EHM Zeitleiste zur Überprüfung der Ergebnisse und Erweiterung des Erlernten
Created by thinkeurope on Apr 20, 2011
Last updated: 04/20/11 at 04:50 AM
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Die Einführung des Euro in Estland – und damit der hier dargestellten Münzen – war frühestens für Mitte 2006 vorgesehen. Da die Inflationsrate im Mai 2006 jedoch zu hoch war, konnte Estland nicht wie geplant den Euro am 1. Januar 2007 einführen, der geplante Termin wurde auf 2009 verschoben, der ebenfalls nicht zu halten war. Estland konnte trotz der Finanz- und Wirtschaftskrise eine niedrige Neuverschuldung erzielen und erfüllt somit die Maastricht-Kriterien. Am 12. Mai 2010 bestätigte die EU-Kommission, dass Estland alle Kriterien zur Einführung des Euros Anfang 2011 erfüllen würde.[1] Am 17. Juni 2010 stimmten auch die Staats- und Regierungschefs der EU der Aufnahme Estlands in die Eurozone zu.[2] Am 1. Januar 2011 wurde Estland das 17. Mitglied der Eurozone.
Inhaltlich übernahm der Vertrag von Lissabon die wesentlichen Elemente des EU-Verfassungsvertrags, der 2005 in Referenden in Frankreich und den Niederlanden abgelehnt worden war. Im Gegensatz zum Verfassungsvertrag ersetzte er EU- und EG-Vertrag aber nicht, sondern änderte sie nur ab. Zu den Neuerungen des Vertrags von Lissabon zählten unter anderem die rechtliche Fusion von Europäischer Union und Europäischer Gemeinschaft, die Ausweitung des Mitentscheidungsverfahrens auf die polizeiliche und justizielle Zusammenarbeit in Strafsachen, die stärkere Beteiligung der nationalen Parlamente bei der Rechtsetzung der EU, die Einführung einer Europäischen Bürgerinitiative, das neue Amt des Präsidenten des Europäischen Rates, der Ausbau der Kompetenzen des Hohen Vertreters der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, die Gründung eines Europäischen Auswärtigen Dienstes, die Rechtsverbindlichkeit der EU-Grundrechtecharta und die erstmalige Regelung eines EU-Austritts. Vor dem Vertrag von Lissabon waren EU- und EG-Vertrag zuletzt durch den Vertrag von Nizza von 2001 und durch die zwischenzeitlich erfolgten Beitritte neuer Mitgliedstaaten geändert worden. Bei der Ratifikation des Vertrags kam es in mehreren Mitgliedstaaten zu Schwierigkeiten. Insbesondere ein ablehnendes Referendum in Irland im Sommer 2008 verzögerte den ursprünglichen Zeitplan. Nach einer Wiederholung des Referendums im Herbst 2009 trat der Vertrag schließlich zum 1. Dezember 2009 in Kraft.
16. Land in der Eurozone. Für das Design der neuen Münzen fand ein öffentlicher Wettbewerb statt. Details zu diesem Wettbewerb finden sich auf der Homepage der slowakischen Nationalbank. Er lieferte im Dezember 2005 folgendes Ergebnis: * Auf den 1-, 2- und 5-Cent-Münzen ist der Berg Kriváň in der Hohen Tatra, entworfen von DrahomÃr Zobek, zu sehen * Der Entwurf der 10-, 20- und 50-Cent-Münzen stammt von Ján ÄŒernaj und Pavel Károly. Auf ihnen ist die Burg Bratislava abgebildet. * Das slowakische Wappen, das Doppelkreuz auf drei kleinen Bergen, entworfen von Ivan Řehák, ist auf den 1- und 2-Euro-Münzen zu sehen.
Der Vertrag von Lissabon (ursprünglich auch EU-Grundlagenvertrag bzw. -Reformvertrag genannt) ist ein völkerrechtlicher Vertrag zwischen den 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union, der am 13. Dezember 2007 unter portugiesischer Ratspräsidentschaft in Lissabon unterzeichnet wurde. Die Grundzüge des Vertrags von Lissabon wurden vom Europäischen Rat während der deutschen Ratspräsidentschaft auf dem Gipfel am 21. und 22. Juni 2007 in Brüssel beschlossen. Der Europäische Rat legte sie im Mandat an die Regierungskonferenz nieder, die daraufhin den definitiven Vertragstext ausarbeitete. Im Rahmen der Regierungskonferenz, die am 23. Juli 2007 ihre Arbeit aufnahm, wurde ein Entwurf ausgearbeitet, der 145 Seiten Vertragstext sowie 132 Seiten mit 12 Protokollen und 51 Erklärungen umfasste.[5] Beim EU-Gipfel in Lissabon am 18. und 19. Oktober 2007 einigten sich die Staats- und Regierungschefs schließlich auf den endgültigen Vertragstext, wobei noch einmal Änderungswünsche der Vertreter von Italien und Polen berücksichtigt wurden.[6] Am 13. Dezember 2007 wurde der Vertrag in Lissabon unterzeichnet. Am 20. Februar 2008 sprach sich das Europäische Parlament für den Vertrag aus.[7] Es handelte sich aber nur um eine symbolische Entscheidung, denn die Europäische Union, deren Organ das Europäische Parlament ist, gehörte selbst nicht zu den Vertragsparteien und nahm somit auch nicht selbst am Vertragsänderungsverfahren teil. Entscheidend für den Ratifikationsprozess waren lediglich die von den Verfassungen der Mitgliedstaaten jeweils vorgesehenen nationalen Organe.
Am 25. März 2007 jährt sich zum 50. Mal die Unterzeichnung der Römischen Verträge. Der Rückblick auf die vergangenen 50 Jahre offenbart eine beispiellose Erfolgsgeschichte. * Die Anfänge der Europäischen Integration * Von den 6 Gründerstaaten zum größten Binnenmarkt der Welt * Die Übertragung von Souveränitätsrechten * Der 25. März 2007 – 50. Jahrestag der Unterzeichnung der Römischen Verträge * Die EU als Wertegemeinschaft * Das europäische Lebens- und Sozialmodell
Das Design der nationalen Seite der slowenischen Euromünzen wurde am 7. Oktober 2005 der Öffentlichkeit vorgestellt. Slowenien ersetzte am 1. Januar 2007 seine bisherige Währung Tolar durch den Euro. Im Juni 2006 wurde von den Finanzministern der Europäischen Union ein Wechselkurs von 239,640 Tolar für einen Euro festgelegt. Das Land hat damit auch das Recht, ungefähr 230 Millionen Euromünzen zu prägen, die einen Wert von ca. 80 Millionen Euro repräsentieren. Da es in Slowenien keine Münzprägeanstalt gibt, wurden die Münzen des Jahrgangs 2007 in Finnland mit Fi als Zeichen des Prägeortes Finnland geprägt. 2008 wurden die Münzen mit den Zeichen der Prägestätte und des Münzdirektors in den Niederlanden hergestellt. Seit 2009 ist wieder die finnische Prägestätte für die Produktion der slowenischen Euromünzen zuständig, allerdings ohne Prägezeichen.
Viele Länder waren jedoch bis zuletzt gegen den Beitritt Bulgariens und Rumäniens zur Europäischen Union. Als Gründe gegen die EU-Erweiterung zählten vor allem die gesellschaftlichen Probleme und Missstände der beiden Länder. Trotz der positiven Entwicklung Bulgariens stellen die extreme Armut, Kriminalität und Korruption (Bestechlichkeit) weiterhin ein erhebliches Problem dar. Auch der Umgang mit ethnischen Minderheiten (Volksgruppen, die in einem Gebiet in großer Unterzahl sind) ist problematisch. Vor allem Roma werden in Bulgarien gesellschaftlich benachteiligt und ausgegrenzt. Etwa 370.000 Roma leben im Land, viele von ihnen in Ghettos.
Die EU-Erweiterung 2004 war die fünfte und bisher größte Erweiterung der Europäischen Union. Sie wurde am 16. April 2003 in Athen im Beitrittsvertrag 2003 fixiert, der am 1. Mai 2004 in Kraft trat. Da die Volksabstimmungen in allen unterzeichnenden Ländern positiv ausfielen, traten am 1. Mai 2004 Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern der EU bei. Die EU bestand damit bis zur neuerlichen Erweiterung um Bulgarien und Rumänien (am 1. Januar 2007) aus 25 Mitgliedstaaten.
Überarbeitung der europäischen Verträge mit Hinblick auf die EU-Osterweiterung. Aushandlung der Zahl von EU-Kommissaren, Parlamentsabgeordneten etc. Der Vorwurf des europäischen ´Wasserkopfes´ wird laut.
Am 1. Januar 2002 wird der Euro erstmals als Bargeld eingeführt. Damit löste er die nationalen Währungen als Zahlungsmittel ab. Die Euromünzen werden von den nationalen Zentralbanken der 17 Staaten des Eurosystems sowie von drei weiteren Staaten mit jeweils landesspezifischer Rückseite geprägt. Die Eurobanknoten unterscheiden sich europaweit nur durch verschiedene Buchstaben der Seriennummer.
Die Schuman-Erklärung vom 9.Mai 1950, die europäische Union für Kohle und Eisen betreffend, welche sorgfältig mit Jean Monnet und seinen Mitarbeitern vorbereitet wurde, veranschaulicht hervorragend den Zweck der europäischen Gemeinschaft, die auf drei Grundpfeilern beruhen sollte: Versöhnung, Solidarität und Frieden.
Stärkung der Gemeinschaftsstrukturen: - Das Europäische Parlament erhält weitere Entscheidungsbefugnisse. - In der Innen-und Justizpolitik erhalten die Gemeinschaftsorgane Mitwirkungsmöglichkeiten. - Einführung einer Flexibilitätsklausel, die es einzelnen Mitgliedsstaaten ermöglicht, einzelne Reformpläne nicht mit zu tragen ( z.B. die Euro-Einführung)
Als Europäische Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU, verkürzt auch Europäische Währungsunion, EWU) werden die wirtschafts- und währungspolitischen Regelungen der Europäischen Union bezeichnet. Das Projekt, in der EU eine Währungsunion mit einer harmonisierten Wirtschaftspolitik einzurichten, wurde 1990 mit einem Drei-Stufen-Plan eingeleitet und 1999 verwirklicht. Allerdings nehmen derzeit nur 17 der 27 EU-Mitgliedstaaten an der letzten Stufe der EWWU teil. Sie verwenden den Euro als Zahlungsmittel und koordinieren ihre Wirtschafts- und Finanzpolitik im Rahmen der Euro-Gruppe. Diese Ländergruppe, die den Euro als gesetzliches Zahlungsmittel verwendet, wird auch als Eurozone bezeichnet. Die übrigen Mitgliedstaaten der EU haben den Euro noch nicht eingeführt und beabsichtigen dies teilweise auch nicht. Dennoch nehmen sie insofern an der EWWU teil, als sie bestimmte grundsätzliche Vorschriften, etwa die Unabhängigkeit ihrer nationalen Zentralbanken, umsetzen mussten und bestimmte Bereiche ihrer Wirtschafts- und Währungspolitik mit den übrigen EU-Staaten abstimmen. Die Mitgliedstaaten, die an der dritten Stufe der EWWU teilnehmen, haben ihre geldpolitische Kompetenz auf das Europäische System der Zentralbanken (ESZB) übertragen. Diesem gehören alle Zentralbanken der EU-Mitgliedstaaten an, wobei aber bei entscheidenden Fragen nur die Zentralbanken der Mitgliedstaaten der Eurozone (die auch als Eurosystem bezeichnet werden) ein Mitspracherecht haben. An der Spitze des ESZB steht die Europäische Zentralbank (EZB), die für die Mitgliedstaaten der Eurozone die Verantwortung für eine zentral gesteuerte Geld- und Währungspolitik übernimmt.[1] Das Hauptziel der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion war die Ergänzung des Europäischen Binnenmarkts durch eine gemeinsame Währung mit hoher Preisniveaustabilität.[2] Die Entscheidung, den Drei-Stufen-Plan einzuleiten, wurde vom Europäischen Rat bereits 1989 getroffen; die wichtigsten Regelungen wurden im Vertrag von Maastricht 1992 festgeschrieben. Allerdings war von Anfang an umstritten, ob die Regelungen der EWWU geeignet sind, eine ausreichende wirtschaftspolitische Annäherung der Mitgliedstaaten sicherzustellen. Bisweilen wird die EWWU daher als eine noch immer unvollendete Wirtschaftsunion bezeichnet.[3]
Vierte Erweiterung der EU:1995 Österreich, Schweden und Finnland hatten nach erfolgreichen Beitrittsverhandlungen Volksentscheide über den Beitritt durchführen lassen, bei denen es in Schweden (52.3% Ja) und Finnland (57% Ja) Mehrheiten für einen EU-Beitritt (bei sehr geringer Wahlbeteiligung in Finnland (40.4%) und einer sehr hohen in Schweden (83%)), in Norwegen hingegen eine knappe Mehrheit gegen einen Beitritt gab. In Österreich gab es eine 2/3-Mehrheit (bei ebenfalls sehr hoher Wahlbeteiligung (82.5%)) für eine Mitgliedschaft.[6] Die EU setzte sich somit aus 15 Mitgliedstaaten zusammen.
Umbenennung der EG (Europäische Gemeinschaft) in EU ( Europäische Union). Die Vertragspartner verpflichten sich zu einer engeren Zusammenarbeit in der Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) sowie in der Innen- und Justizpolitik. Die Rechte des Europäischen Parlaments werden weiter ausgebaut. Die Einführung einer gemeinsamen Währung ´EURO´ rückt in nahe Zukunft. Mit Inkrafttreten des Maastrichter Vertrages am 1. November 1993 ist die Schaffung einer Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) völkerrechtlich verbindlich beschlossen. Die gemeinsame europäische Währung, der Euro, soll sowohl den Binnenmarkt als auch das weltwirtschaftliche Gewicht der EU stärken. Der Beitritt zur Währungsunion wird nach dem Maastrichter Vertrag von der Preisstabilität und Haushaltsdisziplin jedes einzelnen Bewerberlandes abhängig gemacht. Die Einführung des Euro am 1. Januar 1999 gibt schließlich den Startschuß für die WWU. Das Schengener Abkommen, das den Abbau der Grenzkontrollen vorsieht, regelt als Zusatzabkommen die Zusammenarbeit in dem Bereich Justiz und Inneres. Deutschland gilt als einer der "Motoren" der europäischen Integration. Gleichzeitig wachsen seit dem Maastrichter Vertrag die Bedenken der "Euro-Skeptiker". Schwerpunkt der Kritik in Deutschland: Angst vor dem Verlust der Stabilität der D-Mark als einem Garanten für den Wohlstand. Das Bild der Festung Europa spiegelt Befürchtungen der mittel- und osteuropäischen Länder, die EU werde sich politisch und ökonomisch abschotten.
Als Deutsche Wiedervereinigung oder Deutsche Vereinigung[1] wird der durch die friedliche Revolution in der DDR angestoßene Prozess der Jahre 1989 und 1990, der zum Beitritt der Deutschen Demokratischen Republik zur Bundesrepublik Deutschland am 3. Oktober 1990 führte, bezeichnet. Die damit vollzogene Deutsche Einheit, die seither an jedem 3. Oktober als Nationalfeiertag begangen wird, beendete den als Folge des Zweiten Weltkrieges in der Ära des Kalten Krieges vier Jahrzehnte währenden Zustand der Deutschen Teilung.
Berlin, 09. Novemer 1989 Am Abend des 09. November 1989 hält Günter Schabowski, Mitglied des des Politbüros der SED, in Ostberlin eine Pressekonferenz vor Journalisten aus aller Welt, die vom Fernsehen der DDR live übertragen wird (1). Auf Nachfrage des italienischen Journalisten Riccardo Ehrmann holt Günter Schabowski um 18.53 Uhr einen Zettel aus seiner Tasche heraus, den er vor der Pressekonferenz von Egon Krenz, dem Nachfolger Erich Honeckers, bekommen hat (2) und liest stockend vor: "Privatreisen nach dem Ausland können ohne Vorliegen von Voraussetzungen - Reiseanlässe und Verwandtschaftsverhältnisse - beantragt werden. Die Genehmigungen werden kurzfristig erteilt. Die zuständigen Abteilungen Paß- und Meldewesen der VPKÄ (der Volkspolizeikreisämter) in der DDR sind angewiesen, Visa zur ständigen Ausreise unverzüglich zu erteilen, ohne daß dabei noch geltende Voraussetzungen für eine ständige Ausreise vorliegen müssen." (3) Schabowski ist sich nicht sicher, was er da verlesen hat und wird schon mit einer weiteren Frage konfrontiert: "Gilt das auch für Westberlin?". Er zuckt mit den Schultern und antwortet: "Also, doch, doch" und liest dann weiter vor: "Die ständige Ausreise kann über alle Grenzübergangsstellen der DDR zur BRD bzw. zu Westberlin erfolgen." Schabowski wird gefragt: "Wann tritt das in Kraft?" und er antwortet: "Das tritt nach meiner Kenntnis ... ist das sofort, unverzüglich." (4)
Einheitliche Europäische Akte (In-Kraft-Treten der Einheitlichen Europäischen Akte: 1987) Aufwertung des Parlaments, Abschaffung des Einstimmigkeitserfordernisses im Ministerrat. Problem: Europa ist gegenüber den USA und Japan ökonomisch ins Hintertreffen gekommen. Zahlreiche europäische Konzerne sind in finanziellen Nöten, im Elektronikbereich ist Europa den USA und Japan gegenüber nicht mehr konkurrenzfähig. Auch in den Bereichen Computertechnologie und Weltraumtechnik hinkt Europa den beiden anderen Wirtschaftsmächten deutlich hinterher. Ziel: Stärkere Zusammenarbeit der EG-Staaten in den Bereichen Umwelt, Forschung und Technologie.
1986 folgten Portugal und Spanien als 11. und 12. Mitglied. Eine teilweise befürchtete Einwanderungs-Welle aus diesen zwei Ländern blieb aus.Der Beitritt war für beide Länder eine Art Befreiungsschlag. Er half aus der Isolation, in die insbesondere Spanien im Laufe der letzten Jahrzehnte geraten war. Die Aufnahme in die EG war ein Meilenstein, um die Folgen der Franco-Diktatur zu überwinden. Die Beitrittsanträge Spaniens, aber auch Portugals fanden in den zwei Parlamenten fast einhellige Zustimmung. In Spanien stimmten beispielsweise auch die separatistisch eingestellten Basken der Aufnahme zu, denn sie erhofften sich im Rahmen der steigenden Aufmerksamkeit für Spanien auch mehr Beachtung ihrer Interessen seitens der EG und ihres Bestrebens nach baskischer Eigenstaatlichkeit. Die EG setzte sich somit aus 12 Mitgliedstaaten zusammen.
1981 trat Griechenland der Europäischen Gemeinschaft bei. Seine Aufnahme war heftig diskutiert worden, da erst kurz vor der Aufnahme die Militärdiktatur abgeschafft worden war. Generell befürchtete man, dass die EG mit Griechenland eine Art „Störenfried“ aufnehmen würde. Hier waren besonders das gespannte und konfliktbehaftete Verhältnis zur Türkei, die zusammen mit Griechenland 1952 in die NATO aufgenommen wurde, ein Diskussionspunkt. Ferner war Griechenland sehr arm und wirtschaftlich eher agrarisch ausgerichtet. Weiteres Konfliktpotenzial waren die scharfen USA-kritischen Äußerungen, die besonders in Hinsicht auf die Spannungen mit NATO-Mitglied und Nachbarn Türkei zu Problemen hätten führen können. Die EG setzte sich somit aus 10 Mitgliedstaaten zusammen.
Das Europäische Parlament (auch Europaparlament, EP) mit Sitz in Straßburg ist das Parlament der Europäischen Union (vgl. Art. 14 EU-Vertrag). Seit 1979 wird es alle fünf Jahre in allgemeinen, unmittelbaren, freien und geheimen Europawahlen von den Bürgern der EU gewählt. Damit ist das Europäische Parlament nicht nur das einzige direkt gewählte Organ der Europäischen Union, sondern die einzige direkt gewählte supranationale Institution weltweit. Da es unmittelbar die europäische Bevölkerung repräsentiert, kann es als die Bürgerkammer der EU bezeichnet werden (neben dem Rat der Europäischen Union als Staatenkammer).
Bei der so genannten Norderweiterung 1973 traten Dänemark, die Republik Irland und das Vereinigte Königreich der EG bei. Norwegen, welches ebenfalls die Mitgliedschaft beantragt hatte, konnte wegen eines ablehnenden Votums der Bevölkerung nicht beitreten. Der negative Ausgang des norwegischen Referendums lässt sich unter anderem damit erklären, dass das norwegische Volk Bedenken hatte, Errungenschaften wie den Wohlfahrtsstaat, die es selbständig erreicht hatte, zu verlieren. In der Republik Irland herrschte zum Aufnahmezeitpunkt Armut. Sie ging vor allem auf fehlende Industriezentren und das Vorherrschen von Agrarwirtschaft zurück. Daher wurden Irland auch sehr umfangreiche Finanzmittel zur Verfügung gestellt. Eine weitere Besonderheit Irlands war, dass es 1973 als einziges EG-Land nicht NATO-Mitglied war.
Zusammenlegung der drei Teilgemeinschaften EGKS, EWG und Euratom. Ziel: - bessere, freiwillige Zusammenarbeit der Regierungen der einzelnen Staaten in der Außenpolitik - Abstimmung der einzelnen politischen Positionen der EG-Staaten, um in Gremien wie den Vereinten Nationen, der Welthandelskonferenz oder in Entwicklungskonferenzen mit einer Stimme reden zu können
Ziel: Schaffung eines gemeinsamen Marktes, in dem Waren, Personen, Dienstleistungen und Kapital frei zirkulieren können. Die Vertragspartner einigen sich auf eine gemeinsame Außernhandels- und Agrarpolitik.
Gründung der EGKS (Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl) Gründungsstaaten : Deutschland, Frankreich, Italien, Belgien, die Niederlande und Luxemburg Gründe für die Errichtung der EGKS: * vordergründig aus wirtschaftlichen Erwägungen * deutsch-französische Aussöhnung * Kontrolle wichtiger Schlüsselindustrien wie z.B. der Kohle- und Stahlindustrie bzw. der Waffenindustrie, supranationale Struktur, d.h. die Mitgliedstaaten werden supranationalen Regelungen unterworfen
Der Schuman-Plan oder Schuman-Erklärung ist ein grundlegender politischer Plan für eine Zusammenlegung der deutschen und französischen Kohle- und Stahlproduktion nach dem 2. Weltkrieg, der am 9. Mai 1950 vom damaligen französischen Außenminister Robert Schuman (1886–1963) im Salon de l'Horloge des Quai d’Orsay vor Pressevertretern in einer Regierungserklärung bekanntgegeben wurde. „Die französische Regierung schlägt vor, die Gesamtheit der französisch-deutschen Kohle- und Stahlproduktion unter eine gemeinsame Oberste Aufsichtsbehörde (Haute Autorité) zu stellen, in einer Organisation, die den anderen Ländern zum Beitritt offen steht. […]“ – aus der Erklärung des französischen Außenministers Robert Schuman vom 9. Mai 1950 Salon de l’Horloge. Vor der Verlesung, genauer nur wenige Stunden zuvor, wurde lediglich Konrad Adenauer informiert, der dem Plan sofort zustimmte. Die dringlichen Aufgaben der Obersten Behörde wurden wie folgt skizziert: * die Modernisierung der Produktion und die Verbesserung der Qualität; * die Lieferung von Kohle und Stahl auf dem französischen und deutschen Markt sowie auf den Märkten aller beteiligten Länder zu gleichen Bedingungen; * die Entwicklung gemeinsamer Ausfuhren nach den anderen Ländern; * der Ausgleich in der Verbesserung der Lebensbedingungen der Arbeiterschaft dieser Industrien. Schuman verlas diese Regierungserklärung nur drei Tage vor der Londoner Konferenz der amerikanischen, englischen und französischen Außenminister, auf der neue, für die europäische Politik leitende Gesichtspunkte besprochen wurden. Obwohl der Schuman-Plan unter Geheimhaltung von einer Gruppe rund um Jean Monnet ausgearbeitet wurde, war er das meistgelesene Dokument auf der Konferenz.
Der Europarat (engl. Council of Europe, frz. Conseil de l’Europe) ist eine am 5. Mai 1949 gegründete und heute 47 Staaten umfassende europäische internationale Organisation. Er ist ein Forum für Debatten über allgemeine europäische Fragen. Seine Satzung sieht eine allgemeine Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten zur Förderung von wirtschaftlichem und sozialem Fortschritt vor. „Der Europarat hat die Aufgabe, einen engeren Zusammenschluss unter seinen Mitgliedern zu verwirklichen.“ – Satzung des Europarates, Artikel 1 [1] Der Sitz des Europarats ist in Straßburg im Europapalast. Am 5. Mai wird alljährlich der Gründungstag des Europarates als Europatag gefeiert. Der Europarat ist institutionell nicht mit der Europäischen Union verbunden, auch wenn beide die Europaflagge und die Europahymne verwenden. Der Europarat ist auch nicht zu verwechseln mit dem Europäischen Rat und dem Rat der Europäischen Union (Ministerrat).
8. Mai: Victoryday (V-E Day): für Victory in Europe Day (auf Fotos feiernder Menschen oft durch das V-Zeichen aus Zeige- und Mittelfinger gezeigt) * Sowjetische Truppen besetzen Dresden * Britische Truppen und Jugoslawische Partisanen erreichen Klagenfurt (Kärnten). Beschluss des Verbotsgesetzes durch die neue provisorische Regierung der Republik Österreich. * im Westen befinden sich am 8. Mai noch die Kanalinseln und die Städte Lorient, St. Nazaire und La Rochelle, nach Süden der Alpenraum und im Norden Schleswig-Holstein noch unter Kontrolle deutscher Truppen. * 8. und 9. Mai: fast zwei Millionen deutsche Soldaten fliehen aus dem sowjetischen Machtbereich in die von den Westalliierten kontrollierten Gebiete, insbesondere gelingt das aus dem anfangs nicht besetzten Böhmen (Tschechoslowakei). * Zwei deutsche U-Boote, die U-858 und U-805 ergeben sich in ihrem Einsatzgebiet vor der amerikanischen Ostküste am 14. Mai 1945. Für die meisten Menschen in Europa war das Kriegsende ein Freudentag – in Deutschland war es „Befreiung“ zunächst für viele Gefangene, Untergetauchte, Zwangsarbeiter und Regimegegner der besiegten Regime, jedoch ein großer Teil der Bevölkerung erlebte den Tag mit zwiespältigen Gefühlen: einerseits eine erwartete militärische Niederlage und ein moralischer „Zusammenbruch“ (der Selbsttötungen „überzeugter“ oder prominenter nationalsozialistischer Aktivisten und -Funktionäre auslöste), andererseits die aufkeimende Hoffnung auf einen Neuanfang.

