Es nahmen rund 12000 Teilnehmer an der Konferenz teil. Ziel war es, einen Verhandlungszeitplan und Verhandlungsinhalte für die nächsten Jahre festzulegen. Durch diese „Roadmap“ soll es möglich werden nach 2012 nahtlos ein neues Klimaschutzprogramm zu realisieren. Die „Roadmap“ soll 2009 in Kopenhagen vorgelegt werden.
Auf der Klimakonferenz im November 2006 in Nairobi gab es nur wenig Bewegung in der internationalen Klimapolitik. Verhandlungen über zukünftige Klimaschutzziele und die Verbesserung und Erweiterung des Kyoto-Protokolls wurden auf künftige Konferenzen vertagt. Jedoch zeigten sich alle Parteien darüber einig, dass die globalen Emissionen halbiert werden müssen.
Die Klimakonferenz vom 27. November bis 9. Dezember 2005 in Montréal war die erste Konferenz nach Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls im Februar 2005. Entsprechend groß war das Interesse. Einerseits trafen sich die Unterzeichnerländer der Klimarahmenkonvention UNFCCC(COP), zu denen auch die USA gehören. Zum ersten Mal trafen sich aber auch die Unterzeichnerstaaten von Kyoto (MOP), um über die Zukunft des Klimaschutzes nach 2012 zu beraten. Am Ende der Verhandlungen war klar: Kyoto soll nach 2012 mit schärferen Zielen fortgesetzt werden. Es wurde eine Arbeitsgruppe gegründet, die über mögliche Klimaschutzmaßnahmen diskutiert.
Das Kyoto-Protokoll tritt am 16.02.2005 in Kraft und wird damit zu internationalem Recht. Es ist anwendbar auf die 156 Staaten, die es unterzeichnet und ratifiziert haben. Zu ihnen gehört auch Deutschland. 39 der Unterzeichnerstaaten haben bindende Reduktionsziele. Nicht dabei sind die großen CO2- und Treibhausgas-Emittenten USA und Australien. Ziel des Kyoto-Protokolls ist die Regelung der Reduktionsverpflichtungen über den CO2-Ausstoß der Unterzeichnerstaaten. Es sieht dabei eine sogenannte „erste Verpflichtungsperiode“ von 2008 bis 2012 vor.
Während der internationalen Klimakonferenz im Dezember 2004 unterzeichnet der russische Präsident Putin das Kyoto-Protokoll. Es tritt 90 Tage später in Kraft. Von nun an ging es darum, die Zahlen auf dem Papier bis 2012 Realität werden zu lassen. Damit erhielt die Klimakonferenz neue Impulse.
Im Dezember 2003 fand die 9. UN-Klimakonferenz in Mailand statt. Hauptthema waren die Regelung über Kohlenstoff bindende Projekte, wie etwa der Aufforstung von Wäldern. Die teilnehmenden Staaten einigten sich während der Konferenz auf eine Regelung. Damit war die formale Ausgestaltung des Kyoto-Protokolls abgeschlossen.
Bei der Klimakonferenz im Oktober 2002 sollte geklärt werden, wie das Kyoto-Protokoll umgesetzt werden kann. Trotz der mageren Ergebnisse wird das Treffen heute als weiterer Schritt zum Inkrafttreten des internationalen Klimaabkommens gewertet. Erstmals aufgekommen war die Frage einer globalen Klimagerechtigkeit. Es wurde darüber diskutiert, wie man den Gesamtausstoß von Treibhausgasen gerecht zwischen Nord und Süd verteilen kann. Den Entwicklungsländern sollte ein technischer und wirtschaftlicher Fortschritt ermöglicht werden, ohne dass dieser dem Klima schadet.
Bei der siebten Vertragsstaaten-Konferenz in Marrakesch ging es hauptsächlich um die Umsetzung des Kyoto-Protokolls, das im Juli 2001 in Bonn ausgehandelt wurde. Das Papier musste in einen international gültigen Vertrag umgesetzt werden. Zu Beginn versuchten aber die Länder Japan, Kanada, Australien und Russland die bereits vereinbarten Klimaschutzziele wieder aufzuweichen. Nach zähen Verhandlungen einigten sich die Vertragsstaaten über die Ausgestaltung des Kyoto-Protokolls.
Am 16.07.2001 wurden in Bonn die Klimaverhandlungen mit den Gesprächen von Den Haag fortgesetzt. Die Teilnehmer einigten sich nach zähem Ringen auf das Abkommen. Die Einigung wurde als historischer Schritt bewertet und gilt als neues Kapitel im Klimaschutz. Dennoch war das Abkommen von vielen Schlupflöchern durchzogen. Durch diese Löcher ist es den Industriestaaten möglich, die tatsächliche Reduzierung ihres Schadstoffausstoßes zu umgehen.
Am 30. Juni 2001 veröffentlicht der IPCC seinen dritten Bericht. Dieser lässt keinen Zweifel mehr daran aufkommen, dass der Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid eine zentrale Rolle beim Wandel des Klimas spielt. Der Bericht wurde von 2000 renommierten Wissenschaftlern aus verschiedenen Ländern erstellt. Direkt nach der Veröffentlichung beendeten die USA ihre Unterstützung des Kyoto-Protokolls. Zeitgleich erklärte der von der Öllobby gesponserte Präsident der USA, George W. Bush, das Kyoto-Protokoll für Unsinn. Damit beendete eines der Länder mit den größten CO2-Emissionen seine Teilnahme an den Verhandlungen. Dies war ein Rückschlag, der den Erfolg der Verhandlungen in Frage stellte. Auf der Klimakonferenz in Bonn 2001, nur wenige Monate nach dem Ausstieg der USA, entschied sich die Ländergemeinschaft aber für das Kyoto-Protokoll.
Die sechste UN-Klimakonferenz fand vom 13. bis 14 November 2000 in Den Haag statt. Die Vorzeichen für die sechste UN-Klima-Konferenz in Den Haag standen schlecht. Es gab schon während der Vorverhandlungen Streitpunkte, die in Den Haag für heftige Diskussionen sorgten. Ein Streitpunkt war eine Positivliste mit Maßnahmen, die im „Mechanismus für Umweltverträgliche Entwicklung“ (Clean Development Mechanism (CDM)) aufgenommen werden sollten. Einige Länder plädierten für die Beschränkung der CDM-Mechanismen auf Erneuerbare Energien oder Energieeffizienzmaßnahmen. Länder wie die USA und Frankreich wollten jedoch den Bau von Atomkraftwerken als CDM-Maßnahmen genehmigen lassen. Auch die Anrechnung von Aufforstungsprojekten zum Senken für Kohlendioxid wurde sehr kontrovers diskutiert. Da in verschiedenen Fragen keine Einigung erzielt werden konnte, wurden die Gespräche auf die nächste Konferenz vertagt.
Am 25.10.1999 trafen sich die Vertragsstaaten zur fünften Vertragsstaaten-Konferenz (COP 5) in Bonn. Auf der Konferenz wurde die Ausformulierung des Vertragstextes verhandelt. Besonders strittig war die konkrete Ausgestaltung der flexiblen Mechanismen zur Emissionsreduzierung, wie zum Beispiel dem Emissionshandel. Die Teilnehmer der Konferenz erzielten keine Einigung für die vertragliche Ausgestaltung dieser Mechanismen. Erst im Laufe der weiteren Verhandlungen konnte eine Einigung über diese Mechanismen erzielt werden.
Auf der vierten Vertragsstaaten-Konferenz (COP 4) im November 1998 in Buenos Aires, verhandelten die einzelnen Staaten die Umsetzung des Kyoto-Protokolls. Sie verabschiedeten einen Arbeitsplan, der die nachfolgenden Etappen für die Ausgestaltung der Klimaschutz-Maßnahmen fest vorgibt. Die Schlupflöcher des Kyoto-Protokolls konnten im Rahmen der COP IV nicht geschlossen werden. Es blieb somit die Gefahr bestehen, dass es zu keiner Verringerung der Treibhausgas-Emissionen kommt und der von Menschen verursachte Treibhauseffekt nicht gestoppt werden kann.
Im Dezember 1997 fand die dritte Vertragsstaaten-Konferenz (COP3) im japanischen Kyoto statt. Die Industrieländer einigten sich dort auf auf ein rechtlich verbindliches Klima-Abkommen. Das Kyoto-Protokoll war geboren. Es reicht über die Absprachen von Rio hinaus und nennt die Treibhausgas-Emissionen von 1990 als Vergleichswert und Basis für weiter Emissionsreduktionen. In den nächsten Jahren wurden die Einzelheiten dieses Abkommens ausgearbeitet und verhandelt. Die Verhandlungen standen meist im Gegenwind von Industrie und Regierungen. So trat erst 2005 das Kyoto-Protokoll verbindlich in Kraft.
Auf der zweiten Vertragsstaatenkonferenz (COP 2) konnten keine nennenswerten Fortschritte erzielt werden. Die Kohle- und Erdöllobby verhinderte die geplante verbindliche Reduktionsvereinbarung.
Im März 1995 traf sich die internationale Staatengemeinschaft zur ersten Vertragsstaaten-Konferenz (Conference of the Parties, kurz COP). Die Industrienationen einigten sich nicht auf konkrete Ziele und Fristen für die Verringerung von Treibhausgas-Emissionen. Man stellte lediglich fest, dass die Verpflichtungen der Klima-Rahmenkonvention nicht ausreichten. Daraufhin wurde das „Berliner Mandat“ verabschiedet. Dieses sah vor, bis zur dritten Vertragsstaaten-Konferenz (Kyoto 1997) ein verbindliches Protokoll mit Reduktionszielen und -fristen für die Industrienationen zu verhandeln.
Im Juni 1992 fand in Rio de Janeiro die UN-Konferenz zum Thema Umwelt und Entwicklung (UNCED, United Nations Conference on Environment and Development) statt. Auf dieser historischen „Rio-Konferenz“ wurde die Klimarahmenkonvention verabschiedet. Diese Konvention bildet die völkerrechtliche Vertragsgrundlage für den internationalen Klimaschutz. Die Konvention identifizierte den Klimawandel als ernsthaftes Problem. Die Industriestaaten versprachen ihre CO2-Emissionen bis zum Jahr 2000 auf den Stand von 1990 zurückzuführen. Der Konferenz waren jahrelange wissenschaftliche und politische Diskussionen vorausgegangenen.
Im November 1988 gründeten das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEO) und die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) den Weltklimarat (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC). Ziel des zwischenstaatlichen Arbeitsgremiums ist es, alle Informationen über Klimaveränderungen zu erfassen und zu bündeln, den jeweils aktuellen Stand darzustellen und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Zwei Jahre nach seiner Gründung veröffentlichte der IPCC den erste Bericht. Der Bericht macht klar: Die Kohlendioxidemissionen müssen massiv gesenkt werden, wenn der Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre stabilisiert werden soll.
Am 27.06.1988 trafen sich erstmalig Wissenschaftler und Regierungsvertreter aus verschiedenen Ländern auf einer gemeinsamen Konferenz. Sie diskutierten Möglichkeiten zur Bekämpfung der Erderwärmung. Im Schlusskommuniqué wiesen die Wissenschaftler eindringlich darauf hin, dass bereits gravierende Gefahren für die Erdatmosphäre bestünden. Sie betonten, dass sofortiges Handeln unerlässlich sei. Die Regierungen der Industrieländer versprachen auf freiwilliger Basis, ihren Kohlendioxidausstoß bis 2005 um 20 Prozent zu reduzieren.
Im Februar 1979 trafen sich Experten verschiedener UNO-Unterorganisationen in Genf. Die Wissenschaftler wiesen bereits darauf hin, dass die Zunahme des Kohlendioxid-Gehalts der Atmosphäre ernsthafte Folgen für das Klima haben kann. Als Folge der Konferenz wurde das Weltklimaprogramm (WCP) ins Leben gerufen. Ziel des Programms ist es, ein besseres Verständnis für das Klimasystem zu schaffen.
Die Konferenz der Vereinten Nationen über die Umwelt des Menschen (UNCHE) fand vom 5. bis 16. Juni 1972 in Stockholm statt. Sie war die erste größere internationale Konferenz, die Umweltfragen in einem globalen Rahmen diskutierte. Daher gilt sie als Beginn der internationalen Umweltpolitik. Auf der Konferenz trafen sich mehr als 1200 Vertreter aus 112 Staaten. Ziel war die Verhandlung einer „Erklärung der Konferenz der Vereinten Nationen über die Umwelt des Menschen“. Als Folge der Konferenz gründete sich noch im selben Jahr das Umweltprogramm der Vereinten Nationen. Weitere Umweltabkommen resultierten direkt oder indirekt aus der UNCHE. Darunter auch die Klimarahmenkonvention, aus der 1997 das Kyoto-Protokoll hervorging.

