Aktuelles aus Sport und Recht
Created by sportrecht on 09/12/2008
Last updated: 31/12/08 at 15:11
Tags: Sport Recht Sportrecht Aktuell
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...neigt sich in weniger als 13 Stunden dem Ende zu.
Wir blicken zurück auf bewegende Momente, strahlende Sieger und tragische Verlierer.
2008 brachte uns
einen Außenseiter (New York Giants), der vor einem Millionenpublikum in einem "Krimi" den 42. Super Bowl für sich gewann;
die Biathletin Magdalena Neuner, die mit 21 Jahren die jüngste Gewinnerin des Gesamtweltcups aller Zeiten ist;
einen Doping-Fall, der den deutschen Eishockey aufwirbelte;
mit dem FC Bayern München einen neuen und alten Meister in der Bundesliga;
mit Rafael Nadal einen neuen Tennis-König;
eine Fußball-Europameisterschaft in der Schweiz und Österreich, bei der die Deutsche National-Elf im Finale knapp gegen die spanische Nationalmannschaft unterlag;
Olympische Sommerspiele, die bereits im Vorfeld beim Fackellauf weltweit für Proteste und Diskussionen sorgte, unzählige Weltrekorde hervorbrachte und uns mit Martin Steiner den wahrscheinlich emotionalsten Moment im Sport bescherte;
eine Tour de France, die ebenfalls im Vorfeld für Zwist sorgte und uns im Nachhinein noch Schlagzeilen brachte,
einen Titan, der die große Bühne des Fußballs verließ;
mit Lewis Hamilton den jüngsten Weltmeister der Formel1-Geschichte;
einen neuen und zugleich überraschenden Herbstmeister in der Bundesliga... und vieles mehr.
Mehr zu den Sport Highlights 2008 auf : www.sport.ard.de (links unter der Überschrift "Jahresrückblick")
http://sportrecht.wordpress.com/2008/12/31/das-sportjahr-2008/
Der Stürmer Todd Warriner von den Kölner Haien wurde vom Disziplinarausschuss der Deutschen Eishockey Liga (DEL) für viele Spiele gesperrt und mit einer Geldstrafe in Höhe von Euro 1.200 belegt.
Im Spiel der Kölner Haie gegen die Straubing Tigers am Sonntag (28.12.2008) hatte Warriner wegen unsportlichen Verhaltens dem Hauptschiedsrichter gegenüber eine Matchstrafe erhalten.
Der Spieler ist somit erst am 9.1.2009 im Spiel gegen die Hamburg Freezers wieder spielberechtigt.
Quelle: www.del.org
http://sportrecht.wordpress.com/2008/12/30/del-todd-warriner-fur-vier-spiele-gesperrt/
Der Rechtsstreit des FC Schalke 04 gegen den brasilianischen Fußballverband CBF und den Weltverband FIFA muss jetzt vom Schweizer Bundesgericht entschieden werden. „Die Wege der Sportgerichtsbarkeit sind derzeit für uns zu Ende“, erklärt Schalkes Rechtsanwalt Theo Paeffgen.
Es geht immer noch um die Olympia-Teilnahme von Rafinha: Schalke hatte gemeinsam mit Werder Bremen und dem FC Barcelona den Rechtsstreit gegen die FIFA vor dem CAS gewonnen, wonach keine Abstellungspflicht für das Fußballturnier in Peking bestand. Dies hatte die FIFA zunächst behauptet und die CBF den Spieler daraufhin angefordert.
Schalke hatte von der CBF die Freigabe und Rückreise von Rafinha verlangt. Nachdem der Fall jedoch von den Verbänden verzögert worden war, hat Schalke die CBF vor der FIFA auf Schadensersatz verklagt. Die FIFA hat den Fall jedoch nicht angenommen. Die Begründung: Schalke könne doch gegen den Spieler klagen, der schließlich gegen seinen Arbeitsvertrag verstoßen habe. [mehr]
Quelle und weitere Informationen: www.schalke04.de
http://sportrecht.wordpress.com/2008/12/22/fc-schalke-04-klage-vors-schweizer-bundesgericht/
Der Rechtsstreit des FC Schalke 04 gegen den brasilianischen Fußballverband CBF und den Weltverband FIFA muss jetzt vom Schweizer Bundesgericht entschieden werden. „Die Wege der Sportgerichtsbarkeit sind derzeit für uns zu Ende“, erklärt Schalkes Rechtsanwalt Theo Paeffgen.
Es geht immer noch um die Olympia-Teilnahme von Rafinha: Schalke hatte gemeinsam mit Werder Bremen und dem FC Barcelona den Rechtsstreit gegen die FIFA vor dem CAS gewonnen, wonach keine Abstellungspflicht für das Fußballturnier in Peking bestand. Dies hatte die FIFA zunächst behauptet und die CBF den Spieler daraufhin angefordert.
Schalke hatte von der CBF die Freigabe und Rückreise von Rafinha verlangt. Nachdem der Fall jedoch von den Verbänden verzögert worden war, hat Schalke die CBF vor der FIFA auf Schadensersatz verklagt. Die FIFA hat den Fall jedoch nicht angenommen. Die Begründung: Schalke könne doch gegen den Spieler klagen, der schließlich gegen seinen Arbeitsvertrag verstoßen habe. [mehr]
Quelle und weitere Informationen: www.schalke04.de
http://sportrecht.wordpress.com/?p=2407
Obwohl der neue Code der World Anti-Doping Agency (WADA), der ab dem 01.01.2009 in Kraft tritt, eine erhöhte Flexibilität in Bezug auf Strafen bietet, verschärft er auch die Meldepflichten. Dies hat vielfach für Diskussion und Kritik gesorgt.
Hier in Deutschland werden die Vorgaben der WADA im neuen Code der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) umgesetzt. Der überarbeitete Nada-Code wird ebenfalls am 01.01.2009 in Kraft treten.
Die Vereinigung European Elite Athletes Association (EU-Athletes) begrüßt insbesondere die Flexibiltät des überarbeiteten Regelwerks und die Schwerpunktsetzung auf Bildung, vertritt aber auch die Ansicht, daß der Code aus datenschutz- sowie arbeitsrechtlichen Aspekten gegen geltendes EU-Recht verstoßen könnte. Daher hat Emine Bozkurt (MEP) eine parlamentarische Anfrage an die Europäische Kommision eingereicht. Damit soll geklärt werden, ob bestimmte Aspekte des neuen WADA-Codes mit Europäischem Recht vereinbar ist. Insbesondere die Ein-Stunden-Regelung in den "Whereabouts", welche Spitzenathleten faktisch für eine Stunde am Tag unter Hausarrest stellt, 365 Tage in Jahr sowie die Rechtsgrundlage und die Handhabung der persönlichen Daten, stoßen auf Bedenken.
So sagte Yves Kummer, Präsident der EU-Athletes:
"So wie jeder andere, sind profesionelle Sportler durch das europäische Arbeitsrecht und die Menschenrechte geschützt. Es gibt keinen Zweifel daran, daß bestimmte Aspekte des WADA-Codes in Spielerrechte eingreifen und wir haben die Europäische Kommission gefragt, ob dies rechtmäßig ist. Wir sind dem drogenfreien Sport verpflichtet und wir haben mehrmals dazu aufgerufen mit Spieler-Vereinigungen zu verhandeln, um eine faire und effektive Anti-Doping Politik zu schaffen", so Yves Kummer, Präsident der EU-Athletes.
Quelle: www.euathletes.info
http://sportrecht.wordpress.com/?p=2353
Liebe Leser,
SPORTRECHT möchte sich für die Unterstützung und das entgegengebrachte Interesse bedanken!
Ich wünsche Ihnen allen
FROHE WEIHNACHTEN UND
EINEN GUTEN START INS NEUE JAHR 2009!
Dear reader,
SPORTRECHT wants to say thank you for your support and for the interest you show!
I wish you all
MERRY CHRISTMAS
AND A HAPPY NEW YEAR 2009!
Estimado lector:
!SPORTRECHT quiere dar las gracias por su apoyo y su interés!
Les deseo
FELIZ NAVIDAD
UN PRÓSPERO ANO NUEVO!
http://sportrecht.wordpress.com/?p=2402
Stuttgart (dpa) - Der juristische Streit zwischen Radprofi Stefan Schumacher und seinem ehemaligen Gerolsteiner-Teamchef Hans-Michael Holczer geht 2009 in die nächste Runde. Schumacher-Anwalt Michael Lehner erwartet für Januar ein erstes Urteil des Arbeitsgerichts Stuttgart.
"Per Zwischenbeschluss soll dabei entschieden werden, ob für den Fall weiter das Arbeitsgericht zuständig ist", sagte Lehner der Deutschen Presse-Agentur dpa. Anfang Oktober war eine während der Tour de France genommene A-Probe von Schumacher nachträglich positiv auf EPO getestet worden. Teamchef Holczer hatte den Nürtinger, der Doping stets bestritten hat, daraufhin fristlos entlassen.
Lehner sagte, er sei zuversichtlich, dass das Arbeitsgericht den Fall annehmen werde. "Unserer Ansicht nach hat Holczer mit Schumacher und den anderen Fahrern keine selbstständigen Verträge, sondern normale Arbeitsrechtsverträge abgeschlossen", sagte Lehner. Deshalb müsse das Arbeitsgericht für den Fall zuständig sein. Der zuständige Richter hat Anfang Dezember bereits einen Gütevorschlag unterbreitet, zu dem beide Parteien bis Jahresende Stellung nehmen können. Während sich Holczer bislang nicht äußern wollte, erklärte Lehner den "Stuttgarter Nachrichten": "Der Vergleich wird nicht zustande kommen. Der Fall geht weiter." [mehr]
Quelle: www.rad-net.de
http://sportrecht.wordpress.com/2008/12/19/schumacher-anwalt-dr-lehner-gegen-vergleich/
Wie die Deutsche Presse Agentur (dpa) berichtet, hat die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) die B-Proben bei Dopingkontrollen als "Anachronismen in der Dopingbekämpfung" bezeichnet und ihre weltweite Abschaffung gefordert.
"Die B-Probe erhöht nur die Rechtsunsicherheit und die Einkünfte von Rechtsanwälten", kritisierte DGSP- Wissenschaftsrat Jürgen M. Steinacker (Ulm) bei einer Pressekonferenz in Frankfurt/Main. Er bemängelte, dass die Urinproben dabei teilweise "drei Wochen ohne Kühlung durch die Welt geflogen".
Quelle: www.ftd.de
http://sportrecht.wordpress.com/?p=2374
Stuttgart (ots) - Der Sportjurist Dr. Michael Lehner setzt sich vehement für einen radikalen Neuanfang im Profi-Radsport ein. "Ich fordere eine Generalamnestie für den Radsport", sagt der Anwalt von Ex-Gerolsteiner-Profi Stefan Schumacher in der aktuellen Ausgabe des Rennradmagazins RoadBIKE aus dem Haus Motor Presse Stuttgart. Hohe Strafen seien als Abschreckung völlig ungeeignet, so der Heidelberger Jurist: "Um die Geißel Doping zu bekämpfen, bedarf es dringend einer Abkehr von dem derzeitigen System der Rache- und Strafgedanken", so der 54-jährige Rechtsanwalt. Als Gegenleistung fordert er eine schonungslose Offenheit aller Beteiligten, einheitliches und konsequentes Vorgehen gegen Dopingsünder und den Austausch von Entscheidungsträgern: "Neue Wege brauchen neue Köpfe", so Lehner, der den Präsidenten des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR), Rudolf Scharping, scharf attackiert: "Wer als Verband so vorverurteilt wie der BDR, hat nicht mehr das Recht zu richten." [mehr]
Quelle: www.presseportal.de
http://sportrecht.wordpress.com/2008/12/14/jurist-dr-lehner-fordert-generalamnesie-fur-den-radsport/
Stuttgart (ots) - Der Sportjurist Dr. Michael Lehner setzt sich vehement für einen radikalen Neuanfang im Profi-Radsport ein. "Ich fordere eine Generalamnestie für den Radsport", sagt der Anwalt von Ex-Gerolsteiner-Profi Stefan Schumacher in der aktuellen Ausgabe des Rennradmagazins RoadBIKE aus dem Haus Motor Presse Stuttgart. Hohe Strafen seien als Abschreckung völlig ungeeignet, so der Heidelberger Jurist: "Um die Geißel Doping zu bekämpfen, bedarf es dringend einer Abkehr von dem derzeitigen System der Rache- und Strafgedanken", so der 54-jährige Rechtsanwalt. Als Gegenleistung fordert er eine schonungslose Offenheit aller Beteiligten, einheitliches und konsequentes Vorgehen gegen Dopingsünder und den Austausch von Entscheidungsträgern: "Neue Wege brauchen neue Köpfe", so Lehner, der den Präsidenten des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR), Rudolf Scharping, scharf attackiert: "Wer als Verband so vorverurteilt wie der BDR, hat nicht mehr das Recht zu richten." [mehr]
Quelle: www.presseportal.de
http://sportrecht.wordpress.com/2008/12/14/jurist-dr-lehner-fordert-generalamnesie-fur-den-radsport/
Stuttgart (ots) - Der Sportjurist Dr. Michael Lehner setzt sich vehement für einen radikalen Neuanfang im Profi-Radsport ein. "Ich fordere eine Generalamnestie für den Radsport", sagt der Anwalt von Ex-Gerolsteiner-Profi Stefan Schumacher in der aktuellen Ausgabe des Rennradmagazins RoadBIKE aus dem Haus Motor Presse Stuttgart. Hohe Strafen seien als Abschreckung völlig ungeeignet, so der Heidelberger Jurist: "Um die Geißel Doping zu bekämpfen, bedarf es dringend einer Abkehr von dem derzeitigen System der Rache- und Strafgedanken", so der 54-jährige Rechtsanwalt. Als Gegenleistung fordert er eine schonungslose Offenheit aller Beteiligten, einheitliches und konsequentes Vorgehen gegen Dopingsünder und den Austausch von Entscheidungsträgern: "Neue Wege brauchen neue Köpfe", so Lehner, der den Präsidenten des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR), Rudolf Scharping, scharf attackiert: "Wer als Verband so vorverurteilt wie der BDR, hat nicht mehr das Recht zu richten." [mehr]
Quelle: www.presseportal.de
http://sportrecht.wordpress.com/?p=2351
In der Diskussionen um den High-tech-Anzug der Ausrüsterfirma ... ist der Boden noch nicht erreicht. Wie die Deutsche Presse Agenur (dpa) mitteilten, will der Europameister Paul Biedermann nicht weiter das vorgegebene Material des Ausrüsters des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) akzeptieren. Als Begründung gab der Athlet an, um seine Konkurrenzfähigkeit zu fürchten.
Bei der Kurzbahn-EM im Rijeka (Kroatien) sagte Biedermann: "Ich werde die WM in Rom nicht in adidas schwimmen, das steht für mich fest". Der 22-Jährige aus Halle/Saale plädierte wie andere Teammitglieder für eine freie Anzugwahl. DSV-Sportdirektor Lutz Buschkow verwies auf den bis Ende 2009 laufenden Vertrag und betonte: "Der DSV hält sich daran. Wir sind zuverlässige Vertragspartner."
Bereits vor Olympia hatten mehrere deutsche Athleten angesichts der Weltrekordflut der Konkurrenz eine freie Anzugwahl gefordert. Der Vertrag mit adidas bringt dem DSV nach Schätzungen etwa eine Million Euro jährlich an Sach- und Geldwerten ein. Derzeit laufen Verhandlungen, wie es weitergehen soll. «Es sind weitere Gespräche geplant. Vertragsdetails werden bei adidas und dem DSV grundsätzlich nicht öffentlich diskutiert», sagte adidas-Sprecher Oliver Brüggen.
Den zu erwartenden finanziellen Verlust des Verbandes bei einer freien Anzugswahl wollen die Schwimmer mittragen. «Wir sind bereit, Trainingslager und Wettkämpfe selber zu zahlen», sagte Biedermann. Seine Europarekorde schwamm Biedermann im Dress eines anderen Ausrüsters. «Wir werden alles dafür tun, dass wir die gleiche Chance haben wie die Konkurrenz», sagte sein Teamkollege Steffen Deibler.
http://sportrecht.wordpress.com/?p=2338
Der UEFA-Kontrollausschuss hat gegen die beiden Brasilaner Cris und Juninho von Olympique Lyon hohe Geldstrafen verhängt. Der Spieler Cris muß mit eine Geldstrafe in Höhe von 15.000 Euro und Juninho in Höhe von 10.000 Euro belegt. Beide hatten zugegeben, im Champions-League-Spiel gegen AC Florenz am 25. November absichtlich gefoult und sich eine Gelbe Karte eingehalndet zu haben. Beide Spieler waren bereits mit einer Gelber Karte vorbelastet, so daß sie während des Gruppenspiels gegen den FC Bayern am Mittwoch gesperrt waren.
Gegen das Urteil können die Spieler innerhalb von drei Tagen Einspruch einlegen.
Quelle: www.uefa.com
http://sportrecht.wordpress.com/?p=2334
Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat heute Felix Magath in mündlicher Verhandlung wegen eines unsportlichen Verhaltens mit einer Geldstrafe in Höhe von 10.000 Euro belegt. Mit dem heutigen Urteil in Frankfurt am Main bestätigte das Gremium das vorangegangene Einzelrichter-Urteil vom 28 November 2008.
Der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts, Hans E. Lorenz, kommentierte die Urteilsbegründung: „Felix Magath ist sicher ein untadeliger Sportsmann, der nach vielen Jahren als Trainer erstmals mit der Sportgerichtsbarkeit in Berührung kommt. Dennoch ist sein Ausspruch gegenüber Schiedsrichter Dr. Helmut Fleischer formal eine Beleidigung. Wir halten das Strafmaß dementsprechend für außerordentlich maßvoll.“
Der Trainer des Bundesligisten VfL Wolfsburg war am 22. November 2008 bei der Partie gegen den VfB Stuttgart von Dr. Helmut Fleischer auf die Tribüne verwiesen worden, nachdem er gegenübr dem Unparteiischen beim Gang in die Halbzeitpause lautstark geäußert hatte: „Herr Fleischer, Ihre Spielleitung ist unter aller Sau!“
Quelle: dfb.de
http://sportrecht.wordpress.com/2008/12/11/dfb-sportgericht-bestatigt-geldstrafe-gegen-magath/
Die Exekutive des International Olympic Committees (IOC) gab am Donnerstag in Lausanne bekannt, daß die weißrussichen Hammerwerfer Wadim Dewjatowski (31) und Iwan Tichon (32) wegen Verstöße gegen die Anti-Doping-Regeln disqualifiziert wurden. Ihre erzielten Ergebnisse werden annuliert und sie müssen ihre Olympia-Medaillen von Peking zurückgeben. Zudem wurde Wadim Dewjatowski lebenslang von allen zukünftigen olympischen Spielen ausgeschlossen, da er bereits ein zweites Mal gegen die Anti-Dopin-Regeln verstoße.
Nach dem Finale im Hammerwerfen am 17. August waren sowohl Dewjatowski (Silbermedaille) als auch Tichon (Bronzemedaille) positiv auf Testosteron getestet worden.
Weiter forderte das IOC den Leichtathletik-Weltverband IAAF auf, die Ergebnisse der XXIX. Sommerspiele in Peking entsprechend anzupassen und weiterführende Sanktionen gegen die beiden Athleten zu verhängen.
Auch Rennkanute (K2, 1000 Meter Männer) Adam Seroczynski aus Polen, der den vierten Platz holte, wurde wegen Verstöße gegen die Anti-Doping-Regeln disqualifiziert. Seine erzielten Ergebnisse werden ebenfalls annuliert. Er wurde am 22. August positiv auf Clenbuterol getestet.
Quelle und vollständige Entscheidung in englischer Sprache: www.olympic.org
http://sportrecht.wordpress.com/2008/12/11/olympische-spiele-in-peking-weitere-drei-dopingfalle/
Bundesligist TSG 1899 Hoffenheim hat auf seiner offziellen Homepage bekanntgegeben, daß Torhüter Timo Hildebrand nach Deutschland zurückkehrt und ab Januar 2009 für den derzeitigen Tabellenführer spielen wird. Damit bestätigt der Verein die Medienberichte vom heutigen Tage.
Erst am Mittwoch hatte Hildebrands ehemaliger Verein, der spanische Erstligist Valencia CF, in einer offziellen Mitteilung die vorzeitige Aufhebung des Vertrages mit dem deutschen Keeper bekanntgegeben. (mehr hier)
Am Nachmittag wird Hildebrand im Rahmen einer Pressekonferenz in Hoffenheim vorgestellt.
Quelle: www.tsg-hoffenheim.de
http://sportrecht.wordpress.com/2008/12/10/hildebrand-zu-1899-hoffenheim/
Der Streit um die „Hartplatzhelden“ geht ins Rückspiel. (mehr dazu hier)
Das Oberlandesgericht Stuttgart wird in zweiter Instanz über die Klage des Württembergischen Fußballverbandes (WFV) gegen die Betreiber von www.hartplatzhelden.de am 18. Dezember 2008 entscheiden. Die Hartplatzhelden haben Berufung gegen das erstinstanzliche Urteil des Landgerichts Stuttgart eingelegt, das dem WFV die Klageansprüche zugesprochen hat. (...)
Der Fall wirft nämlich zahlreiche ungeklärte Fragen auf. Hat ein Fußballverband Exklusivrechte an den Amateur- und Jugendfußballspielen der Vereine aus seinem Verbandsbereich? Kann der Verband die Veröffentlichung privater Videoaufnahmen von einzelnen Spielszenen auf einer eigens dafür eingerichteten Internetplattform untersagen? Hat der Verband ein Zentralvermarktungsrecht für alle Bildmaterialien? – Über diese Fragen streitet sich der WFV seit geraumer Zeit mit den „Hartplatzhelden“.
Der WFV ist – jedenfalls was die Amateurspiele aus seinem Verbandsbereich angeht - der Auffassung, dass der Betrieb einer derartigen Plattform nur ihm als ausrichtendem Verband gestattet sei. Der Verband hat die „Hartplatzhelden“ auf Unterlassung verklagt, da er meint, durch die Plattform würden die Betreiber in schmarotzerischer Weise seine organisatorischen Leistungen nachahmen und ihn an der eigenen exklusiven Vermarktung in ähnlicher Weise behindern.
Rechtsanwalt Fabian Reinholz (Rechtsbeistand der "Hartplatzhelden") hält die Argumente des WFV nicht für stichhaltig: Ein Monopol für ein Internetprojekt wie www.hartplatzhelden.de gibt es nicht. Dem WFV stehen keine Ausschließlichkeitsrechte an den Amateurfußballspielen zu. Weder sind Fußballspiele urheberrechtlich geschützt, noch kann der Verband Rechte an den Videoaufnahmen beanspruchen, da die Aufnahmen von privaten Amateurfilmern am Spielfeldrand – ohne Zutun des Verbandes – angefertigt wurden. Die im WFV organisierten Vereine haben das Hausrecht und können – theoretisch – Filmaufnahmen verbieten. Ohne Verbot stehen die Rechte an den Aufnahmen jedoch weder den Vereinen noch gar dem Verband zu.
Auch unter wettbewerbsrechtlichen Gesichtspunkten erleidet der Verband keine Verletzung seiner Rechte. Weder die organisatorischen Leistungen des WFV noch die Spiele aus dem Amateur- und Jugendbereich sind wettbewerbsrechtlich schutzfähig. [mehr]
Quelle und vollständige Pressemitteilung des Rechtsanwalts finden sie auf www.haerting.de
http://sportrecht.wordpress.com/2008/12/10/hartplatzhelden-vs-wurttembergischer-fusballverband/
Auf der Homepage des Instituts für Recht und Technik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg können Sie online eine aktualisierte Version des Skripts von Prof. Dr. Klaus Vieweg abrufen.
Das 46-seitige Skript "Faszination Sportrecht" beschäftigt sich, wie der Titel bereits unschwer erkennen läßt, mit dem Sportrecht. Kennzeichen, Zweispurigkeit, Selbstregulierung, Internationalität und die Mehrfachwirkung des Sportrechts am Beispiel des Sponsoring werden prägnant dargestellt. Ebenso beschäftigt sich das Skript mit dem aktuellen Thema des Dopings sowie Haftungsfragen und deren typische Fallkonstellationen.
Das Skript steht für Interessierte auch in englischer ("The Appeal of Sports Law") und französicher Sprache ("Le droit du sport, un fascination") zum download bereit.
Quelle: irut.jura.uni-erlangen.de
http://sportrecht.wordpress.com/2008/12/09/tipp-interessantes-skript-zum-sportrecht/
Der Spieler Diego vom Bundesligisten Werder Bremen ist vom DFB-Sportgericht am 09. Dezember 2008 im Einzelrichter-Verfahren nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss (mehr) wegen einer Tätlichkeit gegen den Gegner in der Form des krass sportwidrigen Verhaltens mit einer Sperre von vier Meisterschaftsspielen der Lizenzligen belegt worden.
Bis zum Ablauf der Sperre ist der Mittelfeldspieler auch für alle anderen Meisterschaftsspiele seines Vereins gesperrt.
Diego hatte am vergangenen Samstag in der Nachspielzeit der Bundesliga-Partie beim Karlsruher SC seinen Gegenspieler Christian Eichner mit der rechten Hand am Hals und mit der linken Hand im Nackenbereicht gepackt. Der Unparteiische hatte den Vorfall nicht gesehen.
Das Urteil ist rechtskräftig. Der Spieler und der Verein haben dem Urteil bereits zugestimmt.
Quelle: dfb.de
http://sportrecht.wordpress.com/2008/12/09/harte-strafe-fur-diego-werder-bremen/
Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat nach eigenen Angaben Ermittlungen gegen den Bremer Mittelfeldspieler Diego aufgenommen.
Bei der Bundesliga-Partie zwischen dem Karlsruher SC und Werder Bremen (Endergebnis 1:0) am 16. Spieltag hatte Diego nach dem Platzverweis von Claudio Pizarro in der 90. Spielminute den Gegenspieler Christian Eichner an die Kehle gefriffen.
Da der Unparteiische Guido Winkann diesen Vorfall nicht wahrgenommen und demzufolge auch nichts entsprechendes in seinem Schiedsbericht-Bericht vermerkt hat, kann der DFB-Kontrollausschuss nachträglich ermitteln.
Sowohl Diego als auch Christian Eichner wurden nun von DFB zu zeitnahen Stellungnahmen aufgefordert.
Quelle: dfb.de
http://sportrecht.wordpress.com/2008/12/08/dfb-kontrollausschuss-ermittelt-gegen-diego/
Der Sportausschuss des Deutschen Bundestages in Berlin informierte in der hib-Meldung vom 04. Dezember 2008 über folgendes:
(...) Zu den Neuerungen im NADA-Code, der ab dem 1. Januar 2009 gelten wird, gehöre eine verschärfte Meldepflicht für Spitzenathleten aus Risikosportarten, erläuterte die NADA-Justiziarin Anja Berninger. Die sogenannte "Ein-Stunden-Regel" verlange vom Athleten, eine Stunde am Tag auszuwählen, an der er für die Kontrolleure an einem vorher benannten Ort erreichbar sein muss. Diese Stunde müsse für drei Monate im Voraus benannt werden, könne aber jederzeit verändert werden. Unabhängig davon müssten auch die Aufenthaltsdaten der Athleten für jeweils ein Vierteljahr im Voraus den Kontrolleuren bekannt gemacht werden. Diese Regelung, so räumte Berninger ein, stelle eine hohe Belastung für die Athleten dar. Die NADA habe diese Vorschrift gegenüber der Internationalen Anti-Doping-Agentur (WADA) abgelehnt. Dennoch sei sie in den WADA-Code aufgenommen worden und müsse nun umgesetzt werden.
Ebenfalls neu, so Berninger, sei die Festlegung auf ein sogenanntes Verfahrenserzwingungsrecht. Danach darf die NADA bei Dopingverfahren eingreifen, wenn sie der Meinung ist, dass nicht nach dem NADA-Code geurteilt wurde. Nach einem Urteil der NADA wiederum habe der Sportler das Recht auf eine "administrative Überprüfung" durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), ergänzte Göttrik Wewer, Geschäftsführer der NADA. Auch dies gehe auf eine Vorgabe der WADA zurück (...) Bei dieser Überprüfung, so stellte Wewer klar gehe es jedoch nicht um inhaltliche Fragen, sondern lediglich um die Feststellung eventueller Formfehler.
Die Abgeordneten begrüßten weitgehend das Vorgehen der NADA und verbanden damit auch ihre Hoffnung, dass es zu solch "skandalösen" Urteilen, wie aktuell beim Fall des Eishockeyprofis Fabian (Anm. d. Red. Florian) Busch, nicht mehr kommen werde. [mehr]
Quelle: www.bundestag.de (04. Dezember 2008)
http://sportrecht.wordpress.com/2008/12/05/meldepflichten-fur-spitzenathleten-im-nada-code-verscharft/
Nachdem die Nürnberg Ice Tigers GmbH vergangene Woche die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt hat (mehr), gab sie nun bekannt, daß ein weiterer Schritt zur Sicherung des Spielbetriebs der Sinutpret Ice Tigers getan ist.
Wie bereits berichtet, fanden am Dienstag Gespräche mit einem wichtigen Geldgeber für die Sinupret Ice Tigers statt. Dabei handelt es sich um Herrn Günther Hertel. Gegenstand der Gespräche war die Frage, ob sämtliche Zahlungsverpflichtungen aus dem Sponsorenvertrag mit der Firma Aichinger erfüllt sind.
Im Ergebnis der Besprechung hat sich Herr Günther Hertel bereit erklärt, den kurzfristigen Finanzbedarf aus privaten Mitteln zur Verfügung zu stellen. Ein Teil der Zahlung erfolgt umgehend, damit fällige Zahlungsverpflichtungen der Ice Tigers gedeckt werden können. „Die Zahlungsverpflichtungen der Fa. Aichinger sind vollständig erfüllt“, bekräftigte Hertel. „Trotzdem zahle ich aber nochmals einen Betrag aus eigener Tasche, um einen Beitrag zur Sicherung des Spielbetriebes zu leisten. Nicht zuletzt auch deshalb, damit die Dauerkarteninhaber keine Nachteile erleiden“, so Hertel. (...)
Fast zeitgleich gab die Deutsche Eishockey Liga (DEL) folgendes bekannt:
Die zur Sonderprüfung bei der Nürnberger Ice Tigers GmbH beauftragten Wirtschaftsprüfer haben festgestellt, dass die im Lizenzierungsverfahren eingereichten Planungsunterlagen, insbesondere hinsichtlich der Sponsorenerlöse, sachgerecht waren.
Quellen und weitere Informationen:
icetigers.de
del.org
http://sportrecht.wordpress.com/2008/12/04/ice-tigers-schritte-zur-sicherung-des-spielbetriebs/
Tätlichkeiten auf dem grünen Rasen werden mit der Roten Karte sanktioniert, unabhäbig ob das Opfer am Spiel teilnimmt oder nicht.
So ereignete sich in der griechischen Liga während der Partie zwischen Panathinaikos Athen und Astera Tripolis folgende kuriose Szene:
Die 90. Minute ist bereits angebrochen. Bei einem Spielstand von 1:1 läuft plötzlich ein Zuschauer auf das Spielfeld, wirft einem Spieler von Panathinaikos ein paar Worte entgegen und initiert seine Flucht vor den heraneilenden Sicherheitskräften. Allzu weit kommt der Störenfried jedoch nicht. Mit einem gestreckten linken Bein, holt Asteras Mittelfeldspieler Adrian Bastia (Polaco) den Flitzer von seinen Beinen, so daß die Sicherheitskräfte den Mann in Gewahrsam nehmen können. Wenige Sekunden danach, macht sich eine unerwartet Überraschung auf dem Feld breit. Der Unparteiische verweist Bastia mit einer roten Karte vom Spielfeld.
Quelle und Verweis auf Video: kurier.at
http://sportrecht.wordpress.com/2008/12/04/rote-karte-nach-tatlichkeit-an-einen-flitzer/
Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat bekannt gegeben, daß es am 11. Dezember 2008 ab 14 Uhr in der DFB-Zentrale in Frankfurt/Main mündlich die Sportstrafsache gegen Felix Magath verhandeln wird. Die Verhandlung wird von dem Vorsitzenden des DFB-Sportgerichts, Hans E. Lorenz, geleitet werden.
Am 28. November 2008 war der VfL Wolfsburg Trainer vom DFB-Sportgericht im Einzelrichter-Verfahren wegen eines unsportlichen Verhaltens am 22. November 2008 zu einer Geldstrafe von 10.000 Euro verurteilt worden. Gegen diese Entscheidung hat Magath fristgerecht mündliche Verhandlung beantragt.
Quelle: dfb.de
Mehr dazu: kicker.de
http://sportrecht.wordpress.com/2008/12/03/dfb-magath-beantragt-mundliche-verhandlung/
Das Gremium des Ad-hoc-Schiedsgerichts des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) - bestehend aus Dr. Stephan Netzle, Vorsitz (Zürich ), Dr. Franz Steinle (Stuttgart) und Prof. Dr. Ulrich Haas (Zürich) - kündigte am Ende der Sitzung vom vergangenen Freitag eine Entscheidung im Fall Florian Busch für Mittwoch den 03. November 2008 an. (mehr)
Ob mit dem Schiedsspruch tatsächlich auch das letzte Wort in der Causa Busch gesprochen ist, sei dahin gestellt. Der Rechtsanwalt des Stürmers der Eisbären Berlin, Klaus Sturm, kündigte bereits weitere Schritte an, falls sein Mandant auch für die Deutsche Eishockey Liga (DEL) gesperrt würde. "Dann werden wir dagegen auf jeden Fall gerichtlich vorgehen. Er ist Profi und muss seinen Lebensunterhalt verdienen", so Sturm.
Quellen:
deb-online.de
sport1.de
http://sportrecht.wordpress.com/2008/12/03/heute-entscheidung-in-der-causa-busch/
In der heutigen Vorstandssitzung des Österreichischen Radsport-Verbandes wurde beschlossen, sich bereits im Stadium der derzeit laufenden staatsanwaltlichen Erhebungen einem allfälligen gegen Bernhard Kohl einzuleitenden Strafverfahren als Privatbeteiligter anzuschließen.
Diesen Schritt begründet ÖRV-Präsident Otto Flum mit zwei Faktoren: „Wir wollen damit ganz klar dokumentieren, dass wir an jeder Aufklärung von Dopingvergehen aktiv mitarbeiten. Auch aufgrund des Schadens, der dem ÖRV entstanden ist, wollen wir uns einem Strafverfahren anschließen.“
Den zweiten Punkt formuliert der Präsident so: „Wir wollen damit auch der Staatsanwaltschaft die Möglichkeit geben, in dem Fall Kohl aktiv zu werden. Grundvoraussetzung hierfür ist, dass eine Anzeige eingebracht wird. Dies ist unseres Wissens bereits geschehen, wodurch die Mühlen der Justiz zu mahlen beginnen. Nach unserem Empfinden wurden in der Vergangenheit zu viele Fälle nicht ausreichend verfolgt, zu oft wurden Verfahren eingestellt. Mit unserem oben angeführten Aktivitäten hoffen wir auch, an die Hintermänner zu gelangen und befinden uns damit auf einer Linie mit dem neuen Sportministerium.“
Mitteilung des Österreichischen Radsport-Verbandes vom 03.12.2008 im Wortlaut
Quelle: radsportverband.at
http://sportrecht.wordpress.com/2008/12/03/orv-schliest-sich-strafverfahren-gegen-b-kohl-an/
Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den Hamburger SV im Einzelrichter-Urteil wegen mangelndes Schutzes des Gegners (SV Werder Bremen) mit einer Geldstrafe in Höhe von 35.000 Euro belegt.
Dem Urteil liegen die Ereignisse des 14. Spieltages am 23. November 2008 zugrunde. Bei der Partie des HSV gegen Werder Bremen wurde der Spieler Frank Baumann an der linken Schläfe von einer Batterie verletzt, die aus dem Hamburger Zuschauerbereich geworfen worden war (mehr).
Strafmildernd wurden von DFB-Sportgericht die Deeskalationsbemühungen der HSV-Verantwortlichen berücksichtigt. Vor der Partie wurde beispielsweise ein Versöhnungstreffen zwischem dem Stürmer Iviva Olic und dem Torhüter Tim Wiese innitiiert. Straferschwerend habe sich jedoch ausgewirkt, daß der HSV in der Saison 2007/2008 bereits zwei Mal wegen Zuschauerverfehlungen zu Geldstrafen verurteilt worden ist.
Das DFB-Sportgericht drohte dem HSV eine Platzsperre oder eine Spielansetzung unter (Teil-)Ausschluß der Öffentlichkeit an, falls sich zukünftig ein erneuter gravierender Fall ereignen sollte.
Gegen das Urteil des Einzelrichters kann binnen 24 Stunden mündliche Verhandlung vor dem DFB-Sportgericht beantragt werden.
Quelle: dfb.de (01.12.2008)
http://sportrecht.wordpress.com/2008/12/02/dfb-35000-euro-geldstrafe-fur-den-hsv/
Die International Athletics Federation (IAAF) hat beim Court of Arbitration for Sports (CAS) Rechtsmittel gegen die sieben Entscheidungen der Russian Athletic Federation (ARAF) vom 20. Oktober 2008 eingelegt.
Die ARAF hatte mit den Entscheidungen sieben russische Leichtathletinnen wegen Verstöße gegen die Anti-Doping-Regeln der IAAF (32.2 (b) und 32.2 (e)) rückwirkend vom April bzw. Mai 2007 (Zeitpunkt der Probenahme) für zwei Jahre gesperrt. Damit wären die Sportlerinnen im August 2009 für die WM in Berlin wieder startberechtigt.
Dabei handelt es sich um folgenden Sportlerinnen:
Svetlana Cherkasova - 800m
Yulia Fomenko - 1500m
Gulfiya Khanafeyeva - Hammerwerfen
Darya Pishchlnikova - Diskusswerfen
Yelena Soboleva - 800m / 1500m
Tatyana Tomashova - 1500m
Olga Yegorova - 1500m / 5000m
Der Internationale Leichtathletik-Verband IAAF ist der Ansicht, das in allen Fällen in Übereinstimmung mit den IAAF-Regeln, der Beginn der Sperre nicht vor dem Zeitpunkt der vorläufigen Suspendierung von den Wettkämpfen liegen kann. Außerdem vertritt die IAAF die Meinung, daß die Verstöße der betroffenen Sportlerinnen mit einer Sperre von mehr als zwei Jahren sanktioniert werden müsse. Sie beantragt daher eine Sperre von vier Jahren ab dem Zeitpunkt des Schiedsspruches des CAS unter Anrechnung der bereits suspendierten Zeit. „Es ist inakzeptabel, dass diese Athletinnen, die sich eines ernsthaften Vergehens schuldig gemacht haben, nur eine Sperre von effektiv neun oder zehn Monaten bekommen und im Sommer 2009 schon wieder startberechtigt sein sollen“, so IAAF-Präsident Lamine Diack.
Quellen:
tas-cas.com: Pressemitteilung des TAS/CAS vom 28. November 2008
iaaf.org
Hinweis: Auf der offiziellen Verbandsseite des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) finden Sie die einschlägigen Anti-Doping-Regelwerke auch in deutscher Übersetzung. (hier)
http://sportrecht.wordpress.com/2008/12/01/7-russische-athletinnen-iaaf-ruft-cas-an/
Ralf Pape, Alleingesellschafter der EV Duisburg "Die Füchse", hat angekündigt, zum Saisonende der Deutschen Eishockey Liga (DEL) fast dem kompletten Team zu kündigen.
Die noch laufenden Verträge würden zum Ende der Spielzeit entweder gekündigt oder nicht mehr verlängert. Von der "Kündigungswelle" betroffen sind Morten Ask, Alexander Selivanov, Jan Alinc, Michal Sup, dessen Vertrag gerade erst verlängert wurde, Jean-Luc Grand-Pierre, Justin Cox, Michail Kozhevnikov. Der Trainer Dieter Hegen, Manager Franz Fritzmeier sowie die Torhüter Ilpo Kauhanen und Lukas Lang werden bleiben.
Als Grund für diese drastische Maßnahme nannte Pape "kollektives Versagen". Vor der Saison hatte er den Etat mit ca. 4 Millionen Euro aus der eigenen Tasche aufgestockt. Trotz verschiedener namenhafter Neuverpflichtungen hat das Team unter dem mittlerweile entlassenen Trainer Karel Lang und seinem Nachfolger Hegen aus 23 Spielen nur 14 Punkte holen können und bildet derzeit das Schlusslicht der Tabelle.
Quellen:
rp-online.de
sport.zdf.de
http://sportrecht.wordpress.com/2008/11/29/holiday-on-ice-ist-in-duisburg-vorbei/
Es fehlen nur noch wenige Spieltage, bis der Herbstmeister der 1. Bundesliga gekrönt wird.
Bereits heute könnte die Vorentscheidung fallen. Die Luft an der Tabellenspitze ist dünn und die Topspiele stehen noch bevor! Wenn am 14. Dezember 2008 die Partie 1899 Hoffenheim gegen FC Schalke 04 abgepfiffen wird, ist ... Herbstmeister!
[polldaddy poll=1149087]
http://sportrecht.wordpress.com/2008/11/29/wer-wird-herbstmeister-in-der-fusballbundesliga/
Das Sportgericht des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes (SHFV) hat einen rechtlich nicht haltbaren "Wettbewerbsvorteil" angenommen, weil das Verbandsliga-Spiel in der Staffel Süd-West zwischen dem SV Wahlrecht und PSV Neumünster, nicht auf dem als Hauptfeld angemeldeten Rasenplatz, sondern auf dem als Nebenplatz angemeldeten Kunstrasen ausgetragen wurde.
Das Sportgericht unter Vorsitz von Horst Fischer sah hierbei unter Berücksichtigung der SHFV-Spielordnung und der Durchführungsbestimmungen für die Verbandsligen der Senioren einen rechtlich nicht haltbaren „Wettbewerbsvorteil“ für den SV Wahlstedt. Der Segeberger Klub, der sich größere Siegchancen auf dem künstlichen Geläuf ausmalte, hätte nur auf dem als Nebenplatz angemeldeten Kunstrasen spielen dürfen, wenn die Stadt Wahlstedt den städtischen Hauptplatz gesperrt hätte. Das war im Vorfeld der Begegnung am 2. November nicht der Fall. Das Spiel wird annulliert und neu angesetzt. „Kein Kommentar“, sagte Wahlstedts Vorsitzender Sönke Schubert auf KN-Anfrage, er wolle erst das Urteil intern besprechen. [mehr]
Quelle: www.kn-online.de (26. November 2008)
http://sportrecht.wordpress.com/2008/11/28/rasen-urteil/
Stefan Schumacher hat das wochenlange Schweigen durchbrochen. In dem Tagebuch auf seiner offiziellen Homepage äußert sich der Radrennprofi zu den A-Proben, den Vorverurteilungen, dem Verhalten seines Teamchefs und den noch offenstehenden Fragen. Außerdem kündigt er eine Strafanzeige gegen die französische Anti-Doping Agentur (AFLD) wegen Verleumdung an.
Es folgt ein Auszug:
Aber ich will an dieser Stelle nicht nur Worte sprechen lassen – sondern auch Fakten. Fakten, anhand derer sich jeder sein eigenes Bild verschaffen kann. (...)
Der Schock kam mit Verzögerung. Angeblich sollen besagte A-Proben in einer Nachuntersuchung in Paris doch ein positives Ergebnis gebracht haben. Ich frage mich: Was für A-Proben? Die waren doch schon entsiegelt und analysiert. Eine zweite A-Probe vom gleichen Tag gab es nicht. Und das Regelwerk kennt keine Nachuntersuchung einer bereits ausgewerteten und überprüften A-Probe – außer zu wissenschaftlichen Zwecken. Zumindest steht in den Statuten von Wada, UCI und BDR nichts anderes.
Und das aus gutem Grund. Wer sagt mir denn, was das für ein Blut ist? Wo kommt es her? Wie wurde es nach der Entsiegelung und der bereits vorgenommenen Auswertung gelagert? Wer hatte alles Zugriff? Angeblich wurde das Blut in Lausanne gelagert und dann nach Paris gebracht. Aber wie wurde es transportiert? Kurzum: Ich würde gerne ein ausführliches Protokoll sehen – das ist bei der Schwere der Vorwürfe doch eine Selbstverständlichkeit. Denn so wie ich es sehe, wurden beispielsweise die internationalen Standards für sachgerechte Lagerung nicht eingehalten. (...)
Quelle und vollständige Mitteilung: www.stefan-schumacher.com
http://sportrecht.wordpress.com/2008/11/27/stefan-schumacher-ich-werde-fur-mein-recht-kampfen/
Nach dem Schiedsspruch des Court of Arbitration for Sports (CAS) vom 20. November 2008 wird heute abend das UEFA Champions-League Spiel zwischen dem spanischen Erstligisten Atlético Madrid gegen und PSV Eindhoven vor leeren Zuschauerrängen ausgetragen werden. (Lesen Sie mehr dazu hier)
Quelle: Pressemitteilung CAS com 20.11.2008 auf tas-cas.org
http://sportrecht.wordpress.com/2008/11/26/atletico-madrid-vs-psv-eindhoven-hinter-verschlossenen-turen/
Am 24. November kündigte die Deutsche Eishockey Liga Betriebsgesellschaft mbH (DEL) eine außerordentliche Prüfung der wirtschaftlichen Situation bei den Sinupret Ice Tigers an, da der Verdacht bestehe, das die Voraussetzungen zur Lizenzerteilung nicht bestanden bzw. nicht mehr bestehen (mehr).
Die Nürnberg Ice Tigers Eishockey GmbH gab bekannt, gestern beim Amtsgericht Nürnberg einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt zu haben. Der Geschäftsführer, Norbert Schumacher, bestätigte in der offiziellen Meldung, "dass dieser Schritt unumgänglich geworden war, nachdem Verhandlungen mit potentiellen Sponsoren zur Rettung des finanziell angeschlagenen Clubs gescheitert waren". Am 25. November wurde der Rechtsanwalt Volker Böhm vom Amtsgericht Nürnberg zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Vorrangiges Ziel sei "den Spielbetrieb vollständig aufrecht zu erhalten, damit noch alle anstehenden Spieltermine der Saison 2008/2009 wahrgenommen werden können", so der Jurist. Dafür sollen Gespräche mit der DEL, den beteiligten Sponsoren und dem Stadionbetreiber geführt werden.
Der Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens zieht vorerst noch keine Konsequenzen für den Vicemeister von 2007 nach sich. "Erst wenn das Insolvenzverfahren auch eröffnet wird, führt das zum Lizenzentzug und zum Ausschluss als Gesellschafter", so DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke. Ob dem Club aus Franken dann während der laufenden Saison ausscheiden müsse, "müsste noch von den DEL-Gesellschaftern geklärt werden".
Quellen:
icetigers.de
sport.zdf.de
http://sportrecht.wordpress.com/2008/11/26/ice-tigers-beantragen-eroffnung-eines-insolvenzverfahrens/
Der KURIER hat einen Fragebogen entwickelt, um Beteiligten Kosten zu ersparen und langwierige Verfahren zu vermeiden.
Kreuzen Sie bitte die zutreffende Frage an, addieren Sie anschließend die in der Klammer stehenden Punkte zusammen und werten Sie Ihr Ergebnis aus.
1) Wie oft haben Sie unerlaubte Mittel zu sich genommen?
a) Nicht immer, aber immer öfter. Macht bei den Profis ja eh ein jeder. Wenn ich nur aufhören könnt’! (6)
b) Ein paar Mal halt, aber immer nur vor dem Saisonhöhepunkt. Großes Indianer-Ehrenwort. (3)
c) Ein Mal. Mein Manager hat gesagt, ich muss unbedingt die Einzeltäter-Theorie untermauern. (0)
3) Wann und wo erfolgte die Übergabe?
a) Auf einer ausländischen Autobahn-Raststation. (0)
b) Das Zeug lag plötzlich in meinem Kühlschrank. (3)
c) Im Haus meines Managers. (6)
Quelle und vollständigen Test: www.kurier.at
http://sportrecht.wordpress.com/2008/11/26/sind-auch-sie-ein-doping-sunder/
Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) hat heute eine außerordentliche Prüfung der wirtschaftlichen Situation der Sinupret Ice Tigers angeordnet, da der Verdacht besteht, dass die Voraussetzungen zur Lizenzerteilung nicht bestanden bzw. nicht mehr bestehen.
Insbesondere geht es hierbei um Leistungen aus dem Sponsorenbereich, die im Rahmen der Lizenzprüfung nachgewiesen wurden, aber möglicherweise nicht erfüllt worden sind bzw. nicht erfüllt werden.
Quelle: del.org
Weitere Informationen: focus.de
http://sportrecht.wordpress.com/2008/11/24/del-pruft-wirtschaftliche-situation-der-ice-tigers/
Eine weitere Ergänzung in der Rubrik Kuriositäten im Sport...
Die 20.300 Zuschauer im Mainzer Bruchwegstadion staunten am Sonntag nicht schlecht. Sie wurden in der 43. Minute der Partie zwischen dem FSV Mainz 05 und dem FC St. Pauli Zeuge einer exklusiven Show: die beidarmig gezückten Gelben Karten.
Die Hauptrolle in diesem beeindruckenden Schauspiel übernahm DFB-Schiedsrichter Thomas Metzen, der Florian Bruns (St. Pauli) und Miroslav Karhan (Mainz 05) schlagartig zu blassen Nebendarstellern degradierte. Eben hatten sich also Karhan und Bruns ein wenig regelwidrig gekappelt, als der Schiedsrichter zu seinem ganz persönlichen Spektakel ansetzte. Festen Blickes und wild entschlossen zog er beidhändig und über Kreuz (!) zwei Gelbe Karten aus seinen Hemdtaschen und reckte sie den etwas irritierten und ungläubig dreinblickenden Fußball-Profis vor die Nase. [mehr]
Quelle: sport.zdf.de
http://sportrecht.wordpress.com/2008/11/24/der-schiedsrichter-mit-dem-doppel-gelb/
Für sein Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen während der Tour de France 2008 wurde Bernhard Kohl am Montag von der Rechtskommission der Nationalen Anti-Doping Agentur Austria (NADA) mit einer Sperre von zwei Jahren belegt.
Medienberichten zufolge soll die mündliche Verhandlung vor der Rechtskommission der NADA, die sich aus dem Vorsitzenden Rechtsanwalt Gernot Schaar und fünf weiteren Mitglieder zusammensetzt, 2 Stunden und 40 Minuten gedauert haben. Eine Pressemitteilung von Seiten der NADA liegt derzeit noch nicht vor.
Die Kronzeugen-Regelung ist offenbar nicht angewendet worden. Kohl hatte gehofft, mit seinem Geständnis, die zweijährige Sperre reduzieren zu können. "Ich habe meine Aussage getätigt und bin ehrlich gewesen. Wenn es gewürdigt wird, ist es ein gutes Zeichen für den Sport, für die Sportler. Wenn nicht, werden wir in das leidige Thema des Schweigens zurückkommen", so Kohl. Unbekannt ist derzeit noch, wie umfangreich Kohls Aussage vor der Rechtskommission gewesen ist. Im Vorfeld hatte der 26-jährige angekündigt, auch Hintermänner zu nennen.
Erst nach der schriftlichen Ausfertigung und Zustellung des für ihn "enttäuschenden" Urteils, will sich der Radprofi entscheiden, ob er gegen die zweijährige Sperre Rechtsbehelf einlegen wird oder nicht. Gegen Entscheidungen der Rechtskommission kann binnen vier Wochen nach Zustellung eine Überprüfung durch die Unabhängige Schiedskommission (USK) beantragt werden. Daneben stünde Kohl auch die Anrufung der staatlichen Gerichte offen. Nach einer Entscheidung der USK ist auch ein Überpfüfungsantrag an den Court of Arbitration for Sport (CAS) in Lausanne möglich.
Bernhard Kohls A-Probe war bei den nachträglichen Analysen durch die französische Anti-Doping Agentur AFLD positiv auf das Blutdoping-Mittel CERA getestet worden.
Quellen und weitere Informationen:
kleinezeitung.de
sport.zdf.de
nada.at
http://sportrecht.wordpress.com/2008/11/24/zwei-jahre-sperre-fur-bernhard-kohl/
Der interne Jahresdopingbericht, den der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) gemeinsam mit der Nationalen Anti Doping Agentur Deutschland (NADA) erstmalig erstellt hat, weist einem Artikel im Berliner Tagesspiegel zufolge gravierende Mängel in den deutschen Sportverbänden bei der Dopingbekämpfung auf. Aus dem 139-seitigen Bericht soll hervorgehen, daß ein Fünftel der Fachverbände die allgemeingültigen Kriterien nicht erfüllen. Dazu zählen auch der Bund Deutscher Radfahrer, der Deutsche Eishockey-Bund und der Deutsche Motorsportbund.
Der Kurs des Anti-Doping-Kampfes des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) und des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) habe dagegen Bestnoten erhalten.
Die Stellungnahme des Deutschen Eishockey-Bundes dazu finden Sie hier.
Quelle und vollständer Artikel: www.tagesspiegel.de (20.11.2008)
Deuschlandfunk Sendung Sport Aktuell, Podcast "Erster Jahresdopingbericht 2008 weist Mängel auf" (14.11.2008)
http://sportrecht.wordpress.com/2008/11/22/jahresdopingbericht-dosbnada/
Der Court of Arbitration for Sports (CAS) hat den Rechtsmitteln der World Anti-Doping Agency (WADA) und des International Olympic Committees (IOC) gegen die Entscheidung der International Skiing Federation (FIS) vom 22. November 2007 stattgegeben. Der Schiedsspruch betrifft den österreichischen Ski-Langläufer Jürgen Pinter.
Während der olympischen Winterspiele in Turin im Jahr 2006 war es zu einer Razzia der italienischen Polizei in den Unterkünfen des österreichischen Langläufer Mannschaft in Pragelato gekommen, bei der umfangreiches Beweismaterial (Spritzen, Blutbeutel, Nadeln, Flaschen mit Kochsalzlösung) sichergestellt wurden. Das IOC leitete gegen Jürgen Pinter und weitere österreichische Athleten Disziplinarverfahren ein und schloß diese auf Lebenszeit von allen zukünftigen Olympischen Winterspielen aus. Dies wurde im Januar 2008 durch den CAS bestätigt. Mit Entscheidung vom 22. November 2007 sprach der Doping-Ausschuss der FIS Pinter von allen Vorwürfen, die im Zusammenhang mit den Durchsuchungen der italienischen Polizei standen, frei. Gegen diese Entscheidung wendeten sich die WADA und das IOC im Dezember 2007 mit zwei unabhängig eingereichten Rechtsmitel an den CAS. Eine Anhörung der Parteien und deren entsprechenden Vertreter fand am 30. September 2008 in Lausanne statt.
Der CAS-Ausschuss unter dem Vorsitz von Professor Luigi Fumagalli (Italien) und der Schiedsrichter Herr Malcolm Holmes (Australien) und Dr. Martin Schimke (Deutschland) nahm einen Verstoß gegen Art. 2.6 FIS Anti-Doping Rules (Possession of Prohibited Substances and Methods) und gegen Art. 2.8 FIS Anti-Doping Rules (Administration or Attempted administration to any Athlete) an.
Als Folge des Schiedsspruches hat der CAS Jürgen Pinter für einen Zeitraum von 4 Jahre rückwirkend ab den 01. März 2006 gesperrt.
Quelle und vollständige Pressemitteilung vom 21. November 2008 auf www.tas-cas.com
Weitere Informationen: FIS Anti-doping rules (Stand 2009)
http://sportrecht.wordpress.com/2008/11/21/tascas-4-jahre-sperre-fur-jurgen-pinter/
Dirk Horstmann, Spielleiter der Basktetball Bundeliga (BBL), hat die Begegnung des 10. Spieltags zwischen EnBW Ludwigsburg und LTi Giessen 46ers endgültig mit 2:0 Punkten 1:0 Körben für Ludwigsburg gewertet. Zudem sind die Gießener bei möglichen direkten Vergleichen in der Tabelle stets schlechter zu plazieren als der punktgleiche Kontrahent.
Der von den Verantwortlichen der LTi Giessen 46ers am vergegangenen Montag fristgerecht gemachte Einwand der "höheren Gewal" liegt nicht vor. Als Begründung nannte Horstmann, "dass nach herrschender Verbandsrechtsprechung keine "höhere Gewalt" vorliegen kann, wenn ein Verein zu einem Bundesligaspiel mit PKWs oder einem Bus anreist."
Des Weiteren wurde der Klub mit einer Ordnungsstrafe in Höhe von 6.000 Euro belegt, „weil sich die Gießener fahrlässig und damit schuldhaft verhalten hätten“, so Horstmann. „Der Verein hat nicht alles in seiner Macht stehende getan, um rechtzeitig am Spielort einzutreffen. Man hätte nach Alternativen suchen müssen, um aus dem Stau herauszukommen." [mehr]
Quelle und vollständige Mitteilung: www.basketball-bundesliga.de
http://sportrecht.wordpress.com/2008/11/20/bbl-ordnungsstrafe-fur-lti-giessen-46ers/
Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) hat am Montag beim Court of Arbitration for Sport (CAS) Berufung gegen die Entscheidung des Tribunal der Fédération Equestre Internationale (FEI) vom 22. Oktober 2008 eingelegt.
Das Tribunal der FEI hatte den deutschen Springreiter Christian Ahlmann (Pferd: Cöster) aufgrund eines Verstoßes gegen Medikationsvorschriften (Substanz Capsaicin) während der Olympischen Sommerspiele in Peking mit einer Sperre von vier Monaten ab dem 21. August 2008 belegt.
Nach Ansicht der FN handelt es sich bei Ahlmanns Vergehen um ein Verstoß gegen Doping- und nicht um einen Verstoß gegen Medikationsvorschriften. Die FN begehrt daher eine Sperre von mindestens acht Monaten.
Quelle: Pressemitteilung vom 18.11. 2008 (tas-cas.com)
Weitere Informationen: focus.de
http://sportrecht.wordpress.com/2008/11/20/tascas-fn-legt-berufung-ein/
Ein Überblick
Ende Oktober bekundete die Nationale Anti Doping Agentur Deutschland (NADA) nach Gesprächen mit der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) die Absicht, bis 2009 ein Kontrollsystem auch für den Reitsport einzurichten (mehr dazu hier). Damit käme die NADA auch dem Hilferuf von Seiten der 27 deutschen Turnierveranstalter nach.
In den letzten Wochen schienen die Diskussionen um das Thema Doping bzw. Medikation im Pferdesport nicht abreißen zu wollen. So schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung "Radsport und Reitsport haben mehr gemeinsam als den Anfangsbuchstaben und die Tatsache, daß man in beiden Disziplinen aus dem Sattel fliegen kann." Den Anstoß für den derzeitigen Aktionismus dürften die Medikationsfälle während der Olympischen Sommerspielen in Peking und die darauf folgenden Urteile, Einsprüche und Sperren gegeben haben. Am Dienstag legte die FN gegen die Entscheidung des Internationalen Reit-Verbandes ein FEI vom 22. Oktober Berufung beim Court of Arbitration for Sport (CAS) ein. Weitere aktuelle Medienberichte über Tierquälerei, wie beispielsweise der Artikel des Magazins "Der Spiegel" unter dem Titel "Spritzen und Schweigen" , schürten das brisante Thema weiter.
Bislang testete die FN bei Wettkämpfen die Tiere selbst. Die NADA, die für die Organisation und Durchführung von Dopingkontrollen bei Menschen außerhalb von Wettkämpfen (sog. Trainingskontrollen) zuständige Institution hier in Deutschland, führte die Kontrollen bei den Spitzenreitern durch.
Die Erweiterung auf ein umfassendes (Trainings-)Kontrollsystem auch für Pferde bringt neben dem Fortschritt im Anti-Doping-Kampf aber auch juristische und organisatorische Probleme mit sich, deren Lösungsfindung Zeit benötigen wird. Daher wird eine Einrichtung des Kontrollsystems nicht wie gewünscht bis März 2009 realisierbar sein. Zu bedenken ist auch, dass die NADA sich bei der Einrichtung eines solchen Systems als Vorreiter auf "Neuland" begibt und daher hierbei nicht auf Erfahrungswerte anderer Anti-Doping-Agenturen zurückgreifen, weil auch im Ausland keine Zusammenarbeit mit dem Reitsport existiert.
Aus juristischer Sicht dürfte die Neuerstellung oder Überarbeitung des bestehenden Regelwerks eine interessante Aufgabe darstellen. Das jetzige Regelwerk unterscheidet pharmazeutische Substanzen nach verbotener Medikation A und B sowie Doping. Vielfach wird von einer nicht transparanten Rechtslage und einem unklaren Regelwerk gesprochen.
Auch die Forderung der Turnierveranstalter, daß ein Reiter für sein Pferd verantwortlich sein soll, bedarf einer näheren Konkretisierung. Die Turnierveranstalter schreiben in ihrem Forderungungskatalog (hier) unter "Medikation / Doping" Ziffer 1 folgendes: Die Verantwortung für das Pferd liegt ausschließlich beim Reiter. Wie weit soll jedoch diese Verantwortung reichen, wenn man bedenkt, daß Ross und Reiter z.B. schon allein während der Anreisezeit zu einem Wettkampf getrennt sind? Ist der Reiter auch dafür verantwortlich, was während der nächtlichen Ruhe in dem Stall passiert, in dem das Pferd während der Wettkämpfe untergebracht ist?
Aus organisatorischer und finanzieller Hinsicht sind ebenfalls noch offene Fragen zu klären, wie z.B. die Übernahme der dafür veranschlagten Kosten.
Armin Baumert, Vorstandsvorsitzender der NADA, spricht angesichts der Anzahl der Turniere (3500 deutsche Turniere) und der Pferde, die jählich an Turnieren teilnehmen, von einer Begrenzung des Testpools auf den Spitzensport. "3000 Turnierpferde können wir nicht schaffen". Eine Definition des Spitzensports muß jedoch noch vorgenommen werden.
Weiter gibt Baumert zu Bedenken, daß bisher Tierärzte die Proben im Reitsport durchgeführt haben,"deshalb kommen unsere Kontrolleure dafür nicht in Betracht".
Die Analysen der Proben könnten anschließend im Institut für Biochemie der Deutschen Sporthochschule Köln durchgeführt werden. Bereits in den 80er Jahren gab es Vereinbarungen auf Dopingtests mit der Direktion für Vollblutzucht, dem Verband der Traber und auch mit der Deutschen Reiterlichen Vereinigung. In einem Interview mit sport.ard erläutert der Institutsleiter Prof. Dr. Wilhelm Schänzer Dopingmittel und -methoden im Pferdesport. Ebenso geht Schänzer auf den Sinn und Inhalt eines geforderten Medikationsbuches ein.
Quellen und weitere Informationen:
sueddeutsche.de vom 03.11.2008
faz-net.de vom 28.10.2008
rp-online.de vom 06.11.2008
sport.ard
FOCUS-Interview "Pferde springen nicht von allein" von Axel Wolfsgruber (17.11.2008)
Frankfurter Allgemeine Zeitung "Alarm in Parcours" von Evi Simeoni (18.11.200)
http://sportrecht.wordpress.com/2008/11/19/das-pferd-als-leistungssportler/
Der Disziplinarausschuss der Deutschen Eishockey Liga (DEL) hat Stürmer Brad Tapper von den Iserlohn Roosters am heutigen Montag für sechs Spiele gesperrt. Zudem wurde Tapper eine Geldstrafe von Euro 1.800,- auferlegt.
Tapper hatte während der Partie DEG Metro Stars – Iserlohn Roosters am vergangenen Donnerstag eine Matchstrafe wegen eines Checks gegen den Kopf- und Nackenbereich erhalten. Die DEL-Lizenzordnung sieht für ein solches Vergehen einen Strafrahmen von zwei bis acht Spielen Sperre vor. Der Angreifer ist damit am 5. Dezember im Heimspiel der Iserlohn Roosters gegen Augsburg wieder spielberechtigt.
Darüber hinaus muss Tapper Euro 500,- für unsportliches Verhalten gegenüber Zuschauern entrichten.
Mitteilung der DEL vom 18. November 2008 im Wortlaut.
Quelle: del.org
Eine ausführliche Matchzusammenfassung sowie eine Videoaufzeichnung über weitere hitzige Szenen dieses Spiels finden Sie auf der offiziellen Homepage der DEG METRO STARS (Zusammenfassung, Video)
http://sportrecht.wordpress.com/2008/11/18/del-brad-tapper-fur-sechs-spiele-gesperrt/
Der Radrenn-Profi Riccardo Ricco hat beim Court of Arbitration for Sport (CAS) in Lausanne Berufung gegen die Entscheidung des Anti-Doping Tribunal des nationalen Olympischen Komitee Italiens (CONI) vom 02. Oktober 2008 eingelegt.
Nachdem der italienische Profi während der Tour de France 2008 positiv auf das EPO-Mittel CERA getestet wurde, wurde er vom CONI mit einer zwei-Jahres Sperre belegt.
Er begehrt eine Reduzierung der zwei-jährigen Sperre, weil er mit den zuständigen Behörden umfassend zusammen gearbeitet hat.
Pressemitteilung des TAS/CAS vom 17. November 2008
Quelle: tas-cas.org
http://sportrecht.wordpress.com/2008/11/18/tascas-riccardo-ricco-legt-berufung-ein/
Hamburg - Der einstige Radsport-Star Jan Ullrich nahm am Mittwoch vor dem Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf erstmals überhaupt vor der Justiz Stellung zu Dopinganschuldigungen gegen seine Person. In den Prozessen zuvor in Bonn und Hamburg war er nicht persönlich erschienen. Nachfolgend eine Dokumentation von Ullrichs Antworten an den Vorsitzenden Richter des Zivilsenats, Bernhard-Rudolf Schüßler, sowie Rechtsanwalt Knut Marel als Vertreter von Günther Dahms. (...)
Ullrich: "Ich habe mich in diesem Zeitraum keiner unerlaubten Mittel bedient und auch keiner Methoden, die in den Regeln der Verbände verboten sind. Ich habe damit nicht annähernd was im Sinn gehabt."
Die Befragung des Gerichts im Wortlaut finden Sie auf spiegel.de
http://sportrecht.wordpress.com/2008/11/17/ullrichs-befragung-im-wortlaut/
Nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss wegen fortgesetzten unsportlichen Verhaltens, hat das DFB-Sportgericht im Einzelrichter-Verfahren am Donnerstag den Trainer des Bundesligisten Borussia Dortmund, Jürgen Klopp, mit einer Geldstrafe in Höhe von 12.000 Euro belegt.
Das Urteil ist rechtskräftig. Der Verein sowie Jürgen Klopp haben dem Urteil bereits zugestimmt.
Am 12. Bundesliga-Spieltag war der Trainer nach Abpfiff der Partie zwischem dem Hamburger SV und Borussia Dortmund zum Unparteeischen Dr. Jochen Dress und seinen beiden Assistenten auf das Spielfeld gelaufen und war diese in unsportlicher Weise verbal angegangen. Dies zog sich später auch in die Schiedsrichter-Kabine fort.
Laut kicker.de soll Jürgen Klopp nach dem Studium der TV-Bilder selbst von seinem Verhalten erschrocken gewesen sein, entschuldigte sich bei den betroffenen Schiedsrichter und gelobte Besserung.
Quelle:
dfb.de
kicker.de
http://sportrecht.wordpress.com/2008/11/13/dfb-sportgericht-12000-euro-geldstrafe-fur-jurgen-klopp/
Die Spruchkammer des Fußballkreises Mannheim hat am 06. November 2008 unter der Leitung von Dr. Andreas Pitz (Beisitzer: Bernd Maier und Günter Friedrichs) über den Abbruch des A-Klassenspiels TSV MA-Schönau gegen MFC Phönix am 26. Oktober 2008 (mehr hier) verhandelt. Nach einer fünfstündigen Verhandlung einer einer einstündigen Sitzungsunterbrechung wurde folgende Entscheidung bekanntgegeben:
Für die Verletzung der Platzdisziplin, Verfehlungen von Zuschauern und dem Verschulden eines Spielabbruchs wurde der TSV MA-Schönau zu einer Geldstrafe in Höhe von 1.500 Euro verurteilt. Die Partie gegen den MFC Phönix Mannheim wird mit 3:0 Toren für die Gäste als gewonnen gewertet. Zusätzlich werden den Gastgebern neun Punkte in der laufenden Saison 2008/09 abgezogen sowie einmal eine Platzaufsicht durch den Kreis auferlegt.
Ein Spieler wird wegen Tätlichkeit und Beleidigung gegen den Schiedsrichter sowie Verschulden des Abbruchs mit einer Sperre von einem Jahr bis 26. Oktober 2009 und einer Geldstrafe von 300 Euro belegt. Ein weiterer TSV-Akteur, der zuvor die rote Karte sah, muss einen Monat bis 26. November 2008 pausieren. Für acht Fußballer gab es einen Freispruch, denn die Rechtsinstanz konnte von der Begehung einer strafbaren Handlung nicht voll überzeigt werden und dann gilt das Prinzip „zu Gunsten des Angeklagten“, so Dr. Pitz.
Die erwähnten Sperren, Strafen und Punktabzüge sind rechtsverbindlich, da der beklagte Verein einen Rechtsmittelverzicht erklärte.
Die Verfahren gegen zwei weitere Spieler des TSV MA-Schönau wurden abgetrennt und müssen noch entschieden werden, da wegen der erhobenen Vorwürfe (Angriffe gegen den Schiedsrichter) noch weiter zu ermitteln ist. Die Vorsperren gegen dieses Duo bleiben allerdings bestehen, sodass Schönau aus der Partie gegen Phönix Mannheim momentan vier gesperrte Spieler besitzt.
Meldung Badischer Fußballverband e.V. vom 07. November 2008
In einer auf der Homepage des TSV Schönau veröffentlichten Pressemitteilung kündigte Peter Dinges (1. Vorsitzender) folgendes an:
"Der TSV Schönau sowie die von einer Sperre betroffenen Spieler werden gegen den Schiedsrichter mit aller Vehemenz sowohl zivil- als auch strafrechtlich vorgehen. Der bislang erlittene Imageschaden ist immens. Vom finanziellen Schaden ganz zu Schweigen. In einem Verfahren der ordentlichen Gerichtsbarkeit wird sich dann zeigen, ob die bisherigen Ausführungen des Schiedsrichters sich bewahrheiten." [mehr]
Seiner Ansicht nach sei die Spruchkammer trotz der widersprüchlichen Aussagen während der Zeugenvernehmung des Schiedsrichters und dieser trotz eines entsprechenden Antrags "noch nicht einmal unter Ausschluß der Öffentlichkeite seine angeblichen zahlreichen Blutergüssen zeigen zu wollte" weitesgehend den Aussagen des Schiedsrichters gefolgt.
Außerdem stellte er klar, daß "eine Hetzjagd durch die gesamte Schönauer Mannschaft nicht stattgefunden hat".
Quellen:
badfv.de
tsv47schoenau.de
http://sportrecht.wordpress.com/2008/11/13/kreisklasse-geldstrafen-sperren-freispruche-punktabzuge/
Vom 10. April bis 18. Juli 2008 fand unter Leitung von Prof. Rüdiger Heim, Prof. Wolfgang Knörzer und Prof. Gerhard Treutlein im Sommersemester die interdisziplinäre Ringvorlesung von Universität und Pädagogischer Hochschule Heidelberg zum Thema Doping statt. (mehr dazu auch hier) Mit diesem innovativen Schritt wurde eine Heidelberger Tradition fortfesetzt, denn schon seit Jahrzehnten bildet Heidelberg ein Zentrum der wissenschaflichen Bearbeitung des komplexen Problems des Dopings, sowie der Dopingprävention.
Auf der informativen Webseite www.contradoping.de des Zentrums für Dopingprävention in Heidelberg, das im Oktober 2007 dank der Unterstützung der Manfred-Lautenschläger-Stiftung und der Dietmar-Hopp-Stiftung offiziell eröffnete, findet man ausführliche und interessante Berichte über die einzelnen Vorträge, die im Rahmen der Ringvorlesung stattfanden. Führende Persönlichkeiten aus den Bereichen der Dopingprävantion (Prof. Wolfgang Knörzer, Prof. Gerhard Treutlein), des organisierten Sports (Hanns Michael Hölz, Management Direktor Deutsche Bank, Nationale Anti-Doping Agentur), des Rechts (Prof. Dr. Rössner, Dr. Michael Lehner), der Sportwissenschaft (Prof. Karl-Heinrich Bette, Prof. Dr. Helmut Digel, Dr. Heiko Striegel), der Politik (Dr. Peter Danckert), der Dopingkritik (Prof. Dr. W. Franke, Ines Geipel), des Kontrollverfahrens (Dr. med. Helmut Pabst von PWC) und der Medien (Spiegel-Redakteur Udo Ludwig) äußerten sich jeweils aus ihrer Perspektive zum Thema Doping.
Quelle und weitere Informationen: contradoping.de
http://sportrecht.wordpress.com/2008/11/12/heidelberger-ringvorlesung-zum-thema-doping/
Nicht nur in der deutschen Bundesliga sollten derzeit die Anstandsregeln neu überdacht werden. (lesen Sie auch hier)
Es folgt eine weitere kleine Geschichte aus der Rubrik "Kuriositäten aus der Sportwelt".
Copa Sudamericana 2008. Wir befinden uns in der 68. Spielminute zwischen Botafogo de Futebol e Regatas Rio de Janeiro (Brasilien) und Estudiantes (Argentinien). Der aktuelle Spielstand 2:2. Keine drei Minuten zuvor hatte der 29-jährige Verteidiger André Luís Garcia nach einem Eckstoß einen umjubelten Ausgleich der Gastgeber erzielt. Nach einem Foulspiel an dem Garcia zunächst nicht beteiligt ist und einem anschließenden Handgemenge wird Garcia von dem Schiedsrichter mit einer Gelben Karte verwarnt. Doch der zuvor gefeierte Spieler nimmt die Entscheidung des Referees keineswegs so nicht einfach hin. Wie die Bilder und Videos belegen, reißt Garcia dem Schiedsrichter die Gelbe Karte aus der Hand und hält diese dem Spielleiter entgegen. Bei der Abgabe der Gelben Karte sieht der Verteidiger die Rote Karte und wird damit vom Feld verwiesen.
Dies war nicht die erste aufsehenerregende Aktion des Verteidigers, dessen Platzverweis auch schon mal von der brasilianischen Polizei begleitet wurde.
Quelle und Bilder dazu: diepresse.com
http://sportrecht.wordpress.com/2008/11/10/fusballer-zeigt-schiedsrichter-gelbe-karte/

